Am 5. August 1533 wurde Weyer von Kaiser Ferdinand I. das Privilegium des Eisenhandels bestätigt, und am 4. Oktober 1535 erneuerte er das Recht auf einen Wochenmarkt, der jeden Dienstag abgehaiten wurde. Auf Betreiben des mächtigen Hammerherrn Sebastian Händl wurde am 2. Mai 1564 durch den Kaiser dem Markt ein Wappen verliehen. Es bestand aus dem steirischen Panther im grünen Feid, dem babenbergischen Bindenschiid, aus Mond und Stern des Kiosters Garsten und aus der Darstellung der Gründungssage von Weyer, in der ein Biber aus einem "Weiher" steigt. 1576 bestand die Bürgerschaft von Weyer aus den Besitzern von 93 Häusern, und um 1583 lagen sieben Hammerwerke am Gafienzbach. Der Reichtum durch die Eisenverarbeitung drückte sich bei vielen Bürgern in dem Spruch aus, daß ihre "Putschendl" (kleine Siibermünzen) aile rot, das heißt zu Dukaten, geworden wären. Die bekanntesten Hammerherrenfamiiien waren die Egerer, Händl, Ochs von Sonnau, Kernstock, Kerzenmandl, Pantz, Prevenhueber, Tredl, Scheuchenstuehl und Wurschenhofer.
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