Polizeydienst nicht mehr vereine. Mein Antrag wäre demnach die beyden Polizeyaufseher Bedienstungen eingehen zu machen und an deren Stelle 4 Polizeymänner zu creiren, so daß sich die Zahl derselben auf 8 vermehrt, die dann unter der nächsten Aufsicht und Leitung des Districtsactuars und des Polizeywachtmeisters zur Ausführung der polizeyl. Vorschriften täglich würden verwendet werden können; so zwar daß ein Mann täglich die Wache auf dem Rathhause und einer in einem zu errichtendem Wachtstübchen beym Anfang der Steyrbrücke zwischen den Brücken der beyden Flüße hat und die übrigen dem äußern und innern Dienste auf in den zerstreuten Ortschaften obliegen können, bey welcher Organisirung dann der Magistrat und der jeweilige mit dem Polizeyreferate beauftragte Magistratsrath im Stande seyn wird, den polizeywidrigen Unfügen zu steuern, die polizeyl. Maßregeln energisch auszuführen und sich vor höhern Rügen zu ver¬ wahren. Durch die Creirung dieser 4 Polizeysoldaten dürfte bey der Einziehung der beyden Polizeyaufseher Bedienstungen die Stadtkasse einen geringen Ausfall erleiden, denn die beyden Polizeyaufseher bezogen jährlich einen Gehalt von 300 fl CMz zusammen, nebst freyer Wohnung, welche man auch zusammen auf 28 fl CMz anschlagen kann; also 328 fl CMz dagegen bezieht ein Polizeymann eine Wochenlöhnung von 1 fl 6 xr CMz freye Wohnung und Montour; wenn nun die Wohnung auf jährlich 8 fl CMz und die Montour eines Mannes jährlich nach dem beyliegenden Ausweise des Rechnungsrevidenten auf 28 fl 37 xr CMz angeschlagen wird, so hat die Stadtkassa für einen Polizeymann jährlich auszulegen 93 fl 49 xr und für alle 4 sohin 375 fl 16 xr von diesem Betrage über wieder 32 fl CMz die Wohnungen wegfallen, weil selbe in städtischen Gebäuden untergebracht werden. Aber es waltet bey der Polizeymannschaft noch der fernere Umstand ob dasselbe, so wie überhaupt das sämtl. Personale des Magistrats zu gering und zu schlecht bezalt sind, sollen nämlich für den Mann täglich 9 xr 1 5/7 ₰, und da sie größtenthl. verheurathet sind, so müssen sie ihre tägliche Löhnung, um nur die nothwendigsten Bedürfnisse bestreiten zu
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