Ratsprotokoll vom 31. Juli 1857

Raths=Protokoll der kk. landesfürstlichen Stadt Steyr vom 31. Juli 1857 Datenaufbereitung Digitalarchiv Steyr

Fortsetzung dieser Sitzung am 31. July 1857. Unter dem Vorsitze des Herrn Bürgermeisters Anton Gaffl und in Gegenwart der Herrn Gemeinderäthe: Lechner, Dr. Spängler, Vogl, Mayr, Edelbauer, Haindl Michael, Unzeitig, Krenklmüller, Haindl Anton, Haratzmüller, Nutzinger, Engl, Stigler, Amort, Wittigschlager. IV. Section Refrt. H. G. Rath Amort. 3593. Distrikts Aktuar Willner relationirt Num. 3257 über die Messung des neu- erbauten Kanals in der Eisengasse. Nachdem sich die Mehrarbeit des Kanals in der Eisengasse als richtig herausgestellt hat, so ist dem Bauersteher Herrn Pichler die entfallende Vergütung hiefür nach dem Lizitations Erstehungspreis bemessen mit fl 115 23 xr zu leisten und im Nachhan- ge des bereits bestehenden Liquidations Protokolles aufzunehmen, wozu der Herr Pichler vorgeladen ist.

Fortsetzung dieser Sitzung am 31. July 1857. Unter dem Vorsitze des Herrn Bürgermeisters Anton Gaffl und in Gegenwart der Herrn Gemeinderäthe: Lechner, Dr. Spängler, Vogl, Mayr, Edelbauer, Haindl Michael, Unzeitig, Krenklmüller, Haindl Anton, Haratzmüller, Nutzinger, Engl, Stigler, Amort, Wittigschlager. IV. Section Refrt. H. G. Rath Amort. 3593. Distrikts Aktuar Willner relationirt Num. 3257 über die Messung des neuerbauten Kanals in der Eisengasse. Nachdem sich die Mehrarbeit des Kanals in der Eisengasse als richtig herausgestellt hat, so ist dem Bauersteher Herrn Pichler die entfallende Vergütung hiefür nach dem Lizitations Erstehungspreis bemessen mit fl 115 23 xr zu leisten und im Nachhange des bereits bestehenden Liquidations Protokolles aufzunehmen, wozu der Herr Pichler vorgeladen ist.

3361. Expeditor Amtmann überreicht den Kostenanschlag in Betreff der Herstellg. eines Blechdaches zur Unterbringung der Wasserwaage. Ist unverzüglich nochmals ein Augenschein abzuhalten betreffend der leichtesten Ausführbarkeit eines kleinen gemauerten Ueberbaues mit Blechdach für die Decimalwage beim Wasser und hiezu die Betreffenden vorzuladen. 3515. Das Expedit berichtet über die gepflogene Vermessung der nothwendigen Pflasterausbesserung in der Enge. Gemeinderäthlich genehmigt und ist der Kostenbetrag dieser Pflasterungsarbeiten im Präliminar pr. 1858 aufzunehmen und die Zalung hiefür an den Pflastermeister Hefner auch erst im Laufe des Jahres 1858 zu leisten. 3360. Distrikts Aktuar relationirt ad Num. 2813 über die Ausgleichung der Beschwerde des Franz Hagerleitner gegen Anton Molterer wegen Brunnen Ueberwassers. Dem Gemeinderathe zum Wissen mitgetheilt, und sind die betreffenden Akten dem Kläger Hagerleitner rückzustellen. 3362. Das k.k. Gend. Flügel Comdo Steyr zeigt an, daß außerhalb des Aicheter Schrankens ein Stück Strassengeländer abgebrochen sey. Dem Bauamt mit dem Auftrag zur schleunigen Herstellung des fehlenden Stück Geländers. 3584. Distrikts Aktuar zeigt die Nothwendigkeit des Thüranstriches in der k.k. Gend. Kaserne an. Dem Bauamte mit dem Auftrage

3361. Expeditor Amtmann überreicht den Kostenanschlag in Betreff der Herstellg. eines Blechdaches zur Unterbringung der Wasserwaage. Ist unverzüglich nochmals ein Augenschein abzuhalten betreffend der leichtesten Ausführbarkeit eines kleinen gemau- erten Ueberbaues mit Blechdach für die Decimalwage beim Wasser und hiezu die Betreffenden vorzuladen. 3515. Das Expedit berichtet über die ge- pflogene Vermessung der nothwendi- gen Pflasterausbesserung in der Enge. Gemeinderäthlich genehmigt und ist der Kostenbetrag dieser Pflasterungs- arbeiten im Präliminar pr. 1858 auf- zunehmen und die Zalung hiefür an den Pflastermeister Hefner auch erst im Laufe des Jahres 1858 zu leisten. 3360. Distrikts Aktuar relationirt ad Num. 2813 über die Ausgleichung der Beschwer- de des Franz Hagerleitner gegen An- ton Molterer wegen Brunnen Ueberwassers. Dem Gemeinderathe zum Wissen mit- getheilt, und sind die betreffenden Akten dem Kläger Hagerleitner rückzustellen. 3362. Das k.k. Gend. Flügel Comdo Steyr zeigt an, daß außerhalb des Aiche- ter Schrankens ein Stück Strassen- geländer abgebrochen sey. Dem Bauamt mit dem Auftrag zur schleunigen Herstellung des fehlenden Stück Geländers. 3584. Distrikts Aktuar zeigt die Nothwendig- keit des Thüranstriches in der k.k. Gend. Kaserne an. Dem Bauamte mit dem Auftrage

zur schleunigen Ausführung der inn- angeführten Anstreicherarbeiten. 3671. Akkordprotokoll mit Johann und Maths Pfaffenwimmer wegen Lieferung des zur Steyrbrücke erforderlichen Bauholzes. Gemeinderäthlich genehmigt, und sind die Lieferanten unter Be- kanntgebung des richtigen Bedarfes in Zahl, Größe und Qualität und der einzuhaltenden genauen Bedingnisse mittelst Dekret zu verständigen. 3369. Viertelmeister Franz Vomberger in Wieserfeld zeigt an, daß das Dach unter welchem die Feuerrequisiten untergebracht sind zu repariren wäre. Nachdem ohnehin sämtliche Feuerspritzen und Feuerrequisiten-Behältnisse einer sorgfältigen Revision unterzogen wer- den, so wird auch für den inngerügten Uebelstand die geeignete Abänderung resp. Verbesserung getroffen werden. 3379. Johann Hofer, Fleischhauer in Ramingsteg No. 44, wiederholt seine Bitte um Gestattung der afterpachtweisen Uebernahme des städt. Verschleißgewölbes zwischen den Brücken von Anton Demmelmayr. Nachdem den Fleischhauern außerhalb Steyr nur der Öhlberg als einziges Lokal zur Ausschrottung des Fleisches angewiesen ist, und dasselbe der gesetz- lichen Ueberwachung untersteht, so ist dieses Gesuch als unstatthaft abermals abschlägig zu bescheiden. 3465. Vorausmaß und Kostenanschlag des Zimmermeisters Karl Stohl über die Ab- rechung eines alten Bretter und Aufstellung eines neuen Ziegeldachstuhles im Excöllestinergebäude. Ist die Abminderungs Lizitation auf

