Ökonomische Ratsprotokolle 1845

Pächter mehr Sorgfalt ihrem Interesse als dem Materiale zuzuwenden pflegen, u. der Händel u. Konflikte gar viele entstehen. Wie ich nun das Offert auffasse, so will sich der Hr. Cooperator Aigner bei diesem Bau als Wohlthäter mit betheiligen u. darum die Gefahr der voraussichtl. gewißen Einbuße auf sich nehmen, die Ausführung desselben aber auf seine Gefahr u. Kosten einem hiesigen Mittelsrathe überlassen, damit sie gut u. zweckmässig geschehe. Die Folgerung, daß der Bau so am besten geführt werden werde, beruht auf der allerdings richtiger Voraussetzung daß ein Mann, welcher neben praktischen Kenntnissen im Bauwesen, wie sie unseres Wissens dem Hrn. Kaindl eigen sind, auch noch gemeiner Stadt als Roth eidlich verpflichtet ist, vor allen übrigen ganz besonders auf ihrem Vortheil werde bedacht u. darob sein, daß nur gutes Materiale gebraucht, er solche u. dauerhaft gebaut werde. Die Leitung u. Ausführung des Baues geht so gewißermaßen in die Hände des Maãts selbst über, u hierin liegt eben ein starker Grund der Beruhigung für ihn, wozu noch kommt, daß er keine Vorschüße zu machen, sondern nur den Werth des Hergestellten in bestimmten Zeiträumen zu bezahlen u. eine bedeutende Caution für sich hat, die wohl schwerl. sonst Jemand biethen möchte u. vielleicht auch könnte, indem Hr. Aigner sein auf dem Hause N. 88 in Linz intabulirtes väterl Erbschaftskapitel per 8394 fl 52 xr CMz also mehr als der ganze Bauschilling betragen würde, zu diesem Zwecke einzusetzen bereit ist. Schon dieses Versprechen, die Art u. Weise, in der es gemacht wird, die Haltung u. der persönl. Charakter des Herrn Offerenten bürgen dafür, daß der M. V. Fond bei diesem Baupächter im entschiedenen Vortheile sein werde. Neben dem Entwickelten kommt näml. auch der

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