Referat des Hrn. Magistratsrathes Maurer No 8062. Kaßaamt überreicht die Org. Rechnung nebst Loosezettel über die angekaufte Bankoobligation per 4600 fl. Zur Wissenschaft u. dem Kaßaamte die Beilagen zum Rechnungsbeleg wieder zuzustellen. Referat des Hrn. Magistratsrathes Buberl. No 8020. Expedit zeigt wiederhohlt die Unzulänglichkeit des Personales im Expedite u. Polizeiamte an. Dieses Exhibitum dem ersten Herrn Magistratsrathe Haydinger als Kanzley Referenten abgetretten. gelesen Reißer Bgst. Knoll Sekretär Rathsprotokoll zur Sitzung am 2. Jänner 1838 in Öconomicis. Gegenwärtige: Bürgermeister Reißer Magistratsrath Haydinger Maurer Öconomie-Rath Reschauer Woisetschläger Grasel Sekretär Bleyer Referat des Justizrathes Haydinger. 1. Danksagungsschreiben des regulirten Chorherren zu Skt. Florian u. k.k. Profeßors Franz Xaver Pritz zu Linz für das ihm verliehene Ehrenbürgerrecht. Zur Wissenschaft in actis aufzubewahren. 7525 de 1837. Referat des Justizrathes Maurer. Michl Birnbacher um den Unterstand im Bürgerspitale. Wird dem Bittsteller u. seinem Weibe der Unterstand im Bürgerspitale bewilliget. 3290 de 1837. Elisabeth Heßl und den Unterstand im Bürgerspitale. Wird der Bittstellerin der Unterstand im Bürger-
spitale gestattet. 7614 de 1837. Theresia Gruber N. 109 im Aichet um Ausbeßerung der neuen Glashausmauer. Dem Bauamtsverwalter mit dem Auftrage zuzustellen, daß derselbe hierüber Nachsicht pflege, und in längstens 14 Tagen Relation erstatte. Referat des Ökonomieraths Reschauer. 7664. de 1837. Conto des Franz Bodendorfer über für die Polizeymannschaft abgegebene Leinwand pr. 22 fl 36 xr CMz. Dem Rechnungsrevidenten zur Revision. 7878 de 1837. Rauchfangkehrer-Conto des Josef Reif pr. 60 fl 55 xr CMz. Dem Rechnungsrevidenten zur Revision. 6. Wochenliste über vom 25. bis 30. Dez. 1837 in den Gassen der Stadt verrichtete Handlangerarbeiten pr. 4 fl 4 xr Schein. Dem Bauamtsverwalter zur Zahlung pr. 4 fl 4 xr Schein. 5. Wochenliste über für in gleicher Zeit an den Ennsbrücken verrichtete Zimmermannsarbeiten ins Ver¬ dienen gebrachte 2 fl 55 1/2 xr Sch. Dem Bauamtsverwalter zur Zahlung pr. 2 fl 55 1/2 xr Schein. 4. Wochenliste über in gleicher Zeit an dem Schranken im Aichet u. den Burgfriedstraßen verrichtete derlei Arbeiten pr. 7 fl 7 1/9 xr Schein. Dem Bauamtsverwalter zur Zahlung pr. 7 fl 7 1/2 xr Schein. 3. Wochenliste über vom 29. bis 30. Dez. 1837 an der Kasserne verrichtete Maurerarbeit pr. 2 fl 15 xr Schein. Dem Bauamtsverwalter zur Zahlung pr. 2 fl 15 xr Schein aus den Verlagsgeldern. 7690 de 1837. Wochenliste über vom 18. bis 23. Dez 1837 verrichtete Handlangerarbeiten pro 16 fl 12 xr Schein. Dem Bauamtsverwalter zur Zahlung pr. 16 fl 12 xr Schein aus den Verlagsgeldern. 7692 de 1837. Wochentiste über in selber Zeit an der Neubriefe verrichtete derlei Arbeit pr. 5 fl 24 xr Schein. Dem Bauamtsverwalter zur Zahlung pr. 5 fl 24 xr Schein. 7693 de 1837. Wochenliste über in selber Zeit am Mitterwasser-Stege verrichtete Zimmermanns-
arbeiten pr. 7730 x Schein. Dem Bauamtsverwalter zur Zahlung pr. 7 fl 30 xr Schein aus den Verlagsgeldern. 7691 de 1837. Wochenliste über in gleicher Zeit an der Bruderhausstiege verrichtete derlei Arbeit pr. 3 fl 54 xr Schein. Dem Bauamtsverwalter zur Zahlung pr. 3 fl 54 xr Schein aus den Verlagsgeldern. 7648 de 1837. Conto des Sailermeisters Ignatz Schlader pr. 2 fl 8 xr CMz. Dem Kassaamte zur Zahlung pr. 2 fl 8 xr CMz. 7591 de 1837. Kreisamtssignatur dto. 18. Dez. 1837 N. 13263 mit abschriftlichem h. Regg̃sdecrete dto. 7. desselben Monats N. 36831, betreffend das Lizitationsresultat der Montourssorten für die städtische Polizeymannschaft u. der Gerichtsdiener pro 1838. Das Kassaamt ist in Abschrift des Regg̃s-Dekretes zu verständigen, u. die Licitationsprotokolle sind an die betreffenden Licitanten auf klaßenmäßigen Stämpel hinauszugeben. 75. Quittung des Spenglermeisters Karl Fetzgruber über 150 fl CMz für die Blecheindeckung der Barrierebäume an der Steyrbrücke. Nachdem die Belegung mit Eisenblech der Barrier-Bäume an der Steyrbrücke bereits geschehen, u. die Herstellung derselben von Seite des Hrn. Kreisingenieurs bereits bestättiget worden ist, so hat das Kassaamt an den Bauamtsverwalter Benedikt zur Berichtigung jener Arbeit 150 fl CMz als Verlagsgelder gegen Quittung zu bezahlen. 76. Bauamtsverwalter Benedikt relationnirt über den Befund der von Johann Angermayr übernohmenen u. bereits geschehenen Bestreuung der Brücke über den Ramingbach, mit der Bitte um Zahlungsanweisung der hierwegen erlauffenen 102 fl CMz. Ist Bericht an das k.k. Kreisamt zu erstatten. 7634 de 1837. Kreisamtssignatur dto. 22. Dez. d.J. wegen Vorlage eines neuen entsprechenderen Ko-
stenüberschlages betreffend die Bestreuung der Ramingbachbrücke. Dem ad N. 76 p. de 1838 zu erstattenden Berichte beizulegen. Referat des Ökonomieraths Woisetschläger. 7626 de 1837. Note der k.k. Caãl Bezirksverwaltung Linz mit nachgestämpelten Aktenstücken.Dem Taxamte zum Beleg der Rechnung; die Akten zur Aufbewahrung in der Registratur. 7627 de 1837. Note derselben Verwaltung gleichfalls mit nachgestämpelten Aktenstücken. Derselbe Bescheid. 7557 de 1837. das Expedit um Anweisung eines für das Kammeramt bestrittenen Stämpelbetrages pr, 27 xr CMz. Dem Kassaamte zur Zahlung von 27 xr CMz 7562. Konto des Handelsmannes Reschauer pr. 20 fl 50 xr CMz für geliefertes Tuch zur Montour der hierseitigen Polizeysoldaten. Dem Kassamente zur Zahlung pr. 20 fl 50 xr CMz. 7688 de 1837. Rechnungsrevident Loitzenbauer berichtet den Revisionsbefund betreffend das Taxjournal für den Monath November. Dem Taxamte zur Deckung. Nachtrag zum Referate des Justizrathes Maurer. 7403 de 1837. Kreisämtlicher Auftrag dto. 6. Dez. v.J. N. 12826 in Betreff der Ablösung des Aspacher Zehentes an den Milden Versorgungsfond. Ist nunmehr der Ablösungsvertrag nach dem Entwurf in welchem nur noch die zehentbaren Gründe mit ihren Urbarsnummern näher zu bezeichnen sind, in duplo auszufertigen, und mittelst Schreiben zur Unterfertigung an den Magistrat Aspach sammt einer vidimirten Abschrift dieses h. Regg̃sdecretes einzusenden; rüksichtlich des Anno 1835 eingetrette nen Lehenhauptfalles durch den Tod Sr. Majestät Kaiser Franz I. ist um die neuerliche Belehrung ohnehin unterm 12. September 1835
eingeschritten und die geschehene Berichtigung der dießfälligen Lehengebühren laut Schreiben des l.f. Beutellehen Anwaldamtes vom 26. September 1835 bestättiget worden, welches unter Vorlage des Zehentablösungsvertrages berichtlich anzuzeigen sein wird. Übrigens ist die auf diesen Zehent entfallende Zehentsteuer zu berechnen, und den Zehentholden zur Vergütung pro 1837 und 1838 bekannt zu geben, auch seiner Zeit wegen beständiger Übertragung derselben auf diese Holden einzuschreiten. Grasl Oek. Rath Woisetschläger Oek. Rath gelesen Reißer Bleyer Sekretär Rathsprotokoll zur Sitzung am 16. Jänner 1838 in Öconomicis. Gegenwärtige: Bürgermeister Reißer Justizrath Haydinger Öconomie-Rath Woisetschläger Grasel Sekretär Bleyer Referat des Justizrathes Haydinger 73. Konto des Schnürmachers Moser pr. 28 xr. Dieser Betrag das Diplom für Herrn Professor Pritz betreffend vom Kassaamt zu berichtigen u. zu verrechnen. ad 78. Erinnerung wegen Aufnahme eines Diurnisten zur Aushülfe bei den Katastralarbeiten in der Person des Schrank. Zur Wissenschaft u. sich höhern Orts zu verwenden. 20. Conto des Buchbinder Josef Zahlmayr pr. 8 fl 24 xr CMz betreffend das Diplom des Hr. Professor Pritz als Ehrenbürger dieser Stadt. Dem Kaßaamt zur Berichtigung und Verrechnung.