zur schleunigen Ausführung der innangeführten Anstreicherarbeiten. 3671. Akkordprotokoll mit Johann und Maths Pfaffenwimmer wegen Lieferung des zur Steyrbrücke erforderlichen Bauholzes. Gemeinderäthlich genehmigt, und sind die Lieferanten unter Bekanntgebung des richtigen Bedarfes in Zahl, Größe und Qualität und der einzuhaltenden genauen Bedingnisse mittelst Dekret zu verständigen. 3369. Viertelmeister Franz Vomberger in Wieserfeld zeigt an, daß das Dach unter welchem die Feuerrequisiten untergebracht sind zu repariren wäre. Nachdem ohnehin sämtliche Feuerspritzen und Feuerrequisiten-Behältnisse einer sorgfältigen Revision unterzogen werden, so wird auch für den inngerügten Uebelstand die geeignete Abänderung resp. Verbesserung getroffen werden. 3379. Johann Hofer, Fleischhauer in Ramingsteg No. 44, wiederholt seine Bitte um Gestattung der afterpachtweisen Uebernahme des städt. Verschleißgewölbes zwischen den Brücken von Anton Demmelmayr. Nachdem den Fleischhauern außerhalb Steyr nur der Öhlberg als einziges Lokal zur Ausschrottung des Fleisches angewiesen ist, und dasselbe der gesetzlichen Ueberwachung untersteht, so ist dieses Gesuch als unstatthaft abermals abschlägig zu bescheiden. 3465. Vorausmaß und Kostenanschlag des Zimmermeisters Karl Stohl über die Abrechung eines alten Bretter und Aufstellung eines neuen Ziegeldachstuhles im Excöllestinergebäude. Ist die Abminderungs Lizitation auf

den 5. August d.J. Nachm. 3 Uhr abzuhalten und sind hiezu die Betreffenden einzuladen. 3678. Expeditor Amtmann relationirt z. Z. 3582 über die gepflogenen Erhebungen wegen Lieferung des zur Steyrbrücke erforderlichen Schnittholzes. Sind beim Herrn Werndl zu bestellen: 400 Stck. weiche Gmainladen a 16 xr 50 Streu a 30 xr 80 Pfosten a 1 fl 12 xr Beim Herrn Anton Haindl: 200 Stck. weiche Gmainladen a 16 xr 50 Streu a 30 xr Bei der Kohlkommunität: 200 Stck. weiche Gmainladen a 15 xr 50 Streu a 26 xr 20 Pfosten a 1 fl 12 xr 6 Lerchenstämme 2° 1' lang, 18″ dick a 10 fl und die Verständigung an die betreffende Lieferanten zu erlassen. 3690. Lizitationsprotokoll ad Num. 3582 in Betreff der Regulirung des Spitalberges. Der Mindestanboth des Baumeisters Karl Gutbruner die Regulirungsarbeiten des Spitalberges um den Betrag von 2595 fl C.M. zu übernehmen wird gemeinderäthl. genehmigt, und ist der Ersteher Herr Karl Gutbruner, hievon, sowie unter Bekanntgebung der genau einzuhaltenden Lizitations-Bedingnisse mittelst Contrakts-Abschrift zu verständigen. Gleichzeitig ist dem H. Gutbruner zu bemerken, daß er sich Copien über Vorausmaß-Kostenanschlag und Pläne nach den in der Kanzley des Bürgermeister Amtes aufliegenden Originalien

den 5. August d.J. Nachm. 3 Uhr abzuhal- ten und sind hiezu die Betreffenden ein- zuladen. 3678. Expeditor Amtmann relationirt z. Z. 3582 über die gepflogenen Erhebungen wegen Lieferung des zur Steyrbrücke erforderlichen Schnittholzes. Sind beim Herrn Werndl zu bestellen: 400 Stck. weiche Gmainladen a 16 xr 50 〃 〃 Streu a 30 xr 80 〃 〃 Pfosten a 1 fl 12 xr Beim Herrn Anton Haindl: 200 Stck. weiche Gmainladen a 16 xr 50 〃 〃 Streu a 30 xr Bei der Kohlkommunität: 200 Stck. weiche Gmainladen a 15 xr 50 〃 〃 Streu a 26 xr 20 〃 〃 Pfosten a 1 fl 12 xr 6 〃 Lerchenstämme 2° 1' lang, 18″ dick a 10 fl und die Verständigung an die betreffende Lieferanten zu erlassen. 3690. Lizitationsprotokoll ad Num. 3582 in Betreff der Regulirung des Spital- berges. Der Mindestanboth des Baumeisters Karl Gutbruner die Regulirungsarbei- ten des Spitalberges um den Betrag von 2595 fl C.M. zu übernehmen wird gemein- deräthl. genehmigt, und ist der Ersteher Herr Karl Gutbruner, hievon, sowie unter Bekanntgebung der genau einzuhaltenden Lizitations-Bedingnisse mittelst Contrakts-Abschrift zu verständi- gen. Gleichzeitig ist dem H. Gutbruner zu bemerken, daß er sich Copien über Vorausmaß-Kostenanschlag und Pläne nach den in der Kanzley des Bürgermei- ster Amtes aufliegenden Originalien

zu nehmen habe. VI. Section Refrt. Herr G. Rath Lechner 3471. Kostenanschlag des Hafnermeisters Kupezino über Herstellung eines neuen Ofens und einer Rauchröhre im Bene- fiziatenhause. Die Adjustirung des Kostenanschlags pr. fl 30 12 xr nebst der Ausgabsbewil- ligung des entfallenden Betrages, ist bei der k.k. Kreisbehörde nachzusuchen. 3394. Äußerung der geistl. Vogtey der Stadtpfarrkirche Steyr über die De- ckung der Kostenüberschreitung bei der Restauration des hies. Marga- rethenthürmchens. Erledigt mit dem Berichte an die wöhll. k.k. Kreisbehörde. 3610. Der Armen-Instituts-Rechnungsführer Amtmann berichtet wegen Aufstellung einer neuen Krankenwärterin an die Stelle der verstorb. Anna Maria Steindl. Der Obmann Spitaler hat sich darüber zu äußern, ob die Anna Hainz auch die Eigenschaften einer Krankenwärterin besitze. Im Falle hat derselbe eine an- dere Wärterin in Vorschlag zu bringen. Diese Äußerung hat derselbe, sowie den Vorschlag unter Gutheißung und Mit- fertigung des Herrn Inspizienten her- ein oder zu Protokoll zu geben. Hievon ist der Herr Inspizient Vögerl und der Obmann Spitaler rathschlägig zu verständigen. 3501. Kreisbehördl. Dekret wegen Ueberbrin- gung der Anna Dunst in die Irrenanstalt. Ist unter Vorlage der Akten an die k.k. Kreisbehörde Bericht zu erstatten.

zu nehmen habe. VI. Section Refrt. Herr G. Rath Lechner 3471. Kostenanschlag des Hafnermeisters Kupezino über Herstellung eines neuen Ofens und einer Rauchröhre im Benefiziatenhause. Die Adjustirung des Kostenanschlags pr. fl 30 12 xr nebst der Ausgabsbewilligung des entfallenden Betrages, ist bei der k.k. Kreisbehörde nachzusuchen. 3394. Äußerung der geistl. Vogtey der Stadtpfarrkirche Steyr über die Deckung der Kostenüberschreitung bei der Restauration des hies. Margarethenthürmchens. Erledigt mit dem Berichte an die wöhll. k.k. Kreisbehörde. 3610. Der Armen-Instituts-Rechnungsführer Amtmann berichtet wegen Aufstellung einer neuen Krankenwärterin an die Stelle der verstorb. Anna Maria Steindl.Der Obmann Spitaler hat sich darüber zu äußern, ob die Anna Hainz auch die Eigenschaften einer Krankenwärterin besitze. Im Falle hat derselbe eine andere Wärterin in Vorschlag zu bringen. Diese Äußerung hat derselbe, sowie den Vorschlag unter Gutheißung und Mitfertigung des Herrn Inspizienten herein oder zu Protokoll zu geben. Hievon ist der Herr Inspizient Vögerl und der Obmann Spitaler rathschlägig zu verständigen. 3501. Kreisbehördl. Dekret wegen Ueberbringung der Anna Dunst in die Irrenanstalt.Ist unter Vorlage der Akten an die k.k. Kreisbehörde Bericht zu erstatten.

