Urkundenbuch des Landes ob der Enns

640 habent geschaiden an widerred, und mag auch dann ein iglich pfarrer datz sand Gylgen nach dez selben gotzhauss notdürfft mit dem offtgenanten guet tün und lazzen waż er wil daz wir in noch ander yemant von unsern wegen davon nicht irren süllen noch mügen in dhainer weis. Und wann di vorgenanten vir leib mit dem tod abgent und nicht mer sind so ist mir Stephan dem pfarrer oder meinen nachkômen und dem selben gotzhaus daz egenant guet mit allen ern rechten und nützen als si ez di weil lazzent gëntzlich ledig und los worden an allew widerred, also daz dhain ir vrewnd noch ander niemant von iren wegen dar auf noch darnach dhain ansprach voderung noch recht fürbazz nimmer mer haben noch gewinnen süllen weder mit recht noch an recht in dhainer weis. Mit urchünd dez briefs den ich vorgenanter Stephan pfarrer datz sand Gylgen den vorgenanten vir leiben darüber geben han besigelten mit meinem anhangunden insigel. Der handlung sind zewgen Gebhart der Chrispelsteter Chünrat Schätzzel vorsprech Hainreich Tragnèr Hainreich Gawdenperger Hainreich Weizz von Stajjnazawn und mer erber laût. Der brief ist geben dez pfintztags in der osterwochen nach Christi gepürt dreutzehen hundert jar und in dem drew und sibentzkistem jar. Orig., Perg., das Siegel zerbrochen; im königlich baierischen allgemeinen Reichsarchiv zu München. DCXLI. — Gegenurkunde des Chunrat von Altenpuech auf den Leib- 1373. 21. April. gedingsbrief des Pfarrers Stephan. Ich Chunrat von Altenpuech ich Ulreich sein brueder ich Anna dez vorgenant Chunrads tochter und ich Hainreich dez egenanten Ulreichs sün wir verjehen offenbar mit dem brief allen leütten, daz wir daz guet Pranstat gelegen in Münschircher pfarr daz dez güten herren sand Gylgen und seines gotzhauss ze Pazzaw freys aigen ist mit wolbedachtem muet nür auf unser vier leib geworben haben von dem erbern herren hern Stephan zu den zeitten pfarrer dez cgenanten gotzhauss sand Gylgen, also daz wir daz vorgenant guet mit allen ern und nützen und mit aller zuegehörung wesenleich inne haben süllen alle di weil und der vorgenanten unser leib ainer oder mer lebent. Wir süllen auch daz guet ze dorff und ze veld altzeit

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