Urkundenbuch des Landes ob der Enns

734 davon geirret werden. Davon nach ihr fleissigen und de¬ müthigen Bette, durch frummen und Besserung willen derselben unser Stadt, haben wir mit guter Vorbetrachtung und nach Rath unsers Raths denselben Zoll abgenommen, und den genannten Wochenmarkt von sunder Gnaden davon gefreyet mit fürstlicher Macht, und freyen auch wissentlich mit Kraft dieses Briefs. Ausgenommen doch den Zoll, der uns in unser Büchsen daselbs in unserm Mauthhaus gefallet, der uns bleiben soll, als es von Alter herkommen ist. Mit Urkund diese Briefs, geben zu Wien am St. Leonhards Tag, nach Christi Geburt drey zehenhundert Jahr, und darnach in dem neun und sieben¬ zigsten Jahr. Kurz: Österreichs Handel, pag. 455 (ohne Provenienz-Angabe). Das Datum daselbst, 16. November, ist irrig. 599. 1379. Wien. 7. November. (Montag vor Martini.) Albrecht, Herzog von Österreich, erläßt einen Befehl bezüglich der Gerichtsstrafen, der Pfändung und des Weinschenkens um Steyr Wir Albrecht von gotes gnaden, Herzog ze Ostereich, ze Steyr, ze Kernden, und ze Krain, Graf ze Tyrol etc. Embieten unserm getren lieben Reymprechten von Wasse, oder wer, an seiner stat ist, dacz Steyr, unser gnad, und alles gut. Unser ge¬ trewn - die Purger daselbs ze Steyr haben Vns geczaiget ein Abschrift des briefs, den in weilent unser lieber Herr und vatter Herzog Albrecht selig gegeben hat, damit er in solich gnad getan hat, Swaz man in der Stat ze Steyr wandelt, von wanne die wandelung geschicht, das sol auch dacz Steyr ausgericht werden, und mügen auch unser Purger darumb aufgehalten, Swes man auch vor unserm Richter an laugen ist, darumb sol der Richter dem gelter phant antworten, und da man auch auzzerhalb des purchfrides ze Steyr inner ainer meil chainen ein schenchen sol, an dhainer ungewonlichen stat. Da emphel¬ hen wir dir und wellen gar ernstlich, das du dieselben unser Purger bey der genanten unsrer gnad beleiben lazzest, und in dawider chain irrung, noch besserung tust in dhain weise, waan

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