Urkundenbuch des Landes ob der Enns

713 welich zil wir den obgenanten unsern Bruder oder sein erben nicht werten noch richten irr gelts als da oben geschriben stet. Wenn denn der genant unser Bruder oder sein erben, oder yeman anders von iren wegen, Sy darumb vordert ze Haus, ze Hof oder under augen, So sol ir iglicher in den nesten Acht tagen nach der vordrung mit zwain erbern, ob er selb¬ nicht laisten wil, noch mag, und mit vier Pferden invarn und laisten, ze der Newstat in ain Offen Gasthaus und da nicht auskomen, der vorgenant unser Bruder oder sein erben werden ee gericht und beczalt des gelts, das Jn dann aus leit, an alles geuer, zu welchem zil aber die egenanten Selbgeschon und mit gülten, ain Moned gelaist hieten, und der genant unser Bruder oder sein erben, dennoch nicht gewert weren des gelts, darum Si dann gelaist hieten, So mag der vorgenant unser Bruder uns und Sy darumb wol gehenden an unser Leuten und gütern, und sullen wir das und Sy nicht ver übel haben in dhain wege, ob auch dhainer der genanten Selbgescholen und mitgülten vor abgieng oder sust vnnucz wurde, ee der genant unser Bruder oder sein erben irs gets gericht weren, als vor begriffen ist, an des stat, sullen wir Jn ainen andern als guten geben inner ainem Moned oder die andern, sullen aber laisten zu der Newstat, und aus der Laistung nicht komen, vncz daz wir das selb getan, und ainen andern selb¬ gescholen und mit gülten gegeben haben, als dauor geschriben stet, an alles geuerd. Des ze vrkund hiessen wir vorgenant herzog Albrecht unser Jnsigl henken an dissen Brief und wir die vorgenanten Selbgescholen und mitgülten veriehen und bekennen, das wir hinder dise gelübde williclich komen sein, und verpinden uns bey gesworn anden zu den heiligen alles das stet ze haben und ze volfuren was da oben von uns ge¬ schriben ist und haben dadurch unsre Insigel auch an disen brief gehenket. Daz geschach und ward der brief geben ze Wienn an sand Michels tag, Anno Domini Millesimo Trecentesimo LXX Nono z. Ein gelbrief umb Hundert tausent gulden. Abschrift auf Papier, Sac. XVII. im k. u. k. H. H. und Staatsarchiv in Wien

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