629 DCXXIX. 1372. 23. December. Wien. — Herzog Albrechts von Oesterreich Befchl, die im Burgfrieden der Stadt Steyer liegenden geistlichen Häuser und Güter binnen Jahresfrist zu verkaufen, wenn nicht, von denselben die gebräuchliche Steuer zu nehmen. Wir Albrecht von Gots gnaden hertzog ze Osterreich ze Steyr ze Kernden und ze Krain graf ze Tyrol etc. embieten unsern getrewen dem richter dem rat und den purgern ze Steyr unser gnad und alles güt. Wir emphelhen euch ernstlich und welln, waz die güter sind die den klostern und gotzheusern gegeben sind oder werdent und in ewren purchfrid ligent, daz ir schaffet daz die¬ selben kloster und gotzheuser die güter inner jarfrist hingeben und verkauffen, und welich das nicht teten die sulln von denselben gütern stewr geben und leiden alz das vor der gab davon beschehn ist ungeverlich. Geben ze Wienn an phintztag vor weihnachten MCCCLxx secundo (millesimo trecentesimo septuagesimo secundo). Dominus duw et consilium. Original auf Papier, das Siegel rückwärts aufgedruckt; im Stadtarchiv zu Steyr. DCXXX. 1373. 5. Jäner. Erasmus und Chunrat die Aichperger bekennen, dass sie von den Bürgern von Passau 100 Gulden empfangen haben für Oto von Zelking, als Entschädigung für den im Kriege zwischen den Herzogen von Oesterreich und Baiern erlittenen Schaden. i Ich Erasem Aychperger zu der zeit pfleger ze Viechtenstayn und ich Chunrat Aychperger sein bruder verjehen offenleich mit dem brief, daz wir von dez erbern unsers herren hern Otten von Zelkging von Schönnek wegen in seinen namen als er mit uns geschafft und daz empholhen hat ingenomen und emphangen haben hundert guter guldein beraitz geltz von den ersamen weisen dem burgermeister dem richter dem rat und von den purgern gemain¬ lich ze Pazzowe, di im von in getaidingt wurden für di schäden di im an ettleichen rozzen und maidem oder wie sich daz gefügt hat widervaren sind in dem chrig der do gewesen ist zwischen unsern genädigen herren den hertzogen von Oesterreich und den von
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