DCXIV. 1372. 13. October. Schaunberg. — Stephan der Jüngere Pfalzgraf bei Rhein und Herzog in Baiern erklärt, dass die für den Grafen Ulrich von Schaunberg auf die Veste Wildeneck und den Zoll zu Strasswalchen ausgestellten Satz¬ briefe für jeden Inhaber derselben gleiche Rechte geben sollen. Wir Stephann der junger von Gotez gnaden pfalczgraf bey Reyn und herczog in Bayern etc. bechennen offenlich mit dem brief umb den sacz, alz der wolgeborn unserr sunder frewnt graf Ulrich von Schawnberg von uns inne hat unsere veste Wildnek und dez zolles ze Straswalhen, wer uns mit denselben sacz briefen die er von uns hat ermant. daz der alle die recht haben sol und hat alz der obgenant graf Ulrich und sein erben, und sein im auch aller glub und artikelen schuldig und gepunden, mit urkund dez briefs den wir darüber geben versigelten mit unserm insigel. Geben ze Schawn¬ berg an mitichen vor sand Gallen tag anno domini millesimo trecen¬ tesimo septuagesimo secundo. Orig., Perg., mit dem angehängten rothen Wachssiegel; im fürstlichen Archiv zu Eferding. DOXV. 1372. 22. October. Wien. — Bestimmung des Herzogs Albrecht, in welcher Weise und vor welchen Gerichten Streitigkeiten zwischen seinen und des Bischofs von Passau Leuten entschieden werden sollen. Wier Albrecht von Gots gnaden hertzog ze Oesterreich ze Steyr ze Kernden und ze Krain graf ze Tyrol etc. bekennen und tun kunt offenlich mit disem brif, daz wier dem erwierdigen hern Albrechten bischofen ze Pazzaw unserm lieben freunt durch seiner freuntschaft und dienst willen die genad getan haben und tun auch. ist daz die seinen hintz den unsern ichts ze klagen oder ze sprechen haben, darumb suellen si das recht von in nemen voer unsern houbt¬ luten lantmarschalich oder vor andern unsern amptleuten es sey underhalb der Ens in dem hoftayding oder ob der Ens in landtay¬ ding. Ist aber daz die unsern hintz den seinen ze klagen oder ze sprechen hieten, darumb sullen si das recht nemen voer dem egenanten bischof oder vor seinen amptluten. Geschech aber daz
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