Referat des Justizrathes Maurer, vorgetragen durch den Justizrath Haydinger. 55. Das Expedit überreicht ad N. 6917 p. die Vorverhandlungen rücksichtlich des Schlauches zwischen den Häusern des Alois Gembök und Johann Schläger in der Enge. Referent erstattet folgenden Vortrag: Das Gesuch, worüber in Folge kreisämtlichen Auftrags vom 20. Nov. v.J. Z. 17848 eine umständliche Äußerung zu erstatten ist, geht dahin, daß dem Beschwerdeführer Alois Gembök u. Johann Schlager zu den bestrittenen Kosten der Reparatur des Schlauches zwischen ihren Häusern pr. 165 fl CMz aus der Stadtkasse ein Betrag von 45 fl CMz geleistet werden soll; zugleich ist beantragt, daß außer des von der Herrschaft Steyr hierzu geleisteten Beitrages pr. 35 fl auch die Nachbarn Andreas Bramendorfer und Franz Braitenlahner jeder 10 fl 30 xr CMz beitragen sollen. Diese beiden sind gemäß obigen Auftrages über dieses Ansinnen vernohmen worden, sie widersprechen ihre Schuldigkeit zu dieser Beitragsleistung, u. es kann sohin in Hinsicht auf sie gegenwärtig nichts weiteres erörtert werden, da Alois Gembök und Johann Schlager, wenn sie weiter auf ihrem Begehren beharren sollten, offenbar als wegen eines Privatrechts auf den Rechtsweg zu verweisen sind. Es handelt sich also nur mehr um die Rechtfertigung des den Recurrenten wegen des Beitrages von Seite der Stadtkasse bereits unterm 10. Jänner 1837 ertheilten abweislichen Bescheides. Diese Rechtfertigung ergibt sich aus folgendem: Die Recurrenten gestehen selbst, daß der Wasserdurchlauf zwischen ihren Häusern schon länger bestand, und nicht erst seit einiger Zeit errichtet worden ist, es ist auch aus der Lage ihrer Häuser zu schließen, daß die natürliche
Pflicht derselben vorhanden sei, den Wasserablauf von der höheren Umgebung nicht zu hemmen, daß ihre Häuser einst schon unter der Verpflichtung erbaut worden sind, daß zwischen ihnen der Wasserablauf freigelassen werde; sie behaupten ferner selbst nicht, daß zwischen ihren Häusern eine ganz eigene nur zum Wasserdurchlaufe bestimmte Mauer bestehe, und daß diese diejenige sei, deren Reparatur sie vorgenohmen haben; es ist also diese Reparatur anerkanntermaßen an den Hausmauern derselben geschehen, zwischen denen das Wasser den Ablauf hat. So wie es nun ihre Sache ist, diese Mauern auf ihre Kosten herzustellen, u. herzuhalten, welches wegen der Stellung derselben und dieses Wasserdurchlaufes mit mehreren Kosten verbunden ist, so haben sie anderntheils nicht erwiesen, daß die Stadtgemeinde aus einem Vertrage oder sonstigen Rechtstitel schuldig sei, einen Beitrag zu leisten, u. sie befinden sich in der nähmlichen Lage, wie so viele andere Hausbesitzer, an deren Häuser oder durch deren Häuser bei Regengüßen das Wasser an- oder durchrinnt, und es würde also ein Zugeständniß zu ihren Gunsten nicht wenige ähnliche Anforderungen nach sich ziehen, da schon in der Enge allein nicht diese zwei Häuser es nur sind, zwischen welchen das Regenwasser durchfließt. Übrigens hüthen sich die Beschwerdeführer anzuführen, daß die Abtritte und Ausgüße ihrer Häuser in eben diesen Wasserlauf hineingeleitet sind, und daß sie eben wegen des durchgehenden Wasserlaufes die Kosten der öfteren Reinigung dieses Schlauches, welcher zugleich ihr Hausschlauch ist, ersparen, und der widrige Geruch, wie in andern Häusern, nicht entsteht. Die
Gesetzesstellen aus dem Kapitel von den Dienstbarkeiten sind von den Recurrenten ganz unrichtig angewendet, indem die beiderseitigen Hausmauern derselben wegen des Wasserablaufes nicht nothwendig sind, im Gegentheile derselbe weniger gehindert wäre, wenn sie gar nicht beständen, weil die Lage dieses Platzes für sich zum Wasserablauf gegen diese Häuser hin gerichtet ist. Hiernach dürften die Recurrenten allerdings wenig Hoffnung auf ein Auslangen im Rechtswege, wohin diese Angelegenheit gehört, haben. Ich glaube daher, es sei auf einen Beitrag nicht einzurathen, und unter Anschluß der früher verhandelten Akten, dann Anschluß des Protokolls mit Franz Braitenlahner, u. Andreas Bramendorfer, eines Rathsprotokollsextractes vom heutigen Tage u. vom 19 July 1836 Bericht zu erstatten. Mit diesem Antrage sind sämtliche Votanten einverstanden, daher Conclusum per unanimia: Ist nach dem Antrage des Referenten unter Anschluß der früher verhandelten Akten, des Protokolls mit Franz Braitenlahner u. Andreas Bramendorfer, eines Rathsprotokollsextractes vom heutigen Tage und vom 19. July 1836 der Bericht an das k.k. Kreisamt zu erstatten. Referat des Oeconomie-Raths Woisetschläger. 21. Zeitungsconto vom 1. Jänner bis Ende Juni 1838 pr. 21 fl 36 xr CMz. Dem Kassaamte zur Zahlung pr. 21 f 3 6 xr CMz. 26. Schneiderconto des Andrä Schröffl betreffend die Montour der Polizeisoldaten pr. 7 fl 10 xr CMz. Dem Rechnungsrevidenten zur Revision. 10. Das Expedit um Anweisung des pro Dezember 1837 für das Kammeramt bestrittenen Portobetrages pr. 4 fl 33 xr CMz. Dem Kassaamte zur Zahlung von 4 fl 33 xr CMz.
