Ökonomische Ratsprotokolle 1837

dem Antrage vorzulegen, daß diese Baukosten aus dem Vermögen der Vorstadtpfarrkirche Skt. Michael bestritten werden, da dasselbe nunmehr hinreichend dazu sei, u. daß, wenn auch dieses diese Kosten auf einmahl nicht tragen könnte, einige Reparaturen, als z.B. die Aufführung eines neuen Rauchfanges, die Abscheidung des Pfarrhofes vom Bürgerspitale auf dem Dachboden, u. die Einmauerung steinerner Bodenfenstergerichte, als minder dringend u. nothwendig noch einige Zeit verschoben werden könnten. Zu diesem Ende wäre auch ein Extract aus der Kirchenrechnung pro 1836. anzuschließen. M. Rath Haydinger ist der Meinung, daß von diesen Baureparaturen, die unumgänglich nothwendigen ausgeschieden u. auf städtische Kosten, da das Gebäude Eigenthum der Stadtgemeinde sei, hergestellt werden sollen. Was sich nicht unter die Rubrik : Nothwendig u Baufällig bringen laße, habe aber auf sich zu beruhen, u sei hiernach der Antrag zu stellen. M. Rath Freyinger stimmt dem Antrage des M. Rathes Haydinger jedoch mit der Modification bei, daß die Reparaturskosten aus dem KirchenVermögen zu entnehmen komme, weil das Gebäude ein Pfarrhof sei, u nach den bestehenden Directiven bei derartigen Baulichkeiten zuerst dieses Vermögen, u. dann erst der Patron in Anspruch genohmen werden könne. M. Rath Buberl tritt der Ansicht des M. Rathes Freyinger bei. Mit diesem Antrage ist auch der Okonomie - Rath Reschauer einverstanden, u. bemerkt nur noch, daß als nothwendige Reparaturen nur folgende auszuheben, zu erkennen, u. daher zu beantragen seien, als : 1. Vermachung der im Gewölbe befindlichen Glokenzugöffnungen. 2 Ausbeßerung des Pfeilers am Abtritte gegen den Steyrfluß zu. 3. Herstellung eines steinernen

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