3127. Kostenanschlag des Baumeisters Pichler über Herstellung von Jalousien im Schulhause zu Ennsdorf, und Verputzung der ebenerdigen Mauer mit hydraulischen Kalk. Die Trockenlegung der ebenerdigen Mauern durch Herabhauen des Mörtels und neuen Anwurf mit hydraulischen Kalk wird genehmigt. Herr Anton Pichler, Baumeister, ist vorzurufen und ihm darzustellen, daß diese Arbeit ihm als Bauunternehmer noch unentgeldlich obliegen werden, daher er diesen Verputz alsogleich vornehmen, oder seine gegentheilige Äußerung zu Protokoll geben werde. Bezüglich der Anfertigung der Jalousien aber ist dieselbe einer späteren Zeit vorzubehalten, und ist der Kostenanschlag mit der Angabe der Anstreicherkosten wieder vorzulegen. 2737. Bemänglungen und Erläuterungen der Armen-Instituts Rechnungsführung pro 1855. Diese Bemänglungen und hierauf erfolgten Erläuterungen werden zur Wissenschaft genohmen und sind der Rechnungsführung mit folgender Weisung zum Wissen und Benehmen zuzustellen. ad § 4 Ist wegen den für den Herrn Gemeinderath Michael Heindl vorgeschriebenen Strafbetrag pr. fl 20 wegen Eintreibung desselben oder allfälliger Abschreibung einzuschreiten. ad § 6 Für Rückvergütung von Begräbnissen ist in Hinkunft eine neue Rubrik zu eröffnen. ad § 7 In den Armenvertheilungs-Ausweis sind wenigstens für den Stand und

3127. Kostenanschlag des Baumeisters Pichler über Herstellung von Jalousien im Schulhause zu Ennsdorf, und Verputzung der ebenerdigen Mauer mit hydrau- lischen Kalk. Die Trockenlegung der ebenerdigen Mauern durch Herabhauen des Mörtels und neuen Anwurf mit hydraulischen Kalk wird genehmigt. Herr Anton Pichler, Baumeister, ist vor- zurufen und ihm darzustellen, daß diese Arbeit ihm als Bauunternehmer noch un- entgeldlich obliegen werden, daher er die- sen Verputz alsogleich vornehmen, oder seine gegentheilige Äußerung zu Pro- tokoll geben werde. Bezüglich der Anfertigung der Jalousien aber ist dieselbe einer späteren Zeit vorzubehalten, und ist der Kostenanschlag mit der Angabe der Anstreicherkosten wieder vorzulegen. 2737. Bemänglungen und Erläuterungen der Armen-Instituts Rechnungsführung pro 1855. Diese Bemänglungen und hierauf erfolg- ten Erläuterungen werden zur Wissen- schaft genohmen und sind der Rechnungsfüh- rung mit folgender Weisung zum Wissen und Benehmen zuzustellen. ad § 4 Ist wegen den für den Herrn Gemein- derath Michael Heindl vorgeschriebenen Strafbetrag pr. fl 20 wegen Eintreibung desselben oder allfälliger Abschreibung einzuschreiten. ad § 6 Für Rückvergütung von Begräb- nissen ist in Hinkunft eine neue Rubrik zu eröffnen. ad § 7 In den Armenvertheilungs-Aus- weis sind wenigstens für den Stand und

des Alters, Rubriken einzurichten. ad § 8 Ist der Ausspeiser im Auftrage des Gemeinderathes zu verhalten, die Wochenlisten vorschriftsmäßig und genau zu verfassen, widrigenfalls die Anzeige zu machen ist. ad § 10 Wird den Armenvätern und Viertelmeistern mittelst Dekret wieder- holt die Weisung einzuschärfen sein, die Bezirksarmen soviel wie möglich ins Krankenhaus überbringen zu lassen, damit dem Institute nicht so große Medikamentenkosten erwachsen. Dieß soll denselben auch bei der näch- sten Armenkommißion mündlich aus Herz gelegt werden. 3019. Kreisbehördl. Indorsatnote wegen Ueberschreitung der Kosten bei der Reparatur des Thurmes bei der St. Margarethenkapelle. Ist an die k.k. Kreisbehörde der Be- richt zu erstatten und darin darzuthun, wie es nach dem jetzigen Verhältnissen der Stadtpfarrkirchen-Kassakräfte ganz unmöglich ist, die Modalitäten der Bedeckung dieser Kostenüber- schreitung angeben zu können. Demnach erbiethet man sich unter An- schluß der pfarrämtlichen Zuschrift, ein- gereicht am 15. July d.J. Z. 3394 und eines Kirchenrechnungsextraktes die Zustim- mung der k.k. Kreisbehörde, den Ver- ein zur Erhaltung vaterländischer Kunstbaudenkmäler wegen Tragung dieser Kosten in Anspruch nehmen zu dürfen. ad Num. 3175 Relation des Referenten

des Alters, Rubriken einzurichten. ad § 8 Ist der Ausspeiser im Auftrage des Gemeinderathes zu verhalten, die Wochenlisten vorschriftsmäßig und genau zu verfassen, widrigenfalls die Anzeige zu machen ist. ad § 10 Wird den Armenvätern und Viertelmeistern mittelst Dekret wiederholt die Weisung einzuschärfen sein, die Bezirksarmen soviel wie möglich ins Krankenhaus überbringen zu lassen, damit dem Institute nicht so große Medikamentenkosten erwachsen. Dieß soll denselben auch bei der nächsten Armenkommißion mündlich aus Herz gelegt werden. 3019. Kreisbehördl. Indorsatnote wegen Ueberschreitung der Kosten bei der Reparatur des Thurmes bei der St. Margarethenkapelle. Ist an die k.k. Kreisbehörde der Bericht zu erstatten und darin darzuthun, wie es nach dem jetzigen Verhältnissen der Stadtpfarrkirchen-Kassakräfte ganz unmöglich ist, die Modalitäten der Bedeckung dieser Kostenüberschreitung angeben zu können. Demnach erbiethet man sich unter Anschluß der pfarrämtlichen Zuschrift, eingereicht am 15. July d.J. Z. 3394 und eines Kirchenrechnungsextraktes die Zustimmung der k.k. Kreisbehörde, den Verein zur Erhaltung vaterländischer Kunstbaudenkmäler wegen Tragung dieser Kosten in Anspruch nehmen zu dürfen. ad Num. 3175 Relation des Referenten

Nach gemeinderäthlicher Erledigung vom 14. July d.J. habe ich mit Herrn Edelbauer den zur Neuherstellung beantragten Waschfloß beim Bürgerspitale besichtigt und gefunden, daß dieser Floß allerdings auf einer Seite tiefer ins Wasser geht, wenn irgend eine Last auf eben diese Seite kommt. Im ganzen aber ist keine Gefahr vorhanden und ich glaube, daß mit einer kleinen Nachhilfe wieder auf ein par Jahre abgeholfen werden könnte, demnach stelle ich den Antrag daß Herr Edelbauer ersucht werde, die Reparatur dieses Floßes in eigener Regie zu übernehmen, und diese Herstellung in der Art zu erzielen, daß zwey feste Bäume in der erforderlichen Länge dem Floße zur besseren Tragung unterzogen und der Floß an den schadhaften Stellen gebrucknet werde. Einhelliger Beschluß nach diesem Antrage. 3348. Ueber Eröffnung den Lokalitäten für sypilitische Kranke im Sondersiechenhause. Der Beschluß des Gemeinderathes vom 9. Juni d.J. Z. 2325, entsprechende Lokalitäten im Sondersiechenhause zu adaptiren, ist unverweilt in Ausführg zu bringen. Herr Inspizient Vögerl wird demnach ersucht, das Zimmer No. 5 sogleich räumen zu lassen und mit Zuhilfnahme des Baumeisters Gutbruner den Herd in der daran stossenden Küche zur Hälfte abtragen zu lassen um den Ofen dieses Zimmers von Außen heitzen zu können.