7891. Das Expedit um Anweisung 24 xr Schein Bothenlohn für Überbringung der Naturalienpreistabellen aus Ennser Verpflegsmagazin Dem Kassamt zur Auszahlung von 24 xr Schein. 127. Mathias Reder um Anweisung seiner Forderung für das zum Steyrbrückenbaue gelieferte Holz. Dem Bauamte um Äußerung. 116. Taxator Neumayr überreicht die vom Sekretär Bleyer über die eingehobenen Taxrückstände vom Jahre 1835 u. 1836 geführten Journale. Dem Rechnungsrevidenten zur Revision. 145. Tischlerconto des Ulrich Birnbach pr. 2 fl 20 xr CMz. Gleicher Bescheid. 141. Conto über gelieferte Kanzleynothdurften des Josef Mayr pr. 12 fl 58 xr CMz. Gleicher Bescheid. 97. Protokoll mit dem Nachtwächter Alois Wagner um Anweisung des Wachtgeldes pr. 3 fl Schein. Dem Kassaamte zur Auszahlung von 3 fl Schein. 165. Das Taxamt überreicht das Journal für den Monath Dezember 1837. Dem Rechnungsrevidenten zur Revision. Referat des Öconomie-Raths Grasel. 71. Das Taxamt um Anschaffung einer neuen größern Kassatruhe, dann Herstellung eiserner Fenstergitter, eines eisernen Ofenkorbes, u. einer eisernen mit festen Schlößern verwahrten Vorthüre. Dem Bauamtsverwalter zur Besichtigung und Relationserstattung. Woisetschläger Oek. Rath Grasl Oek. Rath gelesen Reißer Bgst. Bleyer Sekretär
Rathsprotokoll zur Sitzung am 24. Januar 1838 in öconomicis. Gegenwärtige: Herr Bürgermeister Reißer Justizrath Haydinger Öconomierath Woisetschläger Grasel Sekretär Bleyer Referat des Oeconomie-Raths Woisetschläger. 277. Wochenliste über vom 15. bis 20. d.M. an der Sierningerstraße verrichtete Wegmacherarbeiten pr. 4 fl 32 xr Schein. Dem Kassaamte zur Zahlung von 4 fl 32 xr Schein. 210. do. über vom 8. bis 13. d.M. an der obern Ennsleiten verrichtete Zimmermannsarbeiten pr. 1 fl 39 xr Schein. Dem Kassaamte zur Zahlung von 1 fl 39 xr Schein. 209. do. über vom 8. bis 13. d.M. an den Stadt-Gassen verrichtete Wegmacherarbeiten pr. 6 fl 50 xr Schein. Dem Kassaamte zur Auszahlung von 6 fl 56 xr Schein.
276. Wochenliste über vom 15. bis 20. d.M. verrichtete städtische Zimmermannsarbeiten pr. 8 fl 6 xr Schein. Dem Kassamte zur Zahlung von 5 fl 42 xr und 2 fl Schein. 211. Conto des Paul Fetzgruber pr. 3 fl 20 xr CMz. Dem Kassamte zur Zahlung von 3 fl 20 xr CMz. 245. Rauchfanglehrer Conto des Josef Amt pr. 61 fl 15 xr CMz dem Kassamte zur Auzahlung von 61 fl 15 xr CMz 246. Conto des Leinwandhändlers Franz Bodendorfer pr. 22 fl 36 xr CMz. Dem Kassamte zur Zahlung von 22 fl 36 xr CMz. 278. Holzschneiderconto pr. 13 fl 56 xr CMz. Dem Kassaamte zur Anzahlung von 13 fl 50 xr CMz. 144. Relation des Bauamtsverwalters Benedikt wegen Einleitung einer neuerlichen Vermiethung des von Josef Aigner aufgekündeten Kirchengewölbes in der Stadtkasserne. Der Bauamtsverwalter Benedikt hat eine Beschreibung des Gewölbes zu überreichen, sohin das Edikt zu verfaßen, zu affigiren, um selbes gegen den bisherigen Miethzinns in der möglichst kürzesten Zeit zu verpachten. Woiseschläger Oek. Rath Grasl Oek. Rath Bleyer Sekretär Grasl Oek. Rath Reißer Bgst. Woisetschläger Oek. Rath
Rathsprotokoll zur Sitzung am 30. Jänner 1838 in Öconomicis. Gegenwärtige: Herr Bürgermeister Reißer Magistratsrath Haydinger Maurer Öconomie-Rath Woisetschläger Grasel Sekretär Bleyer Referat des Justizraths Haydinger. 306. Das Expudit um Zahlungsanweisung der Insertgebühren für das Pfefferlsche Stipendiumsedikt pr. 2 fl 51 xr CMz. Dem Kassaamt zur Berichtigung. 308. Das Expedit um Zahlungsanweisung der für die Concursverlautbarung betreffend die 2 Sekretärsstelle bestrittenen 7 fl 32 xr CMz InsertStämpelgebühren. Dem Kassamte zur Berichtigung.
Referat des Magistratsraths Maurer. 162. Protokoll mit Michl Puchberger um den Unterstand im Bürgerspitale. Der Unterstand im Bürgerspitale wird dem Bittsteller gestattet. 517. Elisabeth Häßl um den Unterstand im Bruderhause. Bewilligt. 538. Anton Köpl um den Unterstand im Herrenhause. Bewilliget. 7524 de 1837. Magdalena Göbl um den Unterstand im Bruderhause. Der Unterstand wird im Herrenhause gestattet. ad N. 7435 de 1837. Kreisämtliche Erledigung wegen des Ankaufes u. der Demolierung des Franz Ganglschen Hauses. Da in dem möglichen Falle, daß anstatt der Erbauung eines ganz neuen Schulhauses, das dermahlige Schulhaus im Aichet bloß vergrößert würde, der zur Straßenerweiterung nothwendige durch die Abbrechung des Franz Ganglschen Hauses gewonnen werdende Platz zu diesem Ende Anwendung finden oder mit dem alten Schulhause vortheilhaft hindangegeben werden könnte, so dürfte es zweckmäßig sein, daß einstweilen nur die Demolierung des zur Straßenerweiterung nöthigen Theiles veranlaßt werde, da aber hierzu, dann auch deßhalb, weil laut vorliegenden Auftrages abgesonderte Licitationen in Hinsicht auf die Abbrechung u. in Hinsicht auf die Veräußerung des entbehrlichen Theiles vorzunehmen wäre, ein nur die Abbrechung umfaßender Kostenanschlag erforderlich ist, der vorliegende Kostenanschlag aber zugleich auch schon die Arbeiten in sich begreift, welche nach geschehener Demolirung zur gänzlichen Ausgleichung des Platzes, und Wiederherstellung des auch
dem nachbarlichen Hause gemeinschaftlichen Vorhause u. d. g. zweckmäßig befunden worden sind, so ist der Maurermeister Karl Huber junior die Errichtung eines Kostenanschlages bloß über die Abtragungskosten, u. die Kosten in die einstweilige nothwendige Eindekung des überbleibenden Theiles aufzutragen, und sohin über diesen Antrag Bericht an das k.k. Kreisamt zu erstatten. 561. Protokoll mit Michael Heindl wegen geschehener Beschädigung seiner Wehre. Ist unter Beziehung des Öconomie-Rathes Grasel dann der Bürgerausschüße Nekheim u. Zaininger, des städtischen Bauamtsverwalters, des k.k. Hr. Kreisingenieurs, des Zimmermeisters Vorderbrunner des Bittstellers über die Nothwendigkeit der Reparatur u. die beantragte Kosten ein Augenschein vorzunehmen, und das Protocoll hierüber vorzulegen. Referat des Öconomie Raths Woisetschläger. 313. Reisepartikular des Kontrollor Schindler über die der 1. Steuerabfuhr pro 1838 gehabten Auslagen u. Diäten. Dem Kassamt zur Zahlung mit 22 fl 18 xr CMz. 508. Protokoll mit den Nachtwächtern um Zahlungsanweisung des Zinnsbeitrages pr. 228 fl Schein. Vom Kassaamte den 19. Nachtwächtern gegen Quittung u. Bestättigung von den Viertelmeistern ihrer richtigen Verwendung wegen 228 fl Schein zu bezahlen. 520. Rechnungsrevident Loitzenbauer berichtet den Revisionsbefund, betreffend die Taxamtsstückrechnung vom 1. August bis 31. Oktober 1837. Dem Taxator zur Deckung u. hat Sekretär Bleyer als gewesener Taxator zur baldigen Legung seiner Rechnung zu schreiten, damit beide Stückrechnungen zur buchhalterischen Zensur
vorgelegt werden können. 521. Revisions Befund über die Taxjournale betreffend die eingehobenen Taxrückstände von den Jahren 1835 u. 1836. Dem Taxator zur Deckung. 523. Conto des Schneider Fröschl betreffend die Schneiderarbeit für die Polizeisoldaten pr. 7 fl 10 xr CMz. Dem Kassamt zur Zahlung von 7 fl 10 xr CMz. 525. Tischler-Conto des Ullrich Birnbach pr. 2 fl 10 xr CMz. Zahlung angewiesen pr. 10 xr CMz. 524. Conto des Josef Mayr für gelieferte Bleistiften etc. etc. pr. 12 fl 58 xr CMz. Angewiesen zur Zahlung mit 12 fl 58 xr CMz. 528. Bauamtsverwalter Benedikt überreicht die Bauamtsgeld- u Materialrechnung pro 1837. Dem Rechnungsrevidenten zur Revision. 544. Bauamtsverwalter Benedikt erstattet, die abverlangte Beschreibung des von Aigner gemietheten Kasserngewölbes. Wird dieses Gewölbe dem Josef Aigner gegen den angebothenen jährlichen Zinns von 6 fl CMz u. gegen seitiger 1/4 jähriger Aufkündung überlaßen, wornach der Contract auszufertigen. 545. Wochenliste über am 25. Jänner 1838 im Rathhause verrichtete Maurerarbeiten pr. 1 fl 30 xr Schein. Dem Kassaamte zur Zahlung von 1 fl 30 xr Schein. 546. do. über vom 22. bis 27. Jänner 1838 verrichtete Wegmacherarbeiten pr. 6 fl 48 xr Schein. Dem Kassaamte zur Zahlung pr. 6 fl 48 xr Schein. 547. do. über vom 22. bis 27. desselben Monaths verrichtete Handlangerarbeiten pr 16 fl 12 xr Schein. Dem Kassaamte zur Zahlung von 16 fl 14 xr Schein. 548. do. über in selber Zeit verpachtete Zimmermannsarbeiten pr. 3 fl 18 xr Schein. Dem Kassamte zur Zahlung pr. 3 fl 18 xr Schein. 560. Das Kassaamt überreicht die Kassaamtsrechnung pro 1837.
