Ratsprotokolle 1850, Jänner - Juni

nahme des angebothenen Aequivalentes bey einem h. Justiz Ministerium in Vortrag, mit welchen sämmtl. anwesenden Hrn. Gemeinderäthe einverstanden sind. Hochlöbl. kk. LandesgerichtsPraesidium! Die Repräsentanz der Stadtgemeinde Steyr hat in treuer Bewährung des regen patriotischen Sinnes der hiesigen Bewohner zur Schonung des Staatsschatzes u. zur Forderung der hochwichtigen Reformen des Gerichtswesens sich verbindlich gemacht, nicht nur die Adaptirung des hiesigen Exjesuitengebäudes zum kk. Landesu. Bezirksgericht, sondern auch den Bau den Arreste samt nöthigen Nebenlokalitäten auf Kosten der Kommune zu bewerkstelligen. Trotz aller Hinderniße welche eine beispielloß schlechte Jahreszeit dem Werke entgegenthürmte, naht Ersterer in Kürze seiner Vollendung und mit besonderen Vergnügen empfing der G.R. den Ausdruck der Zufriedenheit, womit E.W. durch die sehr geschätzte Zuschrift v. 18. dß. Z. 51. Pr. seinen Bemühungen Anerkennung zu Theil werden ließen. Nach der nunmehr in Bälde zu erwartenden Möglichkeit der Übergabe dieses Gebäudes an die hohe Staatsverwaltung, läge der Gemeinde laut §. 3 des von h. kk. ministerl. Coõn aufgenommenen Protokolles dto. 27. Aug 849 der Angrif des Baues von 30 den Anforderungen der Humanität entsprechenden Arreste sammt Nebenlokalitäten, Wohnung des Kerkermeisters u. für das Aufsichtspersonale mit Benützung der Lokalitäten No. 40, 50, 51 des Exjesuitengebäudes mittelst eines im Innern des Hofraumes im Vierecke aufzuführenden Neubaues — ob. Bey genauer Prüfung

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