608 DCVII. 1372. 21. September. — Friedrich Sohn des Schweiker von Pischelsdorf pachtet vom Propst zu Reichersberg den oberen Hof in Revel. Ich Fridreich Sweikkers sun von Pischolfstorf vergich, daz ich han bestanden von dem erbern herrn hern Dietmarn probst ze Reichersperg ze pawmansrecht den obern hof ze Revet der dez vor genanten gotzhaus ledigs freys aygen ist, also daz ich in selben häus¬ leich und stiftleich besitzen sol und schol im auch und dem gotzhaus den verdienen und verstewrn alz ich stat und genad an in vinden mag. Geschäch aber daz si mir den vorgenanten hof nicht lenger mochten oder wolten lassen so schel ich in antwurtten stiftleich und päwleich und sam und ardhew richten alz landes recht ist, und wem si den hof darnach lassent den schol ich darzü fürdern und nynndert hindern. Und zu urchund gib ich in den prief versigelten mit meins lieben genädigen herren hern Jörgens von Ahaim und Heinreichs dez Talhaimer anhangunden insigeln. Geben nach Christes gepürd dreutzehen hundert jar darnach in dem zway und sibentzkisten jar an sand Matheus tag dez heiligen zwelfpoten und evangelist. Orig., Perg., im Stiftsarchiv zu Reichersberg; die beiden Siegel etwas beschädigt. DCVIII. n 1372. 29. September. Wien. — Herzog Albrechts von Oesterreich Befehl an den Hauptmann ob der Ens wegen Beschützung des Gotteshauses Garsten gegen die Volkenstorfer. Wir Albrecht von Gots gnaden hertzog ze Osterreich ze Steyr ze Kernden und ze Krain graf ze Tyrol etc. embieten dem edeln unserm lieben öhem graf Ulreichen von Schownberg unserm houbi¬ mann ob der Ens oder wer sem stat haltet unsern gruz und allez güt. Wir emphelhen dir und wellen gar ernstlich, daz du daz goczhus ze Gesten und seine leute vestiklich schirmest und haltest bei seinen alten rechten und güten gewonhaiten nach seiner briefe sag. Und wollte in an denselben rechten der l'olkestorffer oder yeman ander dhain invel oder irrunge tûn, daz du in des vor seist von unsern
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