samt Inventarium, Rechnungsabschluß u. Billanze. Dem Rechnungsrevidenten zur Revision. 514. Bauamtsverwalter Benedikt äußert sich in Betreff des von Mathias Reder angesuchten Vorschußes per 300 fl CMz für geliefertes Holz Dem Rechnungsrevidenten zur Beurteilung und Äußerung. Referat des Öconomie-Raths Grasel. 537. Konto des Franz Hasenleithner für eine Schultafel pr. 24 xr CMz. Dem Kassaamt zur Auszahlung pr. 24 xr CMz aus der Koncurrenz-Kassa. 294. Protokoll über die vorgenohmene Stadt-Kassa-Scontrirung. Zur Wissenschaft u. bei den Akten zu hinterlegen. Woisetschläger Oek. Rath gelesen Grasl Oek. Rath Reißer Bgst. Bleyer Sekretär Stiftsprotokoll zur Sitzung am 6. Hornung 1838 in Öconomicis. Gegenwärtige: Herr Bürgermeister Reißer Justizrath Haydinger Maurer Öconomie-Rath Woisetschläger Grasel Sekretär Bleyer Bürgerausschuß Zaininger Gausterer Referat des Justizraths Haydinger. 581. Äußerung des Conscriptionsamtes Steyr ad N. 283 in Betreff der Krankheitskosten für Adam Sturmberger. Dem Armenkassier zur Berichtigung der Krankenkosten pr. 11 fl CMz für Adam Sturmberger, zuzustellen, deßen das Expedit wegen Einsendung dieser 11 fl CMz an den Magistrat Marburg zu erinnern.
Referat des Justizrathes Maurer. 5953 de 1837. Georg Birkl um den Unterstand. Da Georg Birkl seitdem gestorben, ad acta. 301. Anzeige des Kassaamts wegen dem erledigten Katharina Diewaldschen und Rosina Dopplerschen Bürgerspitals- u. Brüderhauspfründen. Wird sub N. 7306 de 1837 erlediget. 7520 de 1837. Michael Birnbacher um eine Pfründe. Sub N. 510 p. de 1838 erlediget. 594. Anzeige wegen Brennholzanschaffung in das Krankenhaus. Bei der Nothwendigkeit der Beischaffung von 12 Klafter weichen Brennscheitern in das hiesige Krankenhaus ist zu diesem Ende eine Licitation anzuordnen, und sind hierzu nebst einem Hrn. Öconomierathe u. Bürgerausschuß, der hiesige Holzhändler Reder, dann der Papierer Karl Jocher, u der Müllner Brandstetter vorzuladen. 583. Augenscheinscoõnsprotokoll über die Gebrechen der Wehre des Müllermeisters Michael Heindl. Bei der anerkannten dringenden Nothwendigkeit der sogleichen Ausbeßerung der Wehre, um einem weiteren Durchbrach des Wassers vorzubeugen, dann da gegen die vom Michael Heindl bereits begonnene Abhülfe mittelst Schlagung von 5. Schuhe langen lerchenbaumenen Piloten in Hinsicht auf Zwekmäßigkeit kein Anstand vorgebracht worden ist, ein verläßlicher Kostenüberschlag wohl nicht errichtet werden kann, ist nachträglich wegen Genehmigung der Verrichtung dieser Reparatursarbeit durch Michael Heindl unter Beisein eines von der Stadt gestellten Mit-
arbeiters u. Aufsehers unter Nachsicht des städtischen Bauamtsverwalters mittelst Bericht einzuschreiten. Hiervon sind Michael Heindl u. der städtischen Amtsverwalter, ersterer mit dem Anhange zu verständigen, daß von der wirklichen Leistung des Betrages von Seite der Stadtkassa erst dann eine Rede sein könne, wenn die von ihm hierüber gelegten Rechnung für richtig anerkannt, die höhere Bewilligung eingelangt, und die Verhandlung in Betreff der Größe des Beitrages der Stadt zu den Wehrbaukosten überhaupt beendet sein wird. Referat des Oeconomie-Raths Woisetschläger. 207. Schloßer-Conto des Michl Samsegger pr. 1 fl 45 xr CMz. Dem Kassamte zur Zahlung von 1 fl 45 xr CMz aus der Concurrenz-Kassa. 630. Atzungsconto für den Monath Jänner 1838. Dem Kassamte zur Zahlung von 18 fl 1 xr CMz für Atzungskosten, u. 14 1/5 xr CMz für Servicegebühren. 610. Das Expedit um Anweisung der für das Kammeramt im Monath Jänner 1838 bestrittenen Portogebühren pr. 3 fl 9 xr CMz. Dem Kassaamte zur Zahlung von 3 fl 9 xr CMz. 640. Revisionsbefund des Taxjournals für den Monath Dezember 1837. Dem Taxamte zur Deckung. 577. Brunngraber-Conto des Ignatz Ekmayr pr. 42 xr CMz. Dem Kassaamte zur Zahlung von 42 xr CMz. 643. Quittung des Sylvester Weber pr. 8 fl CMz für gelieferte Tinte. Dem Kassaamte zur Zahlung von 8 fl CMz.