Nach gemeinderäthlicher Erledigung vom 14. July d.J. habe ich mit Herrn Edelbauer den zur Neuherstellung beantragten Waschfloß beim Bürger- spitale besichtigt und gefunden, daß dieser Floß allerdings auf einer Seite tiefer ins Wasser geht, wenn irgend eine Last auf eben diese Seite kommt. Im ganzen aber ist keine Gefahr vorhanden und ich glaube, daß mit einer kleinen Nachhilfe wieder auf ein par Jahre abgeholfen werden könnte, demnach stelle ich den Antrag daß Herr Edelbauer ersucht werde, die Reparatur dieses Floßes in eige- ner Regie zu übernehmen, und diese Herstellung in der Art zu erzielen, daß zwey feste Bäume in der er- forderlichen Länge dem Floße zur besseren Tragung unterzogen und der Floß an den schadhaften Stellen gebrucknet werde. Einhelliger Beschluß nach diesem Antrage. 3348. Ueber Eröffnung den Lokalitäten für sypilitische Kranke im Sondersie- chenhause. Der Beschluß des Gemeinderathes vom 9. Juni d.J. Z. 2325, entsprechende Lokalitäten im Sondersiechenhause zu adaptiren, ist unverweilt in Ausführg. zu bringen. Herr Inspizient Vögerl wird demnach ersucht, das Zimmer No. 5 sogleich räu- men zu lassen und mit Zuhilfnahme des Baumeisters Gutbruner den Herd in der daran stossenden Küche zur Hälfte abtragen zu lassen um den Ofen dieses Zimmers von Außen heitzen zu können.

Dieser Ofen selbst aber ist neu und zweck- mäßig herzustellen und ein Bett in diesen Zimmer herzurichten. Die in dem Zimmer No. 6 befindlichen Kran- ken sind sobald als möglich daraus zu entfernen und auch dieses Zimmer frei zu halten. Das Absperrgitter ist nach Andeutung des Herrn Kreisarztes ebenfalls sogleich zu besorgen, und auch das äußere Zimmer zu räumen und herzurichten, so wie es bei der Comißion besprochen wurde. Von dieser Anordnung ist Herr Inspi- zient Vögerl und Baumeister Gutbrunner rathschlägig zu verstän- digen; Herr Dr. Krakowitzer aber ist mit Dekret zu ersuchen, bei dieser Adaptirung gelegentlich nachzusehen, und jene Geräthschaften anzugeben, die zur Aufnahme und Behandlung sol- cher Kranken nothwendig werden. 3388. Dr. Pierer überreicht den letzten Rest des aus der Schindler'schen Concursmaßa kommenden Betrages pr. 1677 fl 40 xr und nach Abzug der Expensen eigent- lich 1653 fl 35 2/4 xr für die bischöfliche Pfrün- denstiftung. Da nunmehr mit diesem Restbetrage das bischöfliche Pfründenstiftungskapital mit den eingegangenen Beträgen von fl 1898 ,44 3/4 xr dann 〃 1252 7 3/4 xr und 〃 1677 40 4 xr schließlich der Werndl'schen Erb. etz. Summe den fl 541 Zusammen in Barem fl 5369 32 2/4 xr und dann der weiters bei Herrn Leopoldseder

Dieser Ofen selbst aber ist neu und zweckmäßig herzustellen und ein Bett in diesen Zimmer herzurichten. Die in dem Zimmer No. 6 befindlichen Kranken sind sobald als möglich daraus zu entfernen und auch dieses Zimmer frei zu halten. Das Absperrgitter ist nach Andeutung des Herrn Kreisarztes ebenfalls sogleich zu besorgen, und auch das äußere Zimmer zu räumen und herzurichten, so wie es bei der Comißion besprochen wurde. Von dieser Anordnung ist Herr Inspizient Vögerl und Baumeister Gutbrunner rathschlägig zu verständigen; Herr Dr. Krakowitzer aber ist mit Dekret zu ersuchen, bei dieser Adaptirung gelegentlich nachzusehen, und jene Geräthschaften anzugeben, die zur Aufnahme und Behandlung solcher Kranken nothwendig werden. 3388. Dr. Pierer überreicht den letzten Rest des aus der Schindler'schen Concursmaßa kommenden Betrages pr. 1677 fl 40 xr und nach Abzug der Expensen eigentlich 1653 fl 35 2/4 xr für die bischöfliche Pfründenstiftung. Da nunmehr mit diesem Restbetrage das bischöfliche Pfründenstiftungskapital mit den eingegangenen Beträgen von fl 1898 ,44 3/4 xr dann 1252 7 3/4 xr und 1677 40 4 xr schließlich der Werndl'schen Erb. etz. Summe den fl 541 Zusammen in Barem fl 5369 32 2/4 xr und dann der weiters bei Herrn Leopoldseder

fundierten Summa pr. fl 4500 nunmehr konsulidirt erscheint, so sind für obigen baren Betrage pr. fl 5369 32 xr 5 % Staatsschuldverschreibungen im ermöglichten Werthe anzukaufen, und zu diesem Ende wird diese Summa aus der Kassa auszufolgen sein. Durch diese eingegangenen Beträge wird es nunmehr auch möglich werden, die erledigten bischöflichen Pfründen wieder ihrer Bestimmung zuzuführen und zu besetzen. Ferner wird beschlossen in Hinkunft, u. z. v. 1. November 1857 angefangen das bischöfliche Pfründenstiftungskapital auszuscheiden und abgesondert vom MildenVersorgungsfonde zu verwalten und eine eigene Rechnung zu führen. Zu diesem Ende sind die nun anzukaufenden Obligationen auf diese Stiftung lautend zu vinculiren und nebst dem Schuldbriefe dieser Stiftung abgesondert in der M. V. Fondskassa zu deponiren. Ueber diesen letzten Beschluß ist die Bewilligung hochortig nachzusuchen. Von diesen Beschlüßen wird die M. V. Fonds Rechnungsführung rathschlägig verständigt und beauftragt zu berichten: a. In welcher genauen Ziffer dieses Stiftungskapital auszuscheiden und in eigene Rechnung zu nehmen sein wird. b. Wie viel im Baren vorhanden ist, und zur Anlegung in Staatspapieren sich eignen. c. Wie viel bischöfliche Pfründen erledigt sind und wann die Besetzung derselben erfolgen kann. Die Expensnote des Herrn Dr. Pierer

fundierten Summa pr. fl 4500 nunmehr konsulidirt erscheint, so sind für obigen baren Betrage pr. fl 5369 32 xr 5 % Staatsschuldverschreibungen im er- möglichten Werthe anzukaufen, und zu diesem Ende wird diese Summa aus der Kassa auszufolgen sein. Durch diese eingegangenen Beträge wird es nunmehr auch möglich werden, die erledigten bischöflichen Pfründen wieder ihrer Bestimmung zuzu- führen und zu besetzen. Ferner wird beschlossen in Hinkunft, u. z. v. 1. November 1857 angefangen das bi- schöfliche Pfründenstiftungskapital aus- zuscheiden und abgesondert vom Milden- Versorgungsfonde zu verwalten und eine eigene Rechnung zu führen. Zu diesem Ende sind die nun anzukau- fenden Obligationen auf diese Stiftung lautend zu vinculiren und nebst dem Schuldbriefe dieser Stiftung abgesondert in der M. V. Fondskassa zu deponiren. Ueber diesen letzten Beschluß ist die Bewilligung hochortig nachzusuchen. Von diesen Beschlüßen wird die M. V. Fonds Rechnungsführung rathschlägig ver- ständigt und beauftragt zu berichten: a. In welcher genauen Ziffer dieses Stif- tungskapital auszuscheiden und in eigene Rechnung zu nehmen sein wird. b. Wie viel im Baren vorhanden ist, und zur Anlegung in Staatspapieren sich eignen. c. Wie viel bischöfliche Pfründen erledigt sind und wann die Besetzung derselben erfolgen kann. Die Expensnote des Herrn Dr. Pierer

