Urkundenbuch des Landes ob der Enns

532 . DXXXVII. 1371. 20. Juli. Wien. — Herzog Leupolt von Oesterreich gebietet den Bürgern zu Linz den ihm gebührenden halben Theil der jährlichen Steuer Leupolten dem Pfarrer zu Baden auszuzahlen. Wir Leupolt von Gotes gnaden herczog ze Osterreich ze Steyr ze Kérnden und ze Krain graf ze Tyrol etc. embieten unsern getrewn . . dem richter, . . dem rat und den purgern gemainlich ze Lyncz unser gnad und allez gùt. Wizzet daz wier unsern halben tail der stewer, die ier jerlich geben sullt empholhen haben dem erbern und weisen unserm lieben getrewn Leupolten pharrer ze Paden ze geleicher weise als der hochgeborn fürst unser lieber brûder herczog Albrecht seinen tail seinem hofmaister empholhen hat. Davon gepieten wir ew ernstlich und wellen ouch, daz ir von dem tag als der brief geben ist dem egenanten Leupolten mit den halben nüczen der egenanten stewer gehorsam und gewertig seit von unsern wegen und in denselben unsern halben tail furbazzer gebet und raichet und nyeman ander, und ouch mit ewern gebresten die ew anligend sind für in chomet, wan wier mit im geschafft haben daz er ew die all¬ czeit wende an unsrer statt. Und swes er ew seinen brief geit von derselben nûcz wegen an unserm halben tail, das sagen wier ew ledig und lös. Wer aber daz ier icht anders darüber têtet und den egenanten unsern tail anderswohin raichtend denne davor geschriben stet, das wër génczlich wider uns und wolten ew swërlich darumb pezzern