595. K. Amtssignatur dto. 23. Jänner 1838 N. 861 mit dem h. Regg̃sdecrete dto. 28. Dez. v.J. N. 40525, daß die im §. 7 der Erledigung über die Bauamtsrechnung pro 1835 aufgeführte Suspenspost pr. 162 fl 46 1/2 xr CMz für angeschafftes Brennholz aufgelaßen werde. Dem Bauamtsverwalter Benedikt zur Wissenschaft u. Benehmen in Abschrift. 644. Wochenliste über vom 29. Jänner bis 3. Februar 1838 an der Burgfriedstraße gegen Sierning verrichtete Wegmacherarbeiten pr. 2 fl 52 xr. Dem Kassaamte zur Zahlung von 2 fl 52 xr. Nachtrag zum Referate des Justizraths Maurer. 7306 de 1837. Anzeige des Kassaamtes, daß eine Sondersiechenhauspfründe erlediget sei. Da zugleich sub Nr. 301 p. die Anzeige vorliegt, daß eine Bürgerspitals- u. Bruderhauspfründe in Erledigung gekommen ist, so ist die Bürgerspitalspfründe vom 4. d.M. an der A. M. Hölzelhuber, ihre Bruderhauspfründe den Michael Birnbacherschen Eheleuten; die ohnehin erledigte Bruderhauspfründe der Rosina Ortbauer, u. deren Sondersiechenhauspfründe der M. A. Jägerberger, die Lazarethhauspfründe dieser Person dem Josef Kochlöffl, u. die ohnehin erledigt gewesene Sondersiechenhauspfründe der Elisabeth Molterer zu verleihen, und die Armenporzionen der Birnbacherschen Eheleute, des Josef Kochlöffel u. der Eva Molterer einzuziehen. 54. Kreisämtlicher Auftrag dto. 18 Nov. 1837 N. 12103 zur Berichtserstattung über das Gesuch der hiesigen Nachtwächter wegen Erhöhung ihres Lohns nach vorgenohmener Berathung in ökonomischer Sitzung. Referent Rath Marrer erstattet folgenden Vortrag: Nachdem schon laut magistratlichen Bericht vom 14. Nov. v.J. N. 4457 dahin eingerathen worden, daß der jährliche
Wohnzinnsbeitrag eines jeden Nachtwächters von 12 fl W.W. auf 6 fl 48 xr CMz erhöht u. somit der Stadtkassa eine Mehrauslage von 38 fl CMz dießfalls auferlegt werden soll, so ist gegenwärtig aufgetragen, diesen Gegenstand in der öconomischen Rathssitzung ordentlich vorzutragen, u. bei dieser Berathung auch zugleich in Erwägung zu ziehen, wie überhaupt der Lohn der Nachwächter mit Rücksicht auf den Umstand, daß sie unschicklicherweise auf die eigene Einsammlung fixirter Beiträge von den Hausbesitzern angewiesen sind, u. ihnen wie anderwärts zu ihrem Dienste auch der von ihnen angesprochene Nachtwächter-Mantel von der Stadt angeschafft werden soll, gehörig zu reguliren wäre. Was die Erhöhung ihres Lohnes betrifft, glaube ich folgendes anführen zu müßen: Da für die Orthschaft Stadt 3, und für jede der übrigen 8 Ortschaften 2 Nachwächter bestehen, dann die Nachtwächter derzeit in den meisten Ortschaften von jedem Hausbesitzer 1 fl W.W. jährlich einheben, so ergibt sich die Einnahme der einzelnen Nachtwächter mit Rücksicht auf die Häuserzahl und auf Zuschlagung der zur Zahlung aus der Stadtkassa beantragten 6 fl 48 xr CMz oder 17 fl W.W. beiläufig mit folgendem für die 3. Nachwächter in der Stadt 211 fl W.W. im Ennsdorf 123 Ort 95 Steyrdorf 161 bei der Steyr 105 Wieserfeld 138 Aichet 158 für die 2 Nachtwächter in der Ortschaft Schönau ist ihr Lohn laut Protokoll v. 29. Dez. 1823 Z. 98 p. v. 1824 besonders ausgemittelt auf 93 fl daher 127 u. für die 2 Nachtwächter im Voglsang ebenso laut Rathsprotokollsextract v. 19. Feb. 1819 auf 80 fl 30 xr somit 114 fl 30 xr Summa 1232 fl 30 xr E.Sch. Würde dieser Gesamtbetrag pr. 1232 fl 30 xr zu gleichen Theilen auf die 19 Nachwächter vertheilt, entfiele auf einen
derselben ein Betrag von beiläufig 64 fl 52 2/4 xr. Es ist nun die Frage, ob dieser Lohn überhaupt den Leistungen der Nachtwächter angemeßen sei. Abgesehen von der regen Lebensweise der meisten der hiesigen Insassen, nach welcher viele derselben um 4 – 5 Uhr früh ihr Tagewerk beginnen, welchen Umstand sich die hiesigen Nachtwächter wohl dann u. wann zu Nutze machen, so dürfte angenohmen werden, daß die Nachwächter das Jahr hindurch im Verhältniße täglich von 10 Uhr Abends bis 3 Uhr früh folglich 5 Stunden dem Dienste obzuliegen habe, wovon wenn angenohmen wird, daß in jeder Ortschaft 2 Nachtwächter bestehen, von denen jeder die halbe Zeit im Dienste zubringt, auf einen nur ein Zeitaufwand von 2 1/2 Stunden fällt. Ein Nachtwächter, der seinen Bezirk nur zu durchwandern, und dabei Aufsicht zu pflegen hat, dann zur Tageszeit seiner gewöhnlichen Beschäftigung u. seinem gewöhnlichen Verdienste wieder nachgeht, dürfte hinsichtlich seiner Verrichtung nicht einmahl mit einem Tagelöhner, welcher des Tages 12 Stunden lang hart arbeiten muß, gleich zu behandeln sein; wenn nun ein Taglöhner derzeit in der Regel einen Taglohn von 42 xr W.W. hat, so fallen davon auf 2 1/2 Stunden 8 3/4 W.W. dagegen entfallen von obigen Nachtwächterlohne pr. 64 fl 52 xr auf diesen Zeitraum 10 2/3 xr W.W. Nach der obigen Berechnung bezieht ein Nachtwächter der Ortschaften Stadt, Ennsdorf, Steyrdorf u. Aichet mehr als den eben ausgezeigten Betrag von 10 2/3 xr u. wenn auch die Nachtwächter der übrigen Ortschaften um etwas weniger Lohn haben sollten, so haben sie dagegen auch einen kleineren Terrain zur Aufsicht zugewiesen, und daher weniger Zeit- und Mühnaufwand. Ich glaube daher, es
seien die Beträge, welche die Nachtwächter von den einzelnen Hausbesitzern einsammeln, mit Hinzuschlagung des aus der Stadtkassa beantragten erhöhten Wohnzinnsbeitrages, zu ihrer Belohnung für ihren Dienst hinlänglich. Der zweite Punkt der gegenwärtigen Berathung ist, ob u. auf welche Art den Nachwächtern anstatt der eigenen Einsammlung die Beiträge der einzelnen Realitätenbesitzer zufließen gemacht werden sollen. Wenn hierin schon eine Änderung Platz greifen soll, so dürfte dieselbe nach meiner Meinung nur nach der Andeutung der KonkurrenzInstruction in der Art eintretten, daß der ausgemittelte Betrag des Lohnes der Nachtwächter, als eine Ausgabe auf eine Localpolizeyanstalt auf die Pfarrconcurrenz nach Maaßgabe der Grund- Häuser- u. Erwerbsteuer repartirt, u. mit den übrigen Konkurrenzbeiträgen eingehoben würde, wo dann die Stadtkassa nach seit einiger Zeit her aufgehobener Feuercassa den nach den auf den städtischen Realitäten haftenden, nicht unbedeutenden landesfürstlichen Steuern treffenden Beitrag zu leisten hätte. Allein da bisher von den einzelnen Hausbesitzern ihre Beträge willig an die Nachtwächter als ein Lohn der letzteren für eine Mühewaltung für die ersteren entrichtet worden sind, welches daraus erhellet, daß dießfalls selten eine Beschwerde eines Nachtwächters beim Magistrate vorgekommen ist, u. die Umlage auf die Konkurrenz als eine Neuerung Sensation erregen dürfte, glaube ich, daß hinsichtlich dieses Punktes ebenfalls bei der bisherigen Gepflogenheit belassen wer-