mit fl 24 4 1/4 xr ist als nicht für sich be- stehend, sondern als Theil der frühern Expensnote der wohll. k.k. Kreisbehörde mit der Bitte um Prüfung und hochortg. Genehmigung mittelst Bericht zu un- terbreiten. 6231. Rückantwort der Blinden-Instituts- Direktion zu Linz. Hinsichtlich der Auf- nahme des blinden Kindes Martin Solpointner. Die Direktion des Blinden Instituts zu Linz, ist nach vorjähriger gemein- deräthl. Erledigung vom 16. Dezbr. neuerlich zu ersuchen, den blinden Knaben Martin Solpointner gegen den jährl. Sustentationsbeitrag von fl 48 C.M. in die Anstalt aufzunehmen. 3565. Note des k.k. städt. deleg. Bezirksge- richtes Steyr wegen Uebernahme des freieigenthümlichen und vinculir- ten Vermögens des hieher zuständigen Kuranden Karl Reiche gegen dem, daß derselbe von dem Armen-Insti- tute die Verpflegung erhalte. Hierüber wird dem k.k. städt. deleg. Be- zirksgerichte Steyr mit Note erwiedert, daß, nachdem der Kurand Karl Reiche, über kurz oder lang dem Armen-In- stitute zur Last fallen wird, die Stadt- gemeinde Steyr die Verpflegung die- ses Menschen auf sich nehmen wird, wenn sowohl der vinculirte Theilbetrag von fl 223 8 3/4 xr, sowie das freieigenthüm- liche Vermögen pr fl 118 6 xr zusammen pr. fl 341 14 3/5 xr C.M. dem Armen Institute Steyr urkundlich abgetreten und als Eigenthum dieses Institutes er- klärt wird.

mit fl 24 4 1/4 xr ist als nicht für sich bestehend, sondern als Theil der frühern Expensnote der wohll. k.k. Kreisbehörde mit der Bitte um Prüfung und hochortg. Genehmigung mittelst Bericht zu unterbreiten. 6231. Rückantwort der Blinden-InstitutsDirektion zu Linz. Hinsichtlich der Aufnahme des blinden Kindes Martin Solpointner. Die Direktion des Blinden Instituts zu Linz, ist nach vorjähriger gemeinderäthl. Erledigung vom 16. Dezbr. neuerlich zu ersuchen, den blinden Knaben Martin Solpointner gegen den jährl. Sustentationsbeitrag von fl 48 C.M. in die Anstalt aufzunehmen. 3565. Note des k.k. städt. deleg. Bezirksgerichtes Steyr wegen Uebernahme des freieigenthümlichen und vinculirten Vermögens des hieher zuständigen Kuranden Karl Reiche gegen dem, daß derselbe von dem Armen-Institute die Verpflegung erhalte. Hierüber wird dem k.k. städt. deleg. Bezirksgerichte Steyr mit Note erwiedert, daß, nachdem der Kurand Karl Reiche, über kurz oder lang dem Armen-Institute zur Last fallen wird, die Stadtgemeinde Steyr die Verpflegung dieses Menschen auf sich nehmen wird, wenn sowohl der vinculirte Theilbetrag von fl 223 8 3/4 xr, sowie das freieigenthümliche Vermögen pr fl 118 6 xr zusammen pr. fl 341 14 3/5 xr C.M. dem Armen Institute Steyr urkundlich abgetreten und als Eigenthum dieses Institutes erklärt wird.

3622. Note der Stadtgemeinde Vorstehung Wels als weltliche Kirchenvogtey hinsichtlich der pfandweisen Kapitalsaufnahme bei der hiesigen Sparkassa. Ist hierüber das Rückschreiben an die Kirchenvogtey Wels ohne Säumniß zu erlassen. 3498. Kreisbehördl. Intim. des hohen Statthalterey Erlaßes wegen Beseitigung des in Lehrzimmer der EnnsdorferSchule stehenden Bettes. Ist an Herrn Schullehrer Benedikt mittelst Dekret die Aufforderung zu erlassen, das vom H. Schulrathe Stifter unliebsam bemerkte Bett im Lehrzimmer, allsogleich zu beseitigen. 3502. Anna Göschl im Markte Riedau No. 59 überreicht den Betrag von fl 9 29 xr C.M. als eine dem verstorb. Stadtkassier Ludwig Göschl treffende Ersatzpost. Da der eingezalte Betrag pr. fl 9 29 xr bereits in Empfang genommen und verbucht worden ist, so wird die Armen Instituts-Rechnungsführung beauftragt diesen Ersatzposten in der Vorschreibg. zu löschen, der Frau Anna Göschl ab den Empfang des eingesendeten Betrages zu bestättigen. 3087. Kostenanschlag des Maler Joh. Gruber über die Anstreichung des Daches im Krankenhaus zu St. Anna. Nachdem das Anstreichen des ganzen Daches beim St. Anna Spitale nothwendig erscheint, so ist Herr Gruber mit dieser Arbeit zu betrauen und auch in das Akkordprotokoll aufzunehmen. Demselben ist aufgetragen diese Arbeit sogleich in Vollzug zu setzen, und

3622. Note der Stadtgemeinde Vorstehung Wels als weltliche Kirchenvogtey hinsichtlich der pfandweisen Kapitalsauf- nahme bei der hiesigen Sparkassa. Ist hierüber das Rückschreiben an die Kirchenvogtey Wels ohne Säum- niß zu erlassen. 3498. Kreisbehördl. Intim. des hohen Statt- halterey Erlaßes wegen Beseitigung des in Lehrzimmer der Ennsdorfer- Schule stehenden Bettes. Ist an Herrn Schullehrer Benedikt mittelst Dekret die Aufforderung zu erlassen, das vom H. Schulrathe Stif- ter unliebsam bemerkte Bett im Lehrzimmer, allsogleich zu beseitigen. 3502. Anna Göschl im Markte Riedau No. 59 überreicht den Betrag von fl 9 29 xr C.M. als eine dem verstorb. Stadtkassier Ludwig Göschl treffende Ersatzpost. Da der eingezalte Betrag pr. fl 9 29 xr bereits in Empfang genommen und ver- bucht worden ist, so wird die Armen Instituts-Rechnungsführung beauftragt diesen Ersatzposten in der Vorschreibg. zu löschen, der Frau Anna Göschl ab den Empfang des eingesendeten Betra- ges zu bestättigen. 3087. Kostenanschlag des Maler Joh. Gruber über die Anstreichung des Daches im Krankenhaus zu St. Anna. Nachdem das Anstreichen des ganzen Daches beim St. Anna Spitale nothwen- dig erscheint, so ist Herr Gruber mit dieser Arbeit zu betrauen und auch in das Akkordprotokoll aufzunehmen. Demselben ist aufgetragen diese Ar- beit sogleich in Vollzug zu setzen, und

derselbe rathschlägig zu verständigen ist. Das Akkordprotokoll nebst den Kosten- anschlag ist wieder vorzulegen. 3385. Note der geistl. Vogtey der Stadt- pfarrkirche Steyr, wegen Heimzalung des bei der Stadtpfarrkirche zu Wels anliegenden Kapitals pr. fl 900 aus Ursache des dringenden Selbst- bedarfes. Ist im Wege der wohl. k.k. Kreisbe- hörde an die h. k.k. Statthalterey die Bitte zu richten zu veranlassen, daß die- ses Kapital in Kürze zurückgezalt werde, und der Vogtey der Stadtpfarr- kirche Wels die Weisung hiezu mit dem zugehe, daß ihr erlaubt sey die benö- thigte Summa von Werthpapieren bei der hiesigen Sparkassa zu verpfänden um den schuldigen Betrag heimzalen zu können. Unter Einem ist zu bitten, daß diese Summa zu den Ausgaben der Kirche verwendet werden darf. 3505. Dr. Josef Mayr k.k. Finanz Prokuraturs Adjunkt überreicht eine 3 1/2 % Staats- Schuldverschreibung pr. fl 50 zur Stiftung einer Seelenmesse für Gustav Mayr. Ist der Stiftbrief zu entwerfen und die Genehmigung desselben bei der h. k.k. Statthalterey einzuholen. Unter Einem ist die Umschreibung der anliegenden Staatsschuldverschreibung pr. fl 50 auf die Exdominikanerkirche zu Steyr in Wege der k.k. Kreisbehör- de nachzusuchen. Nachtrag zum Vortrag des Herrn G. Rath Amort. 3582. Relation der Gemeinderäthe Wittigschlager

