Politische Ratsprotokolle 1836

auf jene vorzüglich Rüksicht genommen werde, die bei der Stelle, wo sich die Erledigung ergiebt, selbst angestellt sind, und sich dabei mehrjährige Verdienste erworben haben. Da der Sekretär Buberl, der mit allen Wahlfähigkeitsdecreten versehen, somit in dieser Rüksicht schon für diesen Dienstplatz ganz geeignet ist, durch 15 Jahre bereits ununterbrochen in dieser Eigenschaft beim Magistrate hier angestellt sich befindet, selber in dieser langen Zeitperiode durch Fleiß, Eifer und Treue in seinen Berufsgeschäften sich hervor gethan, nebst: bey viele Geschiklichkeit, Umsicht, schnelle Faßungskraft und Fertigkeit in seinen Arbeiten gezeiget, in Geschäften aller Art, vorzüglich in wichtigen Criminal-Verhandlungen die Räthe suppliret, überdieß sein bisheriger Lebenswandel ganz untadelhaft, und sein Betragen höchst bescheiden und gelaßen war, er zudem voll Ehrgefühl und im kräftigsten Mannesalter ist, auch in dieser langen Zeit seiner Amtirung die Ver hältniße der Stadt und der Bürgerschaft genugsam kennen gelernt, folglich das Vertrauen der Bürgerschaft in vollem Maaße erworben, so mußte wohl, da diesem keiner der übrigen Competenten in diesen Eigenschaften gleich gesetzt werden kann, ihm zu diesem erledigten Platze vor allen der Vorzug gegeben werden. Was den secundo loco vorgeschlagenen 2. hiesigen Magistratssekretär Josef Lampl anbelangt, so war selber bereits seit dem Jahre 1831 als Gerichtsactuar, dann als Justiziär bei der Herrschaft Salaberg angestellt, und da er hier beim Magistrate vor seiner Anstellung die vorgeschriebene einjährige Rechtspraxis genohmen, so war er von daher schon dem Magistrate als ein sehr geschikter, fleißiger und rechtlicher Mann bekannt, weswegen er auch bei der im Jahre 1834 erledigten 2. Sekretärs-

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