Urkundenbuch des Landes ob der Enns

389 leichem recht, di selbn recht und chrieg sullen si allzeit hintz uns behabt haben und wir gein'in verlorn. Wer auch den brief inne hat mit irm gutem willen, dem oder denselben sein wir alles dez schuldich und gepuuden in aller der mazz ze volfurn als in selber an dem briet verschrieben stet. Und daruber ze cinem urchund geben wir in den briel ich Chuurat und ich Ulrich di Granzz mit uusern aigen anhangenden insigeln versigelten, darunter ich mich Ott der Grans in bruder und unser all hausfrawn und eriben mit unsern trewn verpinden allez daz stet ze haben und ze volfurn daz an dem brief verschriben stet wan ich vorgenanter Olt der Grans den zeiten dhain aigen insigel nicht enhet. Der brief ist geben dreutzechen hundert jar darnach in dem zway und sibenczigistem jar an sand Gorigentag. Orig.. Perg.. Siegel des Ulrich Granss erhalten, das des Chunrat verloren: im königlich baierischen allgemeinen Reichsarchiv zu München. DLXXXVII. 1372. 28. April. Wien. — Die Herzoge Albrecht und Leopold von Oesterreich verleihen der Stadt Wels ein Stapetrecht für den Holzhandel. WIR brecht und Leupolt brueder von Gottes genaden hertzogen zu Osterreich ze Steyr ze Kärndten uund ze Crain graven zu Tijrot etc. bekennen unnd thuen kundt offentlich mit disem brieff, das wir angeschen haben die gebresten die unnser stat ze Welss manigfeltigclich anligent sindt, unnd haben den burgern gemainigclich daselbs zu Wetss die gnad gethan und thuen auch. swass man holtzes oberhalben Welss auf der Traun oder auf andern wassern wie die genannt sindt abwertz unnd enawfüert, das dasselh holtz nicht verrer solt gefüert werden dann geen Welss unud nicht firbass, und das egenannt holtz mûgen unnd sollen die vorgenannten uuser burger von Welss danne kauffen unud ander niemandt und damit firbass wandlen wie sie wellen unnd als in des aller beste kome unud fuege an alle yrrung als lang, untz wir bede oder unnser ainer das widerrueffen. Mit urkundt diss brieffs geben ze Wienn am mittichen nach sanct Georgen tag anno domini millesimo trecenlesimo septuagesimo secundo. Aus der Pancharte K. Ràdolph I. zu Wels. — Abgedruckt bei Kurz. Oesterreichs Handel pag. 382 und Hormavr Taschenbuch 1837. S. 377.

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