derselbe rathschlägig zu verständigen ist. Das Akkordprotokoll nebst den Kostenanschlag ist wieder vorzulegen. 3385. Note der geistl. Vogtey der Stadtpfarrkirche Steyr, wegen Heimzalung des bei der Stadtpfarrkirche zu Wels anliegenden Kapitals pr. fl 900 aus Ursache des dringenden Selbstbedarfes. Ist im Wege der wohl. k.k. Kreisbehörde an die h. k.k. Statthalterey die Bitte zu richten zu veranlassen, daß dieses Kapital in Kürze zurückgezalt werde, und der Vogtey der Stadtpfarrkirche Wels die Weisung hiezu mit dem zugehe, daß ihr erlaubt sey die benöthigte Summa von Werthpapieren bei der hiesigen Sparkassa zu verpfänden um den schuldigen Betrag heimzalen zu können. Unter Einem ist zu bitten, daß diese Summa zu den Ausgaben der Kirche verwendet werden darf. 3505. Dr. Josef Mayr k.k. Finanz Prokuraturs Adjunkt überreicht eine 3 1/2 % StaatsSchuldverschreibung pr. fl 50 zur Stiftung einer Seelenmesse für Gustav Mayr. Ist der Stiftbrief zu entwerfen und die Genehmigung desselben bei der h. k.k. Statthalterey einzuholen. Unter Einem ist die Umschreibung der anliegenden Staatsschuldverschreibung pr. fl 50 auf die Exdominikanerkirche zu Steyr in Wege der k.k. Kreisbehörde nachzusuchen. Nachtrag zum Vortrag des Herrn G. Rath Amort. 3582. Relation der Gemeinderäthe Wittigschlager

und Amort in Betreff der weiters nothwendigen Holzeinkäufe und Verhandlungen hinsichtlich des Steyrbrückenbaues und Spitalberg Regulirung. Vortrag Mittelst Dekret der wohllöbl. k.k. Kreisbehörde vom 26. Mai d.J. Z. 3222 wurde der h. Statth. Erlaß vom 22. Mai d.J. Z. 8062 anher intimirt, laut welchem hochselbe die Rekonstruktion und Erhöhung der Steyrbrücke nach den vorgelegten Bauplane vom 13. July 1856 bewilligt, die rechtzeitige Angriffsname und schleunige Ausführung aufgetragen hat. In der Sitzung vom 12. Juni d.J. hat der Gemeinderath den einhelligen Beschluß gefaßt, daß diese Brückenherstellung im Regiewege und zwar unter der Leitung der hiesigen Bauverständigen Zimmermeister Stohl und Maurermeister Gutbrunner ausgeführt werde, weßhalb mit selben am 13. Juni d.J. die Verhandlungen gepflogen wurden, in welcher Beziehung sie sich laut Protokoll vom 13. Juni d.J. Z. 2879 zur Unbernahme der Bauleitung der sie treffenden Arbeiten und Beistellung der erforderlichen Arbeitskräfte verpflichteten. In Folge dessen wurde bezüglich des erforderlichen Stein und Holzmateriale die Nachsicht gepflogen, und es hat sich herausgestellt, daß ersteres ganz, letzteres größtentheils vorhanden sey; allein nach einer späteren Zeit vom Zimmermeister Stohl erstatteten mündlichen Anzeige und demgemäß mit ihm

und Amort in Betreff der weiters nothwendigen Holzeinkäufe und Verhand- lungen hinsichtlich des Steyrbrückenbaues und Spitalberg Regulirung. Vortrag Mittelst Dekret der wohllöbl. k.k. Kreis- behörde vom 26. Mai d.J. Z. 3222 wurde der h. Statth. Erlaß vom 22. Mai d.J. Z. 8062 anher intimirt, laut welchem hochselbe die Rekonstruktion und Erhöhung der Steyrbrücke nach den vorgelegten Bauplane vom 13. July 1856 bewilligt, die rechtzeitige Angriffsname und schleunige Ausführung aufgetragen hat. In der Sitzung vom 12. Juni d.J. hat der Gemeinderath den einhelligen Be- schluß gefaßt, daß diese Brückenher- stellung im Regiewege und zwar un- ter der Leitung der hiesigen Bauver- ständigen Zimmermeister Stohl und Maurermeister Gutbrunner aus- geführt werde, weßhalb mit selben am 13. Juni d.J. die Verhandlungen gepflogen wurden, in welcher Bezie- hung sie sich laut Protokoll vom 13. Juni d.J. Z. 2879 zur Unbernahme der Bauleitung der sie treffenden Arbeiten und Beistellung der er- forderlichen Arbeitskräfte verpflich- teten. In Folge dessen wurde bezüglich des erforderlichen Stein und Holzmateri- ale die Nachsicht gepflogen, und es hat sich herausgestellt, daß ersteres ganz, letzteres größtentheils vorhanden sey; allein nach einer späteren Zeit vom Zimmermeister Stohl erstatteten münd- lichen Anzeige und demgemäß mit ihm

gepflogenen abermaligen Revision des Vorausmaßes über das nöthige Holzmateriale gelangte man zur Kennt- niß, daß insbesonders von den grö- ßeren Baustämmen mehreres nach- geschafft werden muß, und ich bin in der angenehmen Lage zu berichten, daß wir für diesen Bedarf gedeckt sind, indem Johann Pfaffenwimmer in der Sindhub sämtliche Holzgattungen zu liefern versprochen. Das Bedürfniß ist: 1 Stck. eich. Sturz 6° 1' lang 17″ dick kostet fl 50 13 Lerchenstämme a 4º 5' lang 11/12″ dick a 28 fl 〃 364 6 〃 a 5° 5' 6″ lang 12″ dick a 32 fl 〃 192 4 〃 3° 4' 〃 12″ 〃 a 20 fl 〃= 80 12 〃 a 3° 1' 〃 12″ 〃 a 17 fl 〃 = 204 4 〃 a 3º 4' 〃 12″ 〃 a 20 fl 〃 = 80 17 weiche Stäme a 10° 4' lang 15″ breit a 35 fl 〃 = 595 8 〃 a 13° 3' 〃 15″ 〃 a 45 fl = 〃 360 7 〃 a 13° 3' 〃 13″ 〃 a 35 fl = 〃 245 6 Lerchenstäme a 2° 1' 〃 18″ a 15 fl = 〃 90 NB. liefert die Kohlkommunität um 10 fl pr. Stück. Gesammtkostenbetrage von fl 2260. Vorbenannter Johann Pfaffenwimmer hat bereits die Zusicherung gegeben, diese Holzgattungen im Laufe des Monates August d.J. zuverlässig zu liefern, und wird mit ihm dießfalls am künftigen Donnerstag den 30. July d.J. das Anord- protokoll aufgenommen. Weiters sind noch erforderlich: 100 Stck. weiche Pfosten 15' lg. 12″ br. 3″ dick 50 〃 〃 Streu 2 1/2″ dick 300 〃 Gemeinladen 150 〃 Bruckstaffel, und kleines Gerüstholz Weiters ist auch in Betreff einer großen Zille zum Gerüsten und einer kleiner Waidzille Vorsorge

