Ökonomische Ratsprotokolle 1838

trages, dessen Errichtung u. Vorlage durch Kreisamtsdecret vom 4. April 1836 Z. 3620 aufgetragen worden ist, wohl nur unter den in diesen Protokollen enthaltenen Bedingungen zu hoffen sein dürfte. Hiernach ist also auch dieser Tauschvertrag zu entwerfen u. samt Rathsprotokollsextract, den obigen Protokollen, Grundbuchsextract, u. der gegenwärtigen Eingabe mittelst Bericht zur hohen Genehmigung vorzulegen. Rath Haydinger stimmt für den Antrag des Referenten. Hierauf erklären die Öconomie Räthe Woisetschläger, Grasel u. Kaindl einmüthig, daß sie zwar nicht, um den Anschein von Widersetzlichkeit gegen höhere Anordnungen von sich abzuwehren, dem Antrage des Referenten, soferne er eine bloße Geschäftseinleitung beabsichte, sich entgegenstellen wollen, jedoch müßten sie zu ihrer Verwahrung wiederhohlt ihre Meinungen hier niederlegen, daß sie nicht mit dem Schulhausbaue, nein! denn diesen wünschten sie ja, sondern mit der Örtlichkeit, wohin gebaut werden solle, und am Allerwenigsten mit dem Tauschvertrage einverstanden seien, weil, um das Zweckwidrige in ersterer Beziehung einzusehen, man nur 2 gesunder Augen bedürfe, und in letzterer Hinsicht den Josef Ernstschen Erben im eigentlichen Sinne des Wortes zu ihrem Vortheile einige hundert Gulden mit Gewalt in die Tasche geschoben werden. Darum seien die Bewohner der Ortschaft Aichet, und die Ernstschen Erben deßen sehr zufrieden; sie, Stimmgeber, seien aber nicht die Repräsentanten derselben, sondern der ganzen Stadtgemeinde; als solche hätten sie geschworen das Beste der Stadt zu befördern, und sie müßten meineidig werden, wenn sie hier nicht laut ihre Stimme erhöben. Nicht eine Schule für Aichet, sondern eine Pfarrschule habe man bauen wollen, die nach der deutschen Schulverfaßung in die Mitte der Pfarre u. nicht an das Ende derselben gehört, nie habe man beabsichtet, der Cocurrenz mit einem Hause ein

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