Urkundenbuch des Landes ob der Enns

618 DCXVII. 1372. 3. December. Wien. — Herzog Albrecht von Oesterreich bestätigt die Privilegien des Klosters Lambach über die Mauthfreiheit. Wler Albrecht von Gotes gnaden herczog ze Ossterreich ze Steyr ze Kernden und ze Krain graf ze Tyerol etc. bekennen und tün kunt offenlich mit disem brief. daz der erber und geistlich unser lieber andechtiger .. der abt mit ettlichen seinem convent des klosters ze Lambach sand Benedicten ordens in Pazzawer bistüm für uns kome und pat uns dyemùtilich und mit vleizz. daz wier im und demselben seinem convent von unsern gnaden gerüchten ze bestêtten und ze vernewen die genad und freyhait die in von römischen künigen und auch von unsern vorvordern herczogen ze Osterreich gegeben were umb weyn getrayd und ander leiplich narunge ze furen in ier kloster auf wazzer und auf lande an alle mautt und ierrung. Dieselben gnad und freyhait in bestett hiet seliger gedechtnuzze herczog Rûdolf unser lieber brûder mit seiner offenen hantfest, als si von wort ze wort hienach geschriben stet: Wier Rûdolf der vierde von Gots gnaden etc. (siehe 1362 27. März. oben pag. 69. Nr. LXVI und 28. October 1321. Bd. V. pag. 300). Und wan wier gern nachvolger sein aller unsrer vorvordern und darzu auch angeschen haben den entzigen gotsdinst den dieselben geistlichen leut daselbs ze Lambach habent, haben wier in dardurch und auch lautterlich durch Got und durch aller unsrer vorvordern und nachkomen selen trost und hail willen die¬ selben hautfest vernewet bestêtt und bewèret, vernewen bestetten und beweren die auch mit allen den punten und artikeln als si von wort ze wort davor geschriben stet. Und des ze urchund geben wier disen brief versigelten mit unsern insigeln. Der brief ist geben ze Wienn an freitag nach sand Andres tag nach Kristes gepûrt dreutzehenhundert jaren darnach in dem zwai und sybentzgisten jare. Dominus dux per se et magistrum curie de Liechtenstein. Orig.. Perg., mit einem an Pergamentstreifen hängenden grossen Siegel von weissem Wachs: das Pferd springt links. im Schilde und in der Fahne die österr. Binde. auf der Pferddecke die Schilde von Steyer, Kärnthen und noch ein verwischter; im Stiftsarchiv zu Lambach.

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