Ratsprotokolle 1850, Juli - Dezember

daß nach der bezirkshptmannschaftl. Eröffnung dto. 3. July 1850 Z. 4943 der letzte Fleischsatz in solange Geltung habe, bis über dessen Erneuerung oder Änderung eine anderweitige Bestimmung veröffentlicht wird. b. Der Gemeinderath läßt sämmtl. Fleischer der Stadt u. des Oehlberges vor ein Comite zum mindestens aus dem Hrn. Referenten u. den Hrn. Ausschüßen der I. Section bestehend auf Donnerstag den 11. July Nachmittags 2 Uhr vorladen, u. erklärt ihnen, daß der Gemeinderath im vollen Einverständniße mit dem H. Bezirkshptm. beschlossen hat, daß die letzte Fleischsatzbestimmung in so lange Geltung habe, als in Folge neuerlicher Erhebungen eine Änderung öffentlich kundgemacht wird. Daher dieselbe bey Vermeidung der gesetzlichen Strafen genau eingehalten werden muß. c. Die Inbetrachtname u. Prüfung aller jener Maßregeln die Concurrenz möglichst zu befördern, und dem Übelstande der hohen Preise des Fleisches mit allen zu Gebothe stehenden Mittel abzuhelfen. d. Da es endlich eine ausgemachte Sache ist, daß hier unmöglich die richtigen Viehpreise erhoben werden können, weil die hiesigen Fleischer hier ihr Schlachtvieh nicht kaufen, so waren diejenigen benachbarten Gemeinden als Gleink, Losensteinleiten, Sierning, Ternberg, Aschach, Garsten, Unterwald, St. Peter, Seitenstetten, Weistrach, Wolfsbach, Haidershofen und Haag, wo dieß der Fall ist, um die gewissenhafte Erhebung zu ersuchen, und ihnen hierzu vorgerichtete Certificate, die blos in den Rubricken ausgefüllt zu werden brauchen, mitzutheilen.

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