Urkundenbuch des Landes ob der Enns

632 es gefürt wirt aus unserm perg und dem Eisenerzt bey Traveyach, umb dieselben sach und die stözze haben wir unserm getrewn lieben Albern dem Ottensteiner zu den zeiten burggrafen zu Steyr emphulhen beide theil fur sich zu laden und tag zugeben und auch daselbs zuerfarn aigentlich ain ganze kunschaft wie das von alter herkhomen were; das derselb Ottensteiner uns beweiset hat das er das von unsers geschefts wegen also getan hab und das im um die kundschaft unser getrewen lieben N. Dieterich und N. Rudolph brûder von Losenstain, N. der richter der rat und die gemain der burger in Eisenerzt unser burger zu Steyr, N. der richter der rat und die gemain der burger zu dem Weyer zu Waydthoven und zu Enns N. der abbt zu Garsten und andere ritter und knecht und auch die gemain der hofmarch ir brief gesannt haben die er uns auch darumb hat fürpracht, die wir gehört und gesehen haben das es von alter herkomen sey als hienach geschriben steet; des ersten das das cysen aus dem perg gefurt sey gegen Reyfinkch und daselbst habe man es gelegt auf die Enns und sey darauf gefürt an den chasten und anderswo in unser lannd und habe auch des abbtes leut von Admund oder wer es gehaben möcht holz darzu gestellet darauf es gefürt sey, und das holz sey denselben leuten vergolten und in ir müe gedankht als das pillich gewesen sey. Es hat auch die vorge¬ nomene khundtschafft unsers vorgenanten burggraven geweiset, were das kain ander weg von kainerley newung in der sach erfunden wurde, das es unsern steten lannd und leuten grosser schad were, und wann dieselben herrn ritter und knecht stett und auch die gemain der lanntschaft diese kundtschafft haben gesagt bey iren ayden und bey den treuen der sy uns gepunden sind, darum gepieten wir ernst¬ lich dem egenannten Ottenstainer oder wer unser burggraf daselbs zu Stcyer ist oder in kunfftigen zeiten burggraf da wirt und andern unsern ambtleuten und underthanen gegenwürtigen und kunftigen wie sy genannt sind und wollen, das sy es auch dabey fürbass vestig¬ lichen halten und schirmen von unsern wegen in allermass als vor bescheiden ist, und dawider kainen einfall noch irrung jemandt gestatten zu thuen in kain weiss an alles gever. Mit urkund dises briefs. Geben ze Wienn an eritag vor Agnetis nach Christi gepurt dreu¬ czenhundert jar darnach in dem dreu und sibenczigisten jare. Aus einem Vidimus des Abbtes Wolfgang von Gleink und des Pflegers zu Steyr Hans von Neideck ddto. 26. August 1443; im Stadtarchiv zu Steyr.

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