gepflogenen abermaligen Revision des Vorausmaßes über das nöthige Holzmateriale gelangte man zur Kenntniß, daß insbesonders von den größeren Baustämmen mehreres nachgeschafft werden muß, und ich bin in der angenehmen Lage zu berichten, daß wir für diesen Bedarf gedeckt sind, indem Johann Pfaffenwimmer in der Sindhub sämtliche Holzgattungen zu liefern versprochen. Das Bedürfniß ist: 1 Stck. eich. Sturz 6° 1' lang 17″ dick kostet fl 50 13 Lerchenstämme a 4º 5' lang 11/12″ dick a 28 fl 364 6 a 5° 5' 6″ lang 12″ dick a 32 fl 192 4 3° 4' 12″ a 20 fl = 80 12 a 3° 1' 12″ a 17 fl = 204 4 a 3º 4' 12″ a 20 fl = 80 17 weiche Stäme a 10° 4' lang 15″ breit a 35 fl = 595 8 a 13° 3' 15″ a 45 fl = 360 7 a 13° 3' 13″ a 35 fl = 245 6 Lerchenstäme a 2° 1' 18″ a 15 fl = 90 NB. liefert die Kohlkommunität um 10 fl pr. Stück. Gesammtkostenbetrage von fl 2260. Vorbenannter Johann Pfaffenwimmer hat bereits die Zusicherung gegeben, diese Holzgattungen im Laufe des Monates August d.J. zuverlässig zu liefern, und wird mit ihm dießfalls am künftigen Donnerstag den 30. July d.J. das Anordprotokoll aufgenommen. Weiters sind noch erforderlich: 100 Stck. weiche Pfosten 15' lg. 12″ br. 3″ dick 50 Streu 2 1/2″ dick 300 Gemeinladen 150 Bruckstaffel, und kleines Gerüstholz Weiters ist auch in Betreff einer großen Zille zum Gerüsten und einer kleiner Waidzille Vorsorge

zu treffen. In engster Verbindung mit dem Steyrbrückenbau steht die Regulirung des Spitalberges nach den vorliegenden Vorausmaß und Kostenanschlag vom 12. Dezember 1853. Zur möglichst raschen Durchführung dieser Bauten, und Beseitigung jedweder Hemmniße, welche dieselben verzögern könnten, stelle ich nachstehende Anträge ad I die Steyrbrücke betreffend: 1. Wegen Lieferung der vorgezeichneten Baustämme im Kostenbetrage von 2780 fl C.M. ist mit Johann Pfaffenwimmer ungesäumt das Akkordprotokoll aufzunehmen und für die pünktliche Einhaltung der Lieferzeit längstens im Monate August verantwortlich zu machen. Pr. Majora genehmigt. 2. Bezüglich der Lieferung von 100 Stück weiche Pfosten 150 Streu 800 Gemeinladen ist An die Sägemüller und Kohlkomunität der Bedarf zu vertheilen. im Laufe d.Mts. eine Lizitation abzuhalten, wozu die hiesigen Sägemüller und der Vorstand der Kohlkommunität einzuladen sind. 3. Gleichzeitig am vorbenannten Tage ist die Lizitation mit den hiesigen Hammer- und Hufschmieden wegen Lieferung der zum Brückenbau erforderlichen Schrauben, Klampfen, Steggenschuh und Spangennägl abzuhalten. Theilweise zu befragen und zu behandeln, und dem billigsten Anboth zu schlagen Das gewonnene alte Eisenmateriale von der Steyrbrücke ist allsogleich in Empfang und Verwahrung

zu treffen. In engster Verbindung mit dem Steyr- brückenbau steht die Regulirung des Spitalberges nach den vorliegen- den Vorausmaß und Kostenan- schlag vom 12. Dezember 1853. Zur möglichst raschen Durchführung dieser Bauten, und Beseitigung jed- weder Hemmniße, welche dieselben ver- zögern könnten, stelle ich nachstehende Anträge ad I die Steyrbrücke betreffend: 1. Wegen Lieferung der vorgezeichne- ten Baustämme im Kostenbetrage von 2780 fl C.M. ist mit Johann Pfaffenwimmer ungesäumt das Akkordprotokoll aufzunehmen und für die pünktliche Einhaltung der Lieferzeit längstens im Monate August verantwortlich zu machen. Pr. Majora genehmigt. 2. Bezüglich der Lieferung von 100 Stück weiche Pfosten 150 〃 〃 Streu 800 〃 〃 Gemeinladen ist An die Sägemüller und Kohlkomu- nität der Bedarf zu vertheilen. im Laufe d.Mts. eine Lizitation ab- zuhalten, wozu die hiesigen Sägemüller und der Vorstand der Kohlkommunität einzuladen sind. 3. Gleichzeitig am vorbenannten Ta- ge ist die Lizitation mit den hiesigen Hammer- und Hufschmieden wegen Lieferung der zum Brückenbau erforderlichen Schrauben, Klampfen, Steggenschuh und Spangennägl abzuhalten. Theilweise zu befragen und zu behan- deln, und dem billigsten Anboth zu schlagen Das gewonnene alte Eisenmateri- ale von der Steyrbrücke ist allso- gleich in Empfang und Verwahrung

zu nehmen, und seiner Zeit, was nicht verwendet werden kann, zu ver- äußern. 4. Nachdem erfahrungsgemäß die 18 schühigen Bruckstaffel bei den hiesi- gen Sägemüllern, welche durchgehends nur 15' langes Holz besitzen, nicht zu einem entsprechenden Preis zu be- kommen sind, so wird Herr Bauver- walter Wittigschlager oder Haratz- müller ermächtigt, die erforderlichen Flöße anzukaufen und hieraus nach bis- heriger Gepflogenheit die Bruckstaf- fel vorrichten zu lassen, sowie auch wegen Ankauf des nöthigen Gerüstholzes bedacht zu sein. Genehmigt. 5. Wegen der nothwendigen Gerüst- und Waidzille ist sogleich mit den hiesigen Schiffmeistern Mayr und Reder die Unterhandlung zu pflegen. Sind die Betreffenden einzuladen und zu unterhandeln. 6. Ist sogleich bei der sogenannten Plautzenhof- und Dorningerbrücke Nachsicht zu pflegen, welche Herstellun- gen und Verbesserungen daselbst noth- wendig erachtet werden, und sind selbe ebenfalls gleich in Angriff zu nehmen. Genehmigt. ad II. Die Spitalberg-Regulirung betreffend: 1. Ist auf Grundlage vorliegenden Vorausmaßes samt Kostenanschlags über die Regulirung des Spitalberges im Laufe dieser Woche, und zwar am 31. d.Mts. die Lizitation abzuhalten, und als Ausrufspreis du Summe pr. fl 3120 31 xr abzüglich der hierunter begriffenen Regiearbeiten pr. fl 500 mit fl 2620 31 xr C.M. anzunehmen. Genehmigt

zu nehmen, und seiner Zeit, was nicht verwendet werden kann, zu veräußern. 4. Nachdem erfahrungsgemäß die 18 schühigen Bruckstaffel bei den hiesigen Sägemüllern, welche durchgehends nur 15' langes Holz besitzen, nicht zu einem entsprechenden Preis zu bekommen sind, so wird Herr Bauverwalter Wittigschlager oder Haratzmüller ermächtigt, die erforderlichen Flöße anzukaufen und hieraus nach bisheriger Gepflogenheit die Bruckstaffel vorrichten zu lassen, sowie auch wegen Ankauf des nöthigen Gerüstholzes bedacht zu sein. Genehmigt. 5. Wegen der nothwendigen Gerüst- und Waidzille ist sogleich mit den hiesigen Schiffmeistern Mayr und Reder die Unterhandlung zu pflegen. Sind die Betreffenden einzuladen und zu unterhandeln. 6. Ist sogleich bei der sogenannten Plautzenhof- und Dorningerbrücke Nachsicht zu pflegen, welche Herstellungen und Verbesserungen daselbst nothwendig erachtet werden, und sind selbe ebenfalls gleich in Angriff zu nehmen. Genehmigt. ad II. Die Spitalberg-Regulirung betreffend: 1. Ist auf Grundlage vorliegenden Vorausmaßes samt Kostenanschlags über die Regulirung des Spitalberges im Laufe dieser Woche, und zwar am 31. d.Mts. die Lizitation abzuhalten, und als Ausrufspreis du Summe pr. fl 3120 31 xr abzüglich der hierunter begriffenen Regiearbeiten pr. fl 500 mit fl 2620 31 xr C.M. anzunehmen. Genehmigt

