Urkundenbuch des Landes ob der Enns

751 und von dem durchleuchtigen fürsten König Rudolfen von Rom unserm vrenen, und darnach von Herzog Rudolfen von Oster¬ reich unserm lieben brüder, den allen got genad bestätigt ist und baten uns demütichlich das wir in die vernemen, und bestetten gerüchten von unser gnaden. Dieselb hantfest in latein ge¬ schriben ist und lautet in teutsch als hienach gechribens stet. Folgt nun die Bestätigungs-Urkunde Rudolfs IV., Wien, 4. Juni 1362: enthaltend die Konfirmation Kaiser Rudolfs, Wien, 13. Jänner 1277, in der wieder das Hauptprivileg Herzog Friedrichs II., Krems, 25. September 1241 über die Verleihung von Ekkendorf bei Wagrein und der zwei Höfe zu Pe¬ schingen und zu Ceite an Wilhering inseriert erscheint. Nu haben wir der vorgenant Herzog Albrecht angesehen, den steten und enczigen gotes dinst der in dem vorgenanten Gotzhaus, ze Wilhering stetichlich begangen wirt, Darumb so sein wir zu des vorgenanten Abts und des Conuentz demütige gebet genedichlich genaiget und haben die vorgenant hantfest, von welhen fürsten unsern voruordern in die gegeben sind, mit irr vernewung, bestett und verneet, bestetten und vernemen die auch mit chraft diez briefs und wellen daz die bey iren Kreften mit allen den punden und artikeln die darinne be¬ griffen, und verschriben stent, vestichlich beleibe. Darumb ge¬ bieten wir allen unsern Hauptleuten, Herren, Rittern und Knechten, Mauttern, Purgern und allen andern unsern Ampt¬ leuten und undertanen, daz si den vorgenanten dem abt, und dem Conuent ze Wilhering wider dise unsere bestättigung chainen Jnual noch irrung tun noch yeman ander gestatten ze tun in dhainen weg, Sunder daz si den vorgenanten Abt und den Conuent bey diser unsrer freyung und gnad beleiben lazzen, und dawider nicht tun, in dhainen weg. Wer aber da¬ wider tête, der wizze sich in unser ungenad swerlich veruallen sein. Und des ze vrchund und sicherheit Hiezzen wir unser Jnsigel henchen an disen brief. Der geben ist ze Lyncz an Mentag vor sand Andres tag des zweif boten. Nach Kristes ge¬ purd Dreuczehenhundert Jar, Dar nach in dem Newn und Sibenzigsten Jare. Das Siegel von ungebleichtem Wachs, an einem Perg.-Streifen, verletzt, stimmt überein mit Herrgott Nummotheca, Tab. VIII, Nr. 2, aber ohne Rück¬ siegel. — Orig. auf Perg. im Archiv des Stiftes Wilhering.

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