Ratsprotokoll vom 14. Dezember 1877

tragen; er habe sich selbst überzeugt, daß der Baum sehr stark verzweigt und schon gerutscht sei; der Baum bringe der Gemeinde keinen Nut- zen, und spreche er sich daher, um einem Unglücke vorzubeugen, für dessen Beseitigung aus. G.R. Wenhart entgegnet, daß der städtische Ingenieur von Befund aufge- nommen habe und nach dessen Äus- serung der Baum vollkommen gesund sei, daher für das Haus der Beschwerdeführerin eine Gefahr nicht drohe; er sehe keinen Grund ein, warum man unter solchen Ver- hältnissen dem Begehren der Frau Rosenauer, welche es gegenüber der Gemeinde nie so genau genommen habe, so dienstfertig entgegenkom- men solle. Er schließt sich daher unbe- dingt dem Sections-Antrage an. Überdies macht er aufmerksam, daß die Gemeinde den Bruderhaus- garten verpachtet habe, daher sich jedenfalls vorerst mit dem Pächter ins Einvernehmen setzen müßte. G.R. Mayr erwiedert, er habe nicht im Interesse der Frau Rosenauer, son- dern in jenem der Gemeinde gespro-

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