Urkundenbuch des Landes ob der Enns

Geschech dez nicht und daz wir selb oder unser nachchomen saumig darinn waren ob daz selb wuerd mit einer warheit erchundt und erfarn, so schüllen di obgenanten anderhalbhundert pfunt pfenning gevallen in daz spital ze Steyr und schullen wir die dann unver¬ tzogenleich wer zu derselben zeit da spitalermaister ist geben und in der gantz und gar verrichten. Tet wir des nicht so hat der selb spitalmaister vollen gewalt uns und unser oftgenant gotzhaws ze Gersten darum ze pfenten und ze nötten mit unserm guetleichen willen an allez recht wo so er unser hab mag begreiffen, untz daz er der egenanten anderhalbhundert pfunt pfenning gantz und gar von uns gewert wiert und verricht daz wir dhain widerred nicht dakegen haben schullen in dhainen wegen. Daz in daz von uns allez stet beleib und unverchert, daruber zu ainem urchund der warhait geben wir in den prief versigelt und bestêtigt mit unserm und mit unsers convents anhangunden insigeln. Der prief ist gegeben nach Christi gepürd über dreutzehenhundert jar und darnach in dem ains und sibentzkisten jar an unser vrawen tag alz si geparen ist. Orig., Perg., das Siegel des Abbtes in weissem Wachs noch erhalten, das andere verloren; im Stadtarchiv zu Steyr. DXLVIII. 1371. 21. September. Steyr. — Herzog Leopold von Oesterreich gibt dem Grafen Ulrich von Schaunberg einen Schuldbrief über 1300 Pfund Wiener Pfenning, deren Abzahlung auf nächste Weihnachten durch drei Bürgen versichert wird. Wir Leupolt von Gottes gnaden herczog ze Osterreich ze Steyr ze Kernden und ze Krain graf ze Tyrol etc. verjehen und tun chunt offenlich mit disem briefe, daz wir dem edeln unserm lieben öheim graf Ulreichen von Schawnberg und seinen erben gelten sullen und schuldig sein fümfczehen hundert phunt wienner phenning der wier in und sein erben unverczogenlich richten und weren sullen zu den weichnachten die schierist koment, und habent in darumb zü tröster und purgeln gesaczt und geben unser liebe getrewen Hansen den Trawner Otten den Zelkinger von Schónek und Reinharten den Wéhinger unsern hofmaister mit solicher beschaidenhait, ob wir den vorgenanten von Schawnberg oder sein erben des egenanten geltes nicht richten und werten auf das zil das

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