Steyrer Werksarbeiter, 32. Jg. April 1980, Nr. 3

IMA! TAG DER SOLIDARITÄT \ Zum neunzigsten Mal begeht Kampf- und Feiertag den 1. die internationale Arbeiterklasse ihren Mai. Dieser Tag wurde nicht willkürlich festgelegt. Die Entstehung des 1. Mai hat ihre besondere Geschichte. Arbeitervertreter aus 22 Ländern, die gleichzeitig Gründer der II. Internationale waren, forderten die Arbeiter aller Länder auf am 1. Mai 1890 für den 8-Stundentag und die internationale Solidarität auf die Straße zu gehen. Zum erstenmal demonstrierten damals die Arbeiter, als noch nicht daran zu denken war, diesen Tag zum gesetzlichen Feiertag zu erklären. Das Echo auf den Aufruf der II. Internationale war groß. In London, Paris, Brüssel, Petersburg, Moskau, Warschau, Wien und Bukarest herrschte Arbeitsruhe und es kam zu Streikes und Aufmärschen. 90 JAHRE 1. MAI Inzwischen sind 90 Jahre vergangen, aber der 1. Mai hat seinen Sinn behalten. Der Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit ist nicht aufgehoben, sondern wird durch die Politik der Sozialpartnerschaft lediglich verwischt und vernebelt. Es zeigt sich immer deutlicher, die Durchsetzung der Interessen der Lohn- und Gehaltsempfänger crlux^eit Aktionen. Nur dort, wo sich die Beschäftigten zur Verteidigung ihrer Arbeitsplätze zur Wehr setzen,haben sie auch Aussicht auf Erfolg. Um die Realeinkünfte zu sichern und eine Steigerung der Kaufkraft der arbeitenden Menschen zu erreichen ist es notwendig aktionsmäßig aufzutreten. Auch für die Durchsetzung einer aktiven Lohnpolitik und einer sozialen Steuerreform ist- es notwendig, daß sich die arbeitenden Menschen selbst zu Wort melden. FÜR EIN GESUNDES LEBEN Die Herabsetzung des Pensionsalters für Schicht-, Nacht-,Schwer-und gesundheitsschädigende Arbeit erfordert, daß die Unter sehriftenak - tion mit noch größerem Nachdruck fortgesetzt wird. Die Durchsetzung unseres Zieles die Gesundheitspolitik ausschließlich an die Interessen der arbeitenden Menschen zu orientieren, erfordert noch viele Aktivitäten. Auch der Widerspruch zwischen der Welt des Kapitals und der Welt des Sozialismus wird immer deutlicher. Unsicherheit, anhaltende Massenarbeitslosigkeit, Benachteiligung und Diskriminierung ganzer Völker und Rassen, Ausplünderung der Entwicklungsländer im Kapitalismus. Aufwärtsentwicklung, Sicherheit, nationale Gleichberechtigung, sich entfaltende sozialistische Demokratie im Sozialismus. Um davon abzulenken versuchen die reaktionären Kräfte des Imperialismus die errungenen Erfolge der Entspannung und des Friedens wieder rückgängig zu machen. Daher demonstrieren wir an diesem 1. Mai auch für die weltweite Solidarität der Arbeiterklasse mit den sozialistischen Staaten und der nationalen demokratischen Befreiungsbewegung in den Entwicklungsländern. Gegen die verlogene antikommunistische Hetze, für eine aktive Neutralitätspolitik Österreichs im Interesse der weiteren Festigung der Entspannung für Abrüstung und Frieden.

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