Urkundenbuch des Landes ob der Enns

697 da sitzen werden, ewickleich und auch unserm Marckh Mar¬ teinsdorff dy recht geben haben, die in dem gegenbürtigen brieff geschriben stendt, Am ersten das Nyemant Wein nach Most schol fuer in den Marckh nach da niderlegen ze Mar¬ teinsdorff, denn dy mit aigen Rückh da siczen, dy schullen inn auch nur dar füeren zwischen Sand Michels tag und Sand Merten tag ieren Paw wein, wo Sy den haben, hie oder als wo, War aber das dann, das ir ainem sein paw wein ver¬ poten wurden oder nidergelegt auff ains andern Herrn guet, wie sich das fuegat, das er sew nicht in der vorgemelten zeit her in möcht bringen, wann er sew dan richtig macht, So mag sew an Schad wol in den Marckh fueren, ze welicher zeit das ist im Jar, Also das er sich der Jrrung erkunden schol¬ zwischen Sand Michels tag und Sand Merten tag. Tat er des nicht, so schol er dy wein fuer dy egenanten zeit nicht fueren. Er schol auch das weisen pey seinem aid. Es schol auch khain gast Most nach ein nicht da niderlegen oder ber dy grunn fueren, er sey pey dem Marck gewachsen oder nicht, wer es aber dar ber thuet oder wo man di Most oder Wein begreifft, di schullen de Puriger auff dy erdt slahen, und was man Wein in der freyung drey tag, des Suntag nach Sand Jacobstag in den Marckh gefüert würdet, dy schollen in der freyung drey tag nach dem Jarmarck vertan werden, was man ir begreifft nach den dreyen tagen er sey zu Ainem ge¬ sessem oder ungesessen, du schol man auch auff dy erdt sahen, Wir aber das, dann das man Nyemant wein auff di erdt slueg, er sey gesessen oder ungesessen, ob der Selb un¬ ser Pürgern oder unserm Marckh Schaden wolt zwe ziehen. des schol wir, und ain yegleicher Haupman auff dem Farichten¬ stain, in Schermund ausrichter sein, an aller stat. War auch das, dann das uns vorgenanten Grafen von Marteinsdorff oder unsern erben Wein abgieng, So schol wir trinckhwein in den Marckh füern was wir sein bedürffen und khain schenckhwein angefär, Und dy weil acht kueffen wein in dem Marckh ligen, so schol man kain wein in den Marckh füern, Wir aber das, dann, das dem Marckh Wein abgieng, So haben dy gesessen vollen gewalt, wein in den Marckh ze fer, und dar ber hab wir gesetzt Sechs puriger auff yedem tail drey, di das behuetten,

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