Einleitung Am Montag, den 9. September 1532, begann für Weyer die "Stunde Null". Eine türkische Streifschar legte den Markt in Schutt und Asche, nur das Fischerhaus am Kirchenberg blieb verschont. Wer von den Bewohnern nicht geflohen war, wurde niedergehauen oder verschleppt. Fast alle Privilegien und Urkunden wurden ein Raub der Flammen. Schindeldächer, Dachstühle, Holzauf bauten und die meisten Stockwerke brannten aus. Das mittelalterliche Weyer hatte zu bestehen aufgehört. In den folgenden Jahrzehnten entstand aus den Trümmern eine Reihe von Bürgerhäusern, die im neuen Baustil der Renaissance von italienischen Baumeistern errichtet wurden. Nur im Erdgeschoß waren noch die spätgotischen Steinpfeiler zu sehen. In der Zeit der wirtschaftlichen Blüte, die Weyer auch die Bezeichnung "Güldenes Märktl" einbrachte, waren es die Hammerherrenfamilien, die durch eine großzügige Ausstattung ihrer Innenhöfe neue Akzente setzen konnten.
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