In dieser Beziehung habe ich noch zu erwähnen, daß in dem Kostenanschlage allerdings einige Arbeiten aufgeführt erscheinen, die entweder schon ganz, oder zum Theil ausgeführt sind, als: Pflasteraufreißung, Abgrabung etz. nachdem aber über diese Herstellungen von Seite des k.k. Kreisbauamtes ein eigenes Ausführungsoperat verfaßt wird, so ist nach eingezogener Erkundigung dießfalls von der Kostensumme nichts auszuscheiden, sondern es wird bei der Kollaudirung hierauf der geeignete Bedacht genommen werden. Von diesen Beschlüßen ist an die wohllöbl. k.k. Kreisbehörde unter Anschluß eines Rathsprotokolls-Extraktes Bericht zu erstatten. Genehmigt. Nachtrag zum Vortrag des Herrn Bürgermeisters 3642. Schreiben des Herrn Pötzelberger Comite Mitglied des österreichischen Kunstvereins in Wien pcto. Ueberlassung des Votiv-Altars zur Ausstellung in Wien. Löblicher Gemeinderath der Stadt Steyr! Als Comite Mitglied und Bevollmächtigter des „Oesterreichischen Kunstvereins“ in Wien, habe ich die Ehre, folgenden Antrag Ihrer gefälligen Kenntnißnahme und Berathung zu unterbreiten. Der Österreichische Kunstverein, beseelt von dem eifrigsten Streben, den Sinn für die schöne Kunst in unserem Vaterlande auf alle Weise zu fördern, zu pflegen und zu verbreiten, auf alle bedeutenden Erscheinungen in diesem Gebiete aufmerksam zu machen und

In dieser Beziehung habe ich noch zu erwähnen, daß in dem Kostenanschlage allerdings einige Arbeiten aufgeführt erscheinen, die entweder schon ganz, oder zum Theil ausgeführt sind, als: Pflaster- aufreißung, Abgrabung etz. nachdem aber über diese Herstellungen von Seite des k.k. Kreisbauamtes ein eigenes Ausführungsoperat verfaßt wird, so ist nach eingezogener Erkundigung dieß- falls von der Kostensumme nichts aus- zuscheiden, sondern es wird bei der Kol- laudirung hierauf der geeignete Be- dacht genommen werden. Von diesen Beschlüßen ist an die wohl- löbl. k.k. Kreisbehörde unter Anschluß eines Rathsprotokolls-Extraktes Be- richt zu erstatten. Genehmigt. Nachtrag zum Vortrag des Herrn Bürgermeisters 3642. Schreiben des Herrn Pötzelberger Comite Mitglied des österreichischen Kunstvereins in Wien pcto. Ueberlassung des Votiv-Altars zur Ausstellung in Wien. Löblicher Gemeinderath der Stadt Steyr! Als Comite Mitglied und Bevollmächtig- ter des „Oesterreichischen Kunstvereins“ in Wien, habe ich die Ehre, folgenden An- trag Ihrer gefälligen Kenntnißnahme und Berathung zu unterbreiten. Der Österreichische Kunstverein, be- seelt von dem eifrigsten Streben, den Sinn für die schöne Kunst in unserem Vaterlande auf alle Weise zu fördern, zu pflegen und zu verbreiten, auf alle bedeutenden Erscheinungen in diesem Gebiete aufmerksam zu machen und

ihnen die gebührende Anerkennung zu verschaffen, hält es im Hinblick auf seine gestellte Aufgabe für wünschens- werth, daß der herrliche Votiv-Altar, der in wenigen Tagen in München aus- gestellt wird, auch in der Residenz seiner k. Majestät, deren Rettung das erha- bene Kunstwerk geweiht ist, an einem würdigen Orte dem kunstsinnigen Publikum zur Schau ausgestellt werde. Der Öster. Kunstverein hofft, der löbl. Gemeinderath von Stadt Steyr wurde zu diesem Unternehmen um so wil- liger die Hand bieten, als dadurch sowohl der Kaiser selbst, der unsere Ausstellungen regelmäßig besucht, als auch die einflußreichsten Personen Wiens, Gelegenheit haben werden, dieses ehrende Zeugniß treuen und frommen Bürgersinnes zu bewun- dern und als dadurch vielleicht auch Sympathien und Mittel gefunden wer- den, wodurch die Restaurationen weiter geführt werden könnten. Für die Fracht von Linz bis Wien, so wie von da zurück nach Steyr würden wir vollkommen schadlos halten, so wie wir auch für die schadlose Rückstel- lung garantiren. Es mag ferner zur Beruhigung dienen, daß be- kannte Fachmänner, wie die Herrn Architekten Hansen et Kirschner, die Bildhauer Schönthaller et Pitz es übernommen haben, die Aufstel- lung und Einballirung zu besorgen. Ueber alle die Punkte bin ich bevoll- mächtigt, ohne weiters mit dem löbl. Gemeinderathe einen Vertrag

ihnen die gebührende Anerkennung zu verschaffen, hält es im Hinblick auf seine gestellte Aufgabe für wünschenswerth, daß der herrliche Votiv-Altar, der in wenigen Tagen in München ausgestellt wird, auch in der Residenz seiner k. Majestät, deren Rettung das erhabene Kunstwerk geweiht ist, an einem würdigen Orte dem kunstsinnigen Publikum zur Schau ausgestellt werde. Der Öster. Kunstverein hofft, der löbl. Gemeinderath von Stadt Steyr wurde zu diesem Unternehmen um so williger die Hand bieten, als dadurch sowohl der Kaiser selbst, der unsere Ausstellungen regelmäßig besucht, als auch die einflußreichsten Personen Wiens, Gelegenheit haben werden, dieses ehrende Zeugniß treuen und frommen Bürgersinnes zu bewundern und als dadurch vielleicht auch Sympathien und Mittel gefunden werden, wodurch die Restaurationen weiter geführt werden könnten. Für die Fracht von Linz bis Wien, so wie von da zurück nach Steyr würden wir vollkommen schadlos halten, so wie wir auch für die schadlose Rückstellung garantiren. Es mag ferner zur Beruhigung dienen, daß bekannte Fachmänner, wie die Herrn Architekten Hansen et Kirschner, die Bildhauer Schönthaller et Pitz es übernommen haben, die Aufstellung und Einballirung zu besorgen. Ueber alle die Punkte bin ich bevollmächtigt, ohne weiters mit dem löbl. Gemeinderathe einen Vertrag

abzuschließen, der auf etwaiges Verlangen umgehend von dem leitenden Comite offiziell bestätigt werden wird. Die Zeit der Ausstellung wird wohl davon abhängen, wann der Altar in Linz ankömmt; doch können wir nicht umhin zu bemerken, daß es uns im Monat September am angenehmsten wäre. Haben ein löbl. Gemeinderath der Stadt Steyr hiernach die Gewogenheit, uns im Falle der Zustimmung einen Contracts-Entwurf vorzulegen oder im Falle unbedingter Ablehnung mich einfach brieflich hievon zu verständigen. Mit vollkommenster Hochachtung zeichnet Ergebenster Silv. Pötzelberger. Comite Mitglied des Öster. Kunstvereins Wien. Vortrag Nach Ablesung des Schreibens dto. 26. July d.J. Z. 3642 und mündlicher Bevorwortung des darin angedeuteten Begehrens stelle ich folgenden Antrag Diesen Begehren sei in jeder Beziehung Folge zu geben; um aber über die weiteren Verhandlungen Rücksprache zu pflegen, sei der Herr Pötzelberger bei seiner Rückkunft von Gmunden die am 1. August d.J. erfolgen dürfte, zur Comite Besprechung einzuladen, wobei denselben bekannt zu geben ist, dem oester. Kunstverein in Wien wolle es gefällig sein, den Votiv Altar in München selbst in Empfang zu nehmen, Fracht, Assecuranz, und sonstige Spesen hiefür

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