Urkundenbuch des Landes ob der Enns

611 DCXI. 1372. 12. October. Wien. — Herzog Albrecht von Oesterreich verspricht dem Frauenkloster zu Schlierbach Schirmer und Vogt sein zu wollen. Wir Albrecht von Gots gnaden herczog ze Osterreich ze Steyr ze Kernden und ze Krain graf ze Tyrol etc. tûn kunt, daz wir von wegen weilent Eberharts seliger von Walsse von Lyncz erben vleizziklich gepeten sein, daz wir das frawenktoster grawes ordens seiner stiftung ze Stierbach und aller der güter gülte gerichten freyungen und rechten die er oder ander leut darzu gegeben habent oder fürbas geben werdent, in unsern scherm nemen und des vogt wêren. Das haben wir getan also, daz wier unser lieber bruder herczog Leupolt unser erben und nachkomen des vorgenanten frawn¬ klosters ze Slierbach mit aller zügehörung und auch alles des gûtes das dasselb kloster yeczund hat oder furbas gewinnet wie das genant ist vogt und scherm sein wellen und sullen und ander niement nach den briefen die der egenant Eberhart sélig von Walsse darüber gegeben hat. Davon gebietten wir allermêniklich ernstlich und wellen bey unsern hulden, daz niement den obgenanten klosterfrain ze Slierbach an iern gütern gülten rechten freyungen wierden und eren wie die genant oder wo die gelegen sein kain beswerung noch ierrung tu in dhainen weg, wer es darûber têt der wizze sich darumb in unser ungnad vervallen sein und daz wir den darumb swerlich pezzern wellen. Mit urkund dicz briefs der geben ist ze Wienn an eritag vor sand Cholmans tag nach Kristes gepurt dreuczehenhundert jar darnach in dem zwai und sibenczigisten jare. Dominus dux per magistrum curie de Liechtenstain. Orig., Perg., im Klosterarchiv zu Schlierbach. Das verlorene Siegel hing an Pergamentstreifen. DCXII. 1372. 13. October. Schaunberg. — Stephan der Jüngere, Pfalzgraf bei Rhein und Herzog in Baiern verpfändet dem Grafen Ulrich von Schaunberg den Zoll zu Strasswalchen für 1322½ Pfund Pfenning, für weitere 824 Pfund und für 400 Pfund, die er an der Veste Wildeneck verbauen soll. Wir Stephan der jung von Gotez genaden pfallentzgruf bey Rein und herczog in Beyrn etc. bechennen und tun kunt für uns all 39“

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