Urkundenbuch des Landes ob der Enns

627 DCXXVI. 1372. 22. December. Wien. — Herzog Albrechts von Oesterreich Befehl an die Bürger zu Wels, dass sie das Mauthgeld, welches sie in Linz geben mussten, zum Baue ihrer Stadt verwenden sollen. WIR Albrecht von Gottes genaden hertzog ze Osterreich ze Steyr zu Kärndten unnd ze Crain grave zu Tijrol etc. empieten unnsern getrewen . . dem richter . . dem rathe unnd den burgern unnserer statt ze Welss unnser gnad unnd alles guet. Wir empfelhen ew unud wellen gar ernstlich, swas ir oder eur füerer an euer statt eures aigen guets in unuser statt geen Lintz unnd wider daraus fueret davon ir vormals denselben unnseru burgern zu Lintz mautt gegeben habt zu dem paw irer statt, das ir in fürbass kain maut davon gebet noch raichet unnd dieselben maut di ir in davon geben soltet an unnser egenante statt ze Welss anleget und verpawet wo sie des aller notturfftigist sey, wann wir das gentzlich also mainen unud wellen. Geben ze Wienn am mittichen nach Thome apostoli anno etc. Lxxii. Dominus dux in consilio. Aus der Pancharte K. Rudolphs I. zu Wels. Abgedruckt bei Hormayr, Taschenbuch 1837. 378. DCXXVII. 1372. 22. December. Wien. — Herzog Albrechts von Oesterreich Befehl an die Bürger von Waidhofen, nur für den cigenen Bedarf nach Venedig Handel zu treiben. Wir Albrecht von Gotes gnaden hertzog ze Osterreich ze Steyr ze Kernden und ze Krain graf ze Tyrol etc. embieten unserm getrewn dem richter dem rate und den burgern ze Waydhoven unser gnad und alles gût. Umb die genad die wir ew vormals haben getan, daz ir umb soliche koufmanschaft der ir in der stat daselbs bedurffet und die ir auch in der stat und nicht anderswa vertût möchtet und soltet arbaitten gen Venedi, ist uns fûrbracht daz ir mit derselben koufmanschaft auz der stat arbaittet anders denn wir ew haben erlaubet des unser stette dabey grozzen schaden nemen, davon emphelhen wir ew und mainen ernstlich, das ir des furbaz nicht tût und unser gnad niczzet in der mazze als wir ew die haben geben 40

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