den sollte. Den 3. Fragepunkt bilden die von Seite der Stadt den Nachtwächtern anzuschaffenden Nachtwächter-Mäntel. Da für die hiesigen 9 Ortschaften, wie oben angeführt worden ist, besondere Nachwächter bestehen, und wegen der Entlegenheit derselben wohl auch bestehen müßen, so müßten wenigstens 9 Mäntel angeschafft u. hergehalten werden, was an u. für sich eine nicht unbedeutende fortlaufende Auslage verursachen würde; es kommt aber hierbei auch noch zu erwähnen, daß es hierorts wohl nicht ausführbar sei, daß die einzelnen Nachtwächter zu einer bestimmten Stunde, an einem bestimmten Orte abends die Mäntel abhohlen u. morgens wieder abgeben; würde aber diese Einrichtung nicht getroffen, so ist vorauszusehen, daß diese Mäntel auch zu andern Zwecken gebraucht, und leichtsinniger Weise abgenutzt u. verbraucht werden, wovon ein Nachtwächter die Schuld auf den andern schieben würde, und dergleichen mehr. Aus diesen Gründen glaube ich auch nicht auf die Anschaffung dieser Mäntel antragen zu können, um so weniger, als doch jeder Nachwächter die zu dieser Verrichtung ihm dienlichen u. nothwendigen Kleidungsstücke anzuschaffen im Stande ist. Rath Haydinger, der Oeconomierath u. Bürgerausschuß, sowie das Präsidium sind mit dem Referenten einverstanden, und bemerkt der Öconomie-Rath u. Bürgerausschuß noch besonders zum 1. Fragepunkte, daß einer weiteren Erhöhung des Lohnes um so weniger stattgegeben werden möchte, als ohnehin auf Umsetzung des jährlichen Wohnzinnsbeitrages von 12 fl W.W. auf 6 fl 48 xr CMz eingerathen worden sei, wodurch denselben eine Erhöhung von 2 fl CMz schon zugestanden weil der Dienst eines Nachtwächters für den ihn Versehenden nur Nebengeschäft ist, u. jeder einen anderweiten Haupterwerb hat, u. endlich
weil dieselben wenigstens in der Stadt u. von den größeren Hausbesitzern durchgängig mehr als 1 fl W.W. beziehen, wenn sie anders nur ihre Schuldigkeit thun; zum 2. Fragepunkte, daß darum auch um der Nachtwächter selbst willen, die dabei zu Schaden kommen würden, eine Repartirung nach Maaßgabe der Konkurrenzinstruction vermieden werden solle, weil dieselbe an sich lästig ist, dann weil, wenn eine Verpflichtung eintrette, die Nachtwächter um das Mehr, was ihnen Geschenk u. guter Wille bisher zugewendet hat, kommen würden, endlich weil unter der obigen Voraussetzung guter Dienstleistung ohnehin jeder Hausbesitzer die Nachtwächter über ihre Gebühr gern bezahlt hat, u. noch zahlt, und weil durch eine concurrenzweise Repartition dem Neujahrwünschen derselben, als einer einmahl hergebrachten Gewohnheit, somit das Einsammeln ihres Lohns verbunden ist, nicht gesteuert, u. so den Hausbesitzern nur doppelte Last zugehen würde; zum 3. Punkte, daß die Mäntel als Kleidungsstück auf Kosten der Stadt gebraucht werden, oder doch Ungeziefer unter den Nachwächtern verbreiten, ja einer ihn von dem andern nicht nehmen würde, wodurch eben der beabsichtete Zweck wieder verlohren ginge. Conclusum. Ist unter Anschluß eines Rathsprotokollsextractes Bericht an das k. k. Kreisamt zu erstatten. gelesen Woisetschläger Oek. Rath Reißer Bgst. Grasl Oek. Rath Bleyer Sekretär
Rathsprotokoll zur Sitzung am 13. Februar 1838 in Öconomicis. Gegenwärtige: Herr Bürgermeister Reißer Magistratsrath Haydinger Maurer Öconomie Rath Woisetschläger Grasel Sekretär Bleyer Referat des Magistratsraths Maurer. 763. Protokoll über die Vorlage des Kostenanschlages zur Abtragung eines Theiles des Ganglischen Hauses. Ist der innliegende Kostenanschlag samt den früheren Akten mittelst Bericht dem k.k. Kreisamte vorzulegen. Referat des Oeconomie-Raths Woisetschläger. 675. Das Taxamt überreicht das Journal für den Monath Jänner 1838. Dem Rechnungsrevidenten zur Revision. 685. Schneiderconto des Michl Lanzendorfer pr. 1 fl 36 xr CMz. Dem Kassaamte zur Zahlung pr. fl 36 xr CMz. 686. Regg̃sdecret dto. 18. Jänner 1838 N. 40120 intimirt durch K. Amts-
Signatur dto. 2. Feb. 1838 N. 1259 womit dem Kostenanschlage betreffend die pro 1837 präliminirten Pflasterungen die Adjustirung ertheilt wird. Dem Bauamte in Abschrift zur Wissenschaft. 708. Conto des Franz Müllner pr. 15 fl 54 1/2 xr CMz für verrichtete städtische Fuhren. Dem Bauamte zur Zahlung pr. 15 fl 54 1/2 xr CMz aus den Verlagsgeldern. 709. do. pr. 11 fl 4 xr CMz. Dem Bauamte zur Zahlung aus den Verlagsgeldern mit 17 fl 4 xr CMz. 710. do. pr. 1 fl 23 xr CMz Dem Bauamte zur Zahlung pr. 1 fl 23 xr CMz aus den Verlagsgeldern. 740. Relation des Bauamtsverwalters Benedikt über den Befund der geschehenen Neubrückenreparatur. Dem Kassamte mit dem Auftrage zuzustellen, für Reparirung der Neubrücke an Zimmermannsarbeit 64 fl u. für Schmidtarbeit 49 fl 30 xr zusammen 113 fl 36 xr CMz dem Bauamtsverwalter Benedikt als Verlagsgelder gegen Quittung auszubezahlen. 760. Wochenliste über vom 5. bis 10. Feb. geschehene Wegmacherarbeiten pr. 4 fl 18 xr W.W. Dem Bauamte zur Zahlung von 4 fl 18 xr Schein aus den Verlagsgeldern. 761. do. über in selber Zeit verrichtete Zimmermannsarbeiten pr. 1 fl 3 xr Schein. Dem Bauamte zur Zahlung von 1 fl 3 xr Schein aus den Verlagsgeldern. 762. Conto des Franz Weismayr pr 36 xr CMz für gelieferte 12 Stück Besen. Dem Bauamte zur Zahlung von 36 xr CMz aus den Verlagsgeldern. Referat des Oeconomie Raths Grasel. 654. Das Kassaamt überreicht die Steueramtsrechnung pro 1837. Dem Rechnungsrevidenten zur Revision. 655. Das Kassaamt überreicht den Ausweis über den pro 1837 in Geld reluirten Körnerdienst der Schekenamtsunterthanen. Dem Rechnungsrevidenten zur Revision. 690. Bauamtsverwalter Benedikt überreicht den vorläufigen
Kostenanschlag über die vom Expedit- und Taxamte gebethene Anschaffung einer neuen Kassatruhe, eiserner Fenstergitter, derlei Ofenkorbes u. Vorthüre. Wird dem Herrn KanzleyReferenten, MagistratsRath Haydinger zur weiteren Amtshandlung abgetretten. Woisetschläger Oek. Rath gelesen Grasl Oek. Rath Reißer Bgst. Bleyer Sekretär Rathsprotokoll zur Sitzung am 20. Februar 1838 in Öconomicis. Gegenwärtige: Herr Bürgermeister Reißer Mag. Rath Haydinger Buberl Öconomie Rath Woisetschläger Grasel Kaindl Sekretär Bleyer Referat des Mag. Raths Haydinger. 889. Das Taxamt um Bewilligung zur Aufnahme der sub Hauptbuch N. 652 de ao 1836 u. 225 u. 226. de ao 1837 bestehenden Taxrückstände in die Nachlaßtabelle. Fiat. 890. Das Taxamt um Bewilligung der Aufnahme der von Catharina Nore schuldigen Taxen Hptbuch N. 82, 1214, 1406, de ao 1836. u. N. 1013, 1325, de ao 1837 in die Nachlaßtabelle. In der Nachlaßtabelle aufzuführen. 888. Das Taxamt um Bewilligung der Aufnahme des Georg Bürklschen Taxrückstandes Hptbuch N. 584 u. 695 de ao 1837 in die Nachlaßtabelle Bescheid wie ad 890.
