Ratsprotokoll vom 26. Juli 1878

zu hoch sei. Nach seiner Schätzung sei dieselbe 20 - 25,000 fl werth, ein Preis der für jemanden, der sie zu Privat- Zwecken verwende, um ein paar Tausend Gulden höher oder niedri- ger sich stellen könne. Die Gemein- de müße aber beurtheilen, ob die- ses Object zu einem Armenhause geeignet sei oder nicht; nach seiner Überzeugung sei es nun hiezu absolut nicht geeignet. Es habe en- ge Gänge, kleine Räumlichkeiten und müßte daher entweder behufs eines Neubaues ganz umgerissen, oder doch mit unverhältnismässi- gen Kosten adaptirt werden. Man solle es daher den Offerenten lieber offen- erklären, daß die Gemeinde um den ange- botenen Preis diese Realität absolut nicht kaufen könne; wurden sie geneigt seien, dieselbe billiger abzulassen und würde man dann vielleicht damit eine Grundspe- kulation durchführen, dann stünde die Fra- ge freilich anders, obwol nach seiner Mei- nung letzteres der Gemeinde weniger zustehe. Er stellt daher den Antrag, es sei mit Rucksicht auf die Höhe des verlang- ten Preises in eine weitere Verhand- lung mit den Offerenten seitens des Gemeinderates nicht einzugehen.

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