Urkundenbuch des Landes ob der Enns

647 leich ain jartag begen schullen des nachsten erichtags nach dem aufferttag mit ainer vigilij und mit ainer gemainen mess und mit zwain gesprochen messen dapey also, daz man des selben tags den herren in dem convent geb auch da von ain phunt wienner phenning noch nicht mer noch minner, davon man den drin priestern raichen scholl iglaichem vier phenning geltz und achczechen zü den cherczen und di siben schilling der gemain und dem mesner sechs phenning uber daz phunt; die selben phenning man raichen scholl von dem egenanten güt an alle ierrung des nachsten mantags nach dem auffert¬ tag und zwai vogt huener in die abtay. wer awer daz des nicht geschâch und daz di mess und der jartag im verczogen würden, so schüllen die nachsten erben sich des selben guets undercziechen so lang uncz das all die sawmung werd wider tan die an den messen oder jartägen ist ergangen dem güt und dem man an schaden. Und daz im daz hin fùr stæt weleib und unczebrochen, daruber geb wier disen offen prief versigelten mit unsern baiden insigeln. Der prief ist gegeben, da von Christes gepürd waren ergangen drewczechen hundert jar darnach in dem drei und sybenczchisten jär des nachsten suntags nach sand Görgen tag. Orig., Perg., im ehemaligen Archiv zu Gleink. Das Siegel des Abbtes hängt, das des Convents abgefallen. DCXLVIII. 1373. 9. Mai. — Wernhart von Meissau, oberster Marschall in Oesterreich und Hauptmann ob der Ens erkundigt sich, zu welcher Entschädigung sich Hertel von Losenstein gegen das Kloster Garsten verpflichtet habe. Dem edeln erbern und weysen herren hern Alber von Otten¬ stain und hern Jorgen von Volchenstorf und hern Fridrich pfarrer ze Steir embiet ich Wernhart von Meissaw obrister marschalich in Ostreich und haubtman ob der Ens mein getrewn dienst. Ich bitt ew daz ir mich wizzen lazzet an ewren brifen, waz her Hertl von Losenstain gesprochen hat nach ewer weysung umb die und er dem gotzhaws und doselbs dem abt von Gästen phlichtig ist nach dem und er verschult hat gen dem selben gotzhaws. und daz pewt ich ew von meins herren des hertzogen wegen und pitt auch ew daz ier daz tütt durch mein willen. Geben an montag nach Floriani anno lxxiij.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2