796. Konto des Buchdruckers Haas pr. 6 fl CMz für 300 Namensverzeichniße der Abnehmer von GlückwunschenthebungsKarten zu Namensfesten. Sind diese 6 fl CMz aus den dießfalls für die Armen eingegangenen Beträgen zu vergüten. 815. Das Expedit um Anweisung 3 fl 35 xr CMz Anschaffungskosten für die politischen Gesetzsammlungsbände pro 1832. bis inclus. 1834. Dem Kassaamte zur Berichtigung u. Verrechnung zuzustellen. 822. Kreisamtsdecret dto. 15. Feb. 1838 N. 301, daß die Aufnahme eines Diurnisten mit einem Taggelde von 45 xr CMz zur Aushülfe bei den Katastralarbeiten von h. Regg̃. bewilliget worden sei.Dem Kassaamte in Abschrift. 869. Das Taxamt um Bewilligung zur Aufnahme des Johann Grünwaldschen Taxrückstandes H. N. 100 de 1835. in die Nachlaßtabelle.Bescheid wie ad 890. 879. Das Taxamt um Bewilligung zur Aufnahme der sub H. N. 68, 70, 71 u. 72 de 1836 bestehenden Taxrückstände in die Nachlaßtabelle. Bescheid wie ad 890. 870. Das Taxamt um Bewilligung zur Aufnahme eines sub Hptbuch N. 59 u. 60 de 1836 adnotirten Taxrückstandes in die Nachlaßtabelle. Bescheid wie ad 890. 867. Das Taxamt um Bewilligung der Aufnahme des sub Hpt. B. N. 1979 de ao 1833 dictirten Pönfalls pr. 15 fl CMz in die Nachlaßtabelle. Bescheid wie ad 890. 876. Das Taxamt und Bewilligung zur Aufnahme der sub Hptbuch N. 67 u. 74 de 1836 adnotirten Taxreste in die Nachlaßtabelle. Bescheid wie ad 890. 858. Das Taxamt überreicht die Nachlaßtabelle über seit dem Jahre 1827 bis inclus. 1837 bestehende, jedoch uneinbringliche Taxrückstände. Ist sich wegen Erwirkung der h. Regg̃sgenehmigung zur Abschreibung dieser Rückstände mit Bericht an das k.k. Kreisamt zu ver-
wenden. Referat des Mag. Raths Buberl. 778. Protokoll mit dem Bürgerausschuße Josef Nekheim über das Gesuch des Mathias Gausterer und Anweisung des vierteljährigen Betrages für die Stadtbeleuchtung pr. 210 fl 30 xr CMz. Aufzubehalten, u. ist innliegende Konto des Mathias Gausterer pr. 210 fl 30 xr CMz dem Kassaamte zur Zahlung gegen Bestättigung zuzustellen. Referat des Öconomie-Raths Woisetschläger. 841. Kreisamtssignatur dto. 3. Feb. 1838 N. 1260 mit dem h. Regg̃sdecrete dto. 18. v.M. N. 40835 wodurch das Licitationsergebniß betreffend die Reparaturen an der obern Ennsbrücke genehmiget wird. Dem Kassaamte u. Bauamte in Abschrift, u. ist der Erstehern das Licitationsprotokoll in klaßenmäßig gestämpelter Abschrift zuzustellen. 877. Wochenliste über vom 12. bis 15. Feb. 1838 an den Burgfriedstraßen verrichtete Wegmacher- u. Handlangerarbeiten pr. 10 fl 84 xr W.W. Dem Bauamte zur Zahlung von 10 fl 24 xr W.W. aus den Verlagsgeldern. Referat des Öconomie-Raths Kaindl. 808. Kreisamtssignatur dto. 14. d.M. N. 1554 mit dem h. Regg̃sdecrete dto. 18. Jänner 1838 N. 904, daß die Pflasterungen am Spital- u. Jexmayr-Müllerberge bereits mit Verordnung dto. 18. Jänner d.J. N. 40120 genehmiget worden seien, sohin einer neuerlichen Genehmigung nicht bedürfen. Wird zur Wissenschaft genohmen, u. in der Registratur zu hinterlegen. Woisetschläger Oek. Rath Grasl Oek. Rath gelesen Kaindl Reißer Bgst. Oek. Rath Bleyer Sekretär
Rathsprotokoll zur Sitzung am 6. März 1838 in Öconomicis. Gegenwärtige: Herr Bürgermeister Reißer Magistratsrath Haydinger Maurer Öconomie Rath Woisetschläger Grasel Kaindl Sekretär Bleyer Referat des Magistratsrathes Maurer. 736. Protokoll mit dem Nachtwächter Paul Leitner N. 88. in der Stadt um Anweisung des Wachtgeldes pr. 1 fl 30 xr Schein aus der Stadtkassa für die städtischen Gebäude. Wird dem Kassamte aufgetragen, den Nachwächtern in der Stadt in Hinsicht auf die städtischen Gebäude den Nachwächterlohn pro 1837 mit 1 fl 30 xr W.W. auszubezahlen.
797. Protokoll über die Beischaffung von 12 Klaftern weichen 30 Zoll langen Brennscheitern in das hiesige Krankenhaus. Nachdem eine mindere Forderung als jene des Josef Brandstetter nicht erzielt wurde, ist demselben so wie dem M. V. F. Rechnungsführer eine Abschrift dieses Protokolls, mit dem zuzustellen, daß die Lieferung von 12 Klaftern 30 Zoll lange Brennscheiter von guter Qualität in das hiesige Krankenhaus in dem versprochenen Termine zu geschehen, und die Zahlung von 9 fl 54 xr W.W. pr. Klafter nach ausgewiesener richtiger Lieferung zu leisten sei. 42. Bernhard Benedikt, Schullehrer im Ennsdorfe, um Geldremuneration u 2. Klafter weiche Brennscheiter für den Winter 1838. Da dieses Gesuch auf keinem gesetzlichen Grund beruht, kann es nicht bewilliget werden. 863. Anzeige der M. V. Fonds Rechnungsführung, daß durch den Tod der Elisabeth Molterer eine Sondersiechenhauspfründe erlediget worden. Ist diese Pfründe der Elisabeth Hartmann, Unterstandlerin im Bürgerspitale, vom 4. d.M. an gegen Einziehung ihrer Armenporzion verliehen, und hiernach ihr sub N. 314 p. de 1837 vorliegendes Gesuch zu erledigen. Referat des Oconomie-Raths Woisetschläger. 862. Bericht des Rechnungsrevidenten Loitzenbauer ad N. 514, daß dem Mathias Reder 300 fl CMz a Conto seiner Forderung für zum Steyrbrückenbaue geliefertes Holzmateriale zahlbar angewiesen werden könne. Ist nunmehr dem Mathias Reder der angesuchte
Betrag pr. 300 fl. CMz für geliefertes Holzmateriale zur Steyrbrücke vom Kassaamte gegen Quittung auszubezahlen, der noch bleibende Rest aber mit 133 fl 29 xr CMz ist erst nach herabgelangter h. Regg̃serledigung zu verabfolgen 966. Sekretär Bleyer um Zahlungsanweisung 5 xr CMz Bothenlohn bei der Stadtcassa. Dem Kassaamte zur Zahlung von 5 xr CMz. 1002. Tax Journal vom Monathe Februar 1838. Dem Rechnungsrevidenten zur Revision. 1010. Taxrest Journal de ao. 1834. Dem Rechnungsrevidenten zur Revision. 1114. Revisionsbefund der Bauamtsgeld- und Materialrechnung pro 1837. die Rechnung am 7. März 3 Uhr Nachmittags mit Zuzug der Öconomie-Räthe u. Bürgerausschüße aufzunehmen. 1270. Atzungsconto für den Monath Februar 1838. Dem Kassaamte zur Zahlung von 18 fl 33 3/3 xr CMz für Atzungskosten, u. mit 6 1/5 xr CMz für Servicegebühren. 991. Wochenliste über vom 19. bis 24. Feb. 1838 verrichtete Handlangerarbeiten pr. 14 fl 24 xr W.W. Dem Bauamtsverwalter Benedikt zur Zahlung von 14 fl 24 xr Schein aus den Verlagsgeldern. 992. do. über in selber Zeit verrichtete derlei Arbeiten pr. 3 fl 36 xr W.W. Dem Bauamtsverwalter Benedikt zur Zahlung von 3 fl 36 xr Schein aus den Verlagsgeldern. 993. do. über in selber Zeit an den Burgfriedstraßen gegen Sierning u. Enns verrichtete Wegmacherarbeiten pr. 6 fl 48 xr W.W. Dem Bauamtsverwalter Benedikt zur Zahlung von 6 fl 48 xr Schein aus den Verlagsgeldern.
