zu Eschelberg. Franz Scheichel, Diurnist beim Pfleggerichte Ort; Ignatz Grasser, Rathsdiener beim Magistrate Frankenmarkt. Josef Satzinger, Kanzellist beim Pfleggerichte Riedegg; Da mit diesem Dienstplatze ein äußerst geringer Gehalt verbunden ist, und mit Grund angenohmen werden kann, daß nur die Hoffnung der Vorrückung in die Kanzellistenbedienstung die dießfälligen Bewerber um diese Stelle angelockt habe, dermahlen aber zu einer solchen Vorrückung wenig Hoffnung ist, da alle Angestellten noch bei guten Jahren zu guter Gesundheit sind, so muß bei Vergebung dieser Stelle wohl auch darauf gesehen werden, daß das gewählte Individuum außer seinem geringen Gehalte solche Hülfsquellen besitzt, daß er sein ordentliches Auskommen findet. Da nun dieser Fall nur bei den Praktikanten Schachermayr, der außerdem von seinem Vater unterstützt wird, und dem Lehrgehilfen Hübel, der bei seiner Mutter wenigstens einen Unterstand findet, eintritt, Letzterer aber den Vorzug von dem ersteren verdienet, weil deßen Vater schon so lange Zeit hier diente, u. übrigens auch als ein ganz ordentlicher Mensch, der eine schöne Handschrift führet, sehr bescheiden, und viele Willfährigkeit zeiget, bekannt ist, so wäre zu dieser Stelle Christian Hübel zu ernennen, und an ihn das nöthige Dekret auszufertigen. Mit diesem Antrage sind sämmtliche Votanten einverstanden, daher: Conclusum per unanimia: Die hier erledigte KanzleiAcceßisten Bedienstung mit dem damit verbundenen Gehalte jährlicher 150 fl CMz wird dem Lehrgehülfen Christian Hübel verliehen, u. ist derselbe hiernach zu decretiren u. zu beeiden. Die Gesuche der übrigen Kompetenten sind rückzustellen.
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