Ratsprotokoll vom 1. Dezember 1876

gegenwärtigen Verhältnissen nicht mehr geleistet werden, wie dies ohnehin geschieht. Doch nachdem die löbliche Gemeinde-Vertretung nach dieser Richtung bei der Armen- Reform ihren Anfang genommen, so wäre es vielleicht an der Zeit das edle Werk durch Errichtung eines den Zeitverhältnissen entsprechenden Armenhauses zu befördern. Ich ver- kenne allerdings die schwere Auf- gabe nicht, allein es soll ein Werk für die Zukunft, und eben für die Armen sein, damit diesen ein würdiger Unterstand ge- boten wird, der ihnen das herbe Los erleichtern hilft. Wie ich weiß, hat die sel. Frau Duckart ein bedeutendes Legat zur Adaptirung eines Armenhause hinterlassen, weiters würden sodann einige der dermaligen Armenhäuser entbehrlich und daher zu veräus- sern sein, wodurch das erste und gewiß nicht unbedeutende Grundkapital geschaffen wäre. In Betreff des finanziellen Punk- tes würde ich mir weiters eine Substution und eine Wolthätig- keits Lotterie in Vorschlag zu brin- gen erlauben. — Wie ich den Woltätig- keitssinn

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