1009. Grundbuchsführer Loitzenbauer überreicht ad N. 3564 einen für die Stadtkassa auf dem Hause N. 20 in der Stadt intabulirten Schuldschein pr. 2400 fl CMz. In der Kapitalien Schreine zu hinterlegen, deßen das Kassaamt zu verständigen. Referat des Öconomie-Rathes Grasel. 655. Kassaamtsausweis über den pro 1837 in Geld reluirten Körnerdienst der Schekenamtsunterthanen zur Revision u. Bestättigung. Dem Kassaamte zur Empfangnahme u. Verrechnung mit 212 fl 2 1/2 xr Schein. Referat des Oconomie-Raths Aloys Kaindl. 1278. Wochenliste über vom 26. Februar bis 3. März 1838 in den Gassen der Stadt verrichtete Wegmacher- u Handlangerarbeiten pr. 56 fl 6 xr W.W. Über geschehene Revision dem Bauamte zur Zahlung aus kammerämtlichen Verlagsgeldern mit 56 fl 6 xr Schein. 960. Kreisamtsdecret dto 21. Feb. 1838. N. 1916 womit die h. Hofkanzeleientschließung dto. 19. Jänner 1838 N. 1446 eröffnet wird, daß die Magistrate der l.f. Orte künftig die Differenzen zwischen den präliminirten u. realisirten Empfängen u. Ausgaben mittelst eigenen Übersichten auszuweisen, und jede Abweichung vom Präliminarbetrage umständlich zu rechtfertigen haben. Das Original in der Registratur aufzubehalten, u. zur genauen Beobachtung der darin enthaltenen Weisungen Abschriften dem Kassaamte, dem Bauamte und Rechnungsrevidenten mit dem hinauszugeben, daß ersteres bei Verfaßung der Rechnungspiecen und Präliminarien die in diesem Dekrete enthaltenen Weisungen genau befolge, u. bei all-
fälligen Überschreiten der Präliminaranträge die Anzeige an den Magistrat erstatte; daß das zweite bei seinen Verrechnungen und Präliminarverfaßungen sich danach benehme; der Letztere aber bei Revision der Rechnungen über die geschehene Befolgung dieser h. Verordnung wache. 999. Schreiben vom Magistrat Freystadt und Empfangsbestättigung der am 3. Nov. 1837 anhergeschickten Concurrenzkosten pr. 1 xr 3 ₰ CMz. Dem Kassaamte zur Ausstellung der verlangten Empfangsbestättigung zuzustellen. 1029. Das Expedit um Zahlungsanweisung des für die Stadtcommune bestrittenen Postporto pr. 2 fl 36 xr CMz. Die 2 fl 36 xr CMz werden über geschehene Revision bei der Stadtkassa zahlbar angewiesen. 1011. Bauverwalter Benedikt um Anweisung von Verlagsgeldern bei der Stadtkassa. Das Kassaamt hat dem Bauamtsverwalter den nachgesuchten Vorschuß auf Bauverlagsgelder mit 100 fl CMz u. 200 fl Schein auszuzahlen, u. auf Bauverlagsgelder zu verrechnen. 1276. Holzschneider conto pr. 10 fl 16 xr CMz. Über geschehene Revision dem Bauamte zur Zahlung 10 fl 16 xr CMz aus bauämtlichen Verlagsgeldern. 1277. Brunngraberconto des Ignatz Ekmayr pr. 36 xr CMz. Dem Bauamte zur Zahlung aus kammerämtlichen Verlagsgeldern mit 36 xr CMz. Grasl Oek. Rath Kaindl Oek. Rath gelesen Woisetschläger Oek. Rath Reißer Bgst. Bleyer Sekretär
Rathsprotokoll zur Sitzung am 13. März 1838 in Öconomicis. Gegenwärtige: Herr Bürgermeister Reißer Magistratsrath Haydinger Maurer Ökonomierath Woisetschläger verhindert Grasel Kaindl Sekretär Bleyer Referat des Magistratsraths Haydinger. 1367. Begräbnißconto der Armeninstitutspfründerin Elisabeth Bichlwanger pr. 38 xr CMz. Dem Armenkassier zur Berichtigung u. Verrechnung 1366. do. des Josef Buchleithner pr. 1 fl 14 xr CMz. Bescheid wie ad 1367. 1369 do. der Magdalena Gült pr. 1 fl 14 xr CMz. Wie ad 1367. 1368. do. der Elisabeth Aigner pr 1 fl 14 xr CMz. Wie ad 1367.
1370. Begräbnißconto des Anton Dobitzky pr. 1 fl 5 xr CMz. Dem Armenkaßier zur Berichtigung u. Verrechnung. 1364. Protokoll mit Franz Braitenlachner pcto Bewilligung zur siebenmonathlichen ratenweisen Abzahlung seines Taxrestes pr. 176 fl 41 xr CMz. Gegen genaue Zuhaltung bewilliget. Referat des Magistratsraths Maurer. 974. Das Kassaamt erstattet seine Äußerung über die zum hiesigen Bruderhausamte ausständigen Burgfrieddienste von städtischen Gebäuden. Referent erstattet folgenden Vortrag: Ich habe in der politischen Rathssitzung vom 21. Oktober v.J. den Vortrag wegen dieses Burgfrieddienstes gemacht, welchen ich hiermit wiederhohle. Lauf des Burgfrieddienstbuches beim Bruderhausamte Steyr angefangen ao. 1787 hatte die Stadt Steyr zum Bruderhausamte zu entrichten: 1. vom Michael Scharr, oder Christof Loteringerischen Altens Gallmoserischen Hause, so zu denen Klosterfrauen komme, Georgi Dienst 15 xr 2. vom Lazareth-Hause Michaeli Dienst 22 2/4 xr 3. vom Todtenlaßerhäusel Michaeli Dienst 9 xr 4. vom Michael Sorger, oder Paul Rodlmayrschen Hause, worinnen die Stadt 2 Nachtwachter haltet, Michaeli Dienst 10 xr 56 2/4 xr Diese Beträge sind auch bis zum Jahre 1793 als jährlich einbezahlt in Empfang gestellt. Endlich ist angemerkt, daß künftig wegen an Heinrich Goldthan verkauften Lazarethhaus die Stadt nur mehr 34 xr zu entrichten habe, u. es ist aber seit dem Jahre 1794 eine geschehene Einzahlung irgend eines Betrages nicht mehr aufgeführt; da der gegenwärtige Besitzer des Lazarethhauses N. 9 bei der Steyr Johann Schlager jährlich die auf diesem Hause haftenden 22 2/4 xr Michaeli Dienst zum Fonde entrichtet, so handelt es sich nur mehr um den ab¬
gängigen, die übrigen 3 Häuser treffenden Betrag pr. 34 xr das erste dieser Häuser scheint das im ältesten städtischen Grundbuche sub N. oder Folio 88/89 enthaltene Haus, benannt "der Klosterjungfrauen Gottlieb Hofmannsches Haus" zu sein, und es ist bei selbem folgendes bemerkt: Deßen Mathiä Wözingerische Behausung, so zu einer Lauretha Kapellen gemacht worden ist, pr. 200 fl in der Einlag gelegen, so sie aber anno 1680 käuflich an sich gebracht, von welchen sie auch ein löblicher Magistrat Kraft Vergleichs datirt 28. März obberührten 1680sten Jahres gegen Erlag 250 fl ewigen Kapitals ohne davon weiters laufenden Interessen aller bürgerlichen [?] u. Gefäll außer der 2 ß jährlichen Dienst zu dem Bruderhaus, derentwillen sie Klosterjungfrauen besonders 5 fl zu gemeiner Stadt angelegt, u. von solchen jährlichen 2 ß Dienst durch das Steueramt zu bezahlen seint befreit, also auszuwerten. Das Todtenlasserhäusel ist im ältesten städtischen Grundbuche sub N. oder Folio 377 enthalten, ohne aller weiteren Bemerkung, als daß sich beede Bedl-Richter darinnen befinden. Dieses Häusel scheint gleich neben dem Lazarethhause befindlich gewesen zu sein, und ist ohne Zweifel das Häusel N. 10. bei der Steyr, welches unter dem Nahmen Wachter- oder Beflrichterhäusel laut des im I. B. des Gewährbuches Seite 1182 eingetragenen Kaufcontractes vom 9. Oktober 1805 dem Kupferhammerschmied Ignatz Hieber außer dem Kaufschillinge mit der Verbindlichkeit von Seite der Stadt erkauft worden ist, daß er als Realitätensteuer 58 2/4 xr dann als Landsteuer und Dienst 1 fl 30 xr entrichte. Das Michael Sorgersche Haus kommt im ältesten Grundbuche Folio 504 nur mit der Bemerkung vor, daß es der Wachter Wohnung u. an Gaben Nichts auszusetzen sei.
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