Urkundenbuch des Landes ob der Enns

613 zu baiderseit dar umb habend. War aber daz wir ander yman dar auf weisten mit briefen oder andern dingen ez war von vergezzens wegen oder sust, daz sol dhain kraft wider den gegenwurttigen brief nicht haben in dheinen wegen wie dy yman vinden und erdenkchen chan. Und dez ze urchund geben wir yn den brief mit unserm anhangenden insigel versigelte. Der geben ist ze Schaunberch an mitwochen vor sand Gallen tag nach Kristi geburt drewzehen hundert jar darnach in dem zway und sibenczigstem jare. Orig., Perg., ein kleines Siegel in rothem Wachs, der untere Theil abge¬ brochen. S. STEP ..... CIS. BAWARI . . auf dem obern Eck des Wecken¬ schildes ein Sturzhelm mit fränkischer Decke, auf demselben zwischen zwei mit Wecken oder Rauten bezeichneten Büffelhörnern ein sitzender gekrönter Löwe; im fürstlichen Archiv zu Eferding. DCXIII. 1372. 13. October. Schaunberg. - Stephan der Jüngere Pfalzgraf bei Rhein und Herzog in Baiern setzt dem Grafen Ulrich von Schaunberg das Ungeld zu Strasswalchen für eine Schuld von 200 Pfunden Wiener Pfenning zum Pfande und stellet Bürgen für die Ausführung. Wir Stephan der jünger von Gotes genaden phallentzgraf bey Rein und hertzog in Beyern etc. bechennen offenlich mit dem brief, daz wir sein schuldig worden und gelten sullen dem edeln wolgeborn graf Utreichen von Schaunberch und allen seinen erben zway hundert pfunt wienner pfenning di si uns berait gelihen habent, haben wir in bey unsern trewen versprochen daz wir in ledichleichen ein¬ antwurten sullen und wellen unsern ungelt ze Strazwalhen zwischen hye und sand Merteins tag der schirst chûmt also, daz sy uns her zu tin und gewen süllen waz dann erfunden wirt daz billeich ist; möcht dez aber nicht gesein so sullen wir in auf di egenant zeit gelten und widergeben di vorgenanten zway hundert pfunt wienner pfenning an allez verzichen, und darumb haben wir in ze porgen geseczt unver¬ schaidenleich zu sampt uns Chunrat von Freiberch den eltern und Reichkern den Sigenhaimer unsern hofmaister mit der beschaiden. ob wir in den vorgenanten ungelt auf di egenant zeit nicht einant¬ wurten oder si irs obgenanten geltes nicht bezalten, so habent si vollen gewalt uns vorgenanten hertzog Stephan und uns egenant porgen ze manen ze laisten nach der vrist swanne si wellent, und alz

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