Ratsprotokoll vom 10. Oktober 1877

daß derselbe am Stadtplatze verbleiben solle. Hingegen wäre für die Aufstellung der Schaubuden und dergleichen ein Platz zu aquiriren und hält hiefür das Seidlfeld für sehr zweckmäßig; er habe sich daher mit der Besitzerin derselben ins Einvernehmen gesetzt und würde hienach für Pachtung dieses Geldes ein jährlicher Pachtschilling von 150 fl von derselben verlangt. Aus Vorsorge habe er der Besitzerin ein Ungeld gegeben und erkläre hiemit, sofort von seinem Rechte auf Pachtung dieses Feldes zu Gunsten der Gemeinde, wenn selbe hierauf reflectire, zurücktreten zu wollen. Dieses Feld liege auf einem günstigen Posten und dürfte es sich auch für das Volksfest eignen, wenn das hinter dem Betriebsdirektionsgebäude liegende Feld zu dessen Abhaltung von dem Eigenthümer vielleicht überlassen würde. Gemeinderat Ploberger spricht sich gegen eine Pachtung dieses Feldes aus, weil dasselbe für Bauplätze bestimmt sei, daher der Gemeinde jedenfalls nur ein provisorisches Verfügungsrecht hierüber von der Besitzerin eingeräumt werden würde. Referent bemerkt, daß es sich heute nicht Bestimmung eines Platzes handle, worüber erst das diesfalls eingesetzte Comitee zu berichten habe; dermalen soll nur erhoben werden, wie viel Flächenraum gegenwärtig für Aufstellung der Jahrmarktbuden und Krämerstände benötigt werde. Erst auf Grund dieser Erhebung könne ein Beschluß gefaßt werden, und es werde sich dann auch zeigen, ob das Seidlfeld groß genug sei. Der Grund, den Gemeinderat

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