Räthe u Bürgerausschüße dann des Maurermeisters Karl Huber junior die Überzeugung an Ort u Stelle zu verschaffen, ob dieser Bau wirklich, u. in dieser Art nothwendig sei. 4387. Georg Leitner, Fleischselcher allhier, um Bewilligung zur Erbauung eines Verkaufsladens im Zwinger zum Bürgerspitale. Referent Rath Maurer stellt mit Berufung auf die über das früher eingekommene Gesuch Z. 4645 p. de 1837 gepfloge nen Verhandlungen seinen Antrag, so wie er es bei der Rathssitzung am 31. Oktober 1837 ad N. 5487 p. gethan hat, dahin, daß sich wegen Erlangung der Baubewilligung nach dem vom Maurermeister vorgelegten, verbesserten Plan u. auf Kosten des Mildenversorgungsfondes verwendet werden soll. Rath Haydinger dagegen ist der Meinung, daß Bittsteller um so mehr auf die frühere Erledigung dto. 31. Okt. 1837. N. 4645 p. zu verweisen wäre, als seither auch h. Regg̃ ausdrücklich befohlen hat, daß bei Verpachtung der 2 Verkaufsläden im Pfarrhofsgebäude zu Skt. Michael Fleischselcher, Klämpner, derlei Gewerbsleute ausgeschloßen werden sollen. Öconomierath Woisetschläger ist die in Rede stehende Frage öconomischer Seits betrachtet, wohl mit Rath Maurer einverstanden, weil es wünschenswerth wäre, dem Mildenversorgungsfonde eine neue Einnahmsquelle zu eröffnen, in politischer u. polizeylicher Hinsicht aber müße er sich wohl für die Meinung des Hrn. Raths Haydinger entscheiden, abgesehen davon, daß in dieser Beziehung die politische Senatsabtheilung des Magistrats Amt zu handeln habe. Dieser Meinung ist auch Öconomie Rath Grasel. Öconomie-Rath Kaindl stimmt bedingt für den Antrag des Hrn. Raths Haydinger u. zwar noch aus dem besondern Grunde, weil durch den beantragten Bau Fleisch, Rauch, Getöse, und alle jene Unzukömmlichkeiten, denen man doch eben erst durch Ausschließung derlei Gewerbsleute, wie Leitner ist, vom Pachte der 2 Verkaufsläden im Vorstadtpfarrhofe entgehen wollte, recht eigentlich erst unmittelbar unter dem Wohnungs Fenster der Priester zu ihrer nicht geringen
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