641 pawleich legen und selber darauf sitzen mit der beschaiden, daz wir dem egenanten hern Stephann oder seinen nachkomen pfarrern datz sand Gylgen jërleich an unser vrawn tag alz si geporn wart zu der dienst zeit an alle irrung wie daz jar stet von dem vorgenanten guet an allen iren schaden dienen und raichen süllen ain pfunt gueter wienner pfenning und ze ostern für daz weysat zwen chàs di acht wienner pfenning wert sein und viertzig ayr an allez vertziehen. Wir süllen auch järleich in ains pfarrer datz sand Gylgen stift gen mit zwain hunern und ane schaden dar auz und auch alle di gehorsam laisten di ander sein holden tün, und welhes jares wir dem egenanten pfarrer oder seinem nachkomen daz vorgenant pfunt geltes nach dem egenanten unser vrawn tag versêzzen viertzehen tag, als oft sol in je hin nach zu sambt der gült auf dem vorgenanten guet ze wandel gen und vervallen sein zwen und dreizzig wienner pfenning, und mag auch ein igleich pfarrer datz sand Gylgen wêr der je ist oder wirt oder ir anwalt uns auf dem vorgenanten guet darumb pfenden mit gericht oder an gericht wie si wellen als verr, untz das si dez allez gentzleich gewert werdent, und süllen si dez unenkolten sein gen allen leûtten ; auch ist ze merchen daz wir die vorgenanten vier leib drei zwen oder ainer dem pfarrer datz sand Gylgen den vorgenanten seinen dienst chlain und grozzen zu den vorgenanten tägen ainen oder mer nicht richten und dienten und in den darnach ain halbes jar versazzen, welhes jares daz geschêch so sei wir dann afterdew von allen unsern rechten gentzleich geschaiden daz wir auf dem vor¬ genanten guet haben an alle widerred, und sol und mag auch dann ein jegleich pfarrer datz sand Gylgen nach dezselben seins gotzhaus frum mit dem guet tün und lażzen wie er wil. Und wann wir die vorgenanten vier leib nicht mer sein und mit dem tod abgen, so ist dem pfarrer und dem vorgenanten seinem gotzhaus datz sand Gylgen daz vorgenant guet mit allen eren rechten und nützzen alz wir ez di weil hinder uns lazzen haben gentzleich ledig und loz worden an alle widerred, also daz niemant von unser vorgenanten vier leib wegen darauf noch darnach chain ansprach voderung noch rêcht fürbaz nimmer mer haben noch gewinnen süllen weder mit rêcht noch an rècht in thainer weis. Darüber ze urchünd geben wir den brief ver¬ sigelten mit dez erbern mannes unsers lieben herren Leupoltz dez Tuemayr zu der zeit probst von der Inprukk anhangunden insigel besigelten, darunter wir uns vorgenante vier leib mit unsern trewn Urkundenbuch des Landes ob der Enns VIII. Bd 41
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