1372. 25. Jäner. — Lorenz der Plesser verkauft einen Hof in der Pfarre St. Valentin an die Witwe und Tochter Simons des Venken. ICH Laurencz der Plesszer mein hawsfraw und unser paider erben wier verjehen, umb unser hof gelegen dacz Streblicz in sand Valteins pfarr darauff Chunrat der Mayr ist gesezzen der unser vreys ledigs aygen ist. daz wier denselben hof mit allen den eren rechten und nüczen di darzue durich recht gehörent haben gegeben ze chawffen unsern lieben frewnten vrowen Annen hern Symonns witiben des Veukken sàeligen und junchfrawen Agnesen ier paider tochter und allen ieren erben aus unsrer nuez und gewer in di ier ledichleich umb ain gelt des wier von in gancz und gar gewert sein und verricht in sogetaner maynunge, daz wier desselben hofs schüllen ier gewer sein fur alle ansprach wo in des durfft geschiecht nach des landes recht in Oesterreich. Taeten wier des nicht, waz si des dann davon schaden nêmen den ier aines pei seinen trewn mag gesprechen, denselben schaden allen wie so der genant ist schüllen wier in genczleich abtuen und widercheren, und schüllen si daz haben auf unsern trewen und auf aller unsrer hab di wier haben. Wier offen auch, ob yemant herfur chaem wer der war der pezzer erib wolt sein zu dem obgenanten hof, derselb schol den êgeschriben vrowen Annen Agnesen irer tochter und andern iren erben widercheren und geben sibenczk pfunt pfenning wienner munnzz. Und daruber zu ainem waren urchund der handlung geben wier den prief versigelt mit mein vorgenanten Laurenczen des Plesszer anhangunden insigel und bestatigt, und sind des zeug durich pezzerr sichherhait willen mit iren anhangunden insigeln di erbern léwtt unser ohaim Vincenez der Amersperger Gôtfrid der Sinczenperger Janns der Steger. Der prief ist gegeben nach Christz gepurd uber drewczehenhundert jar und darnach in dem zway und sybenczkisten jar an sand Pauls tag vor der liechtmessz. n Orig., Perg., im chemaligen Archiv von Garsten mit drei hängenden Siegeln von gelbem Wachs, das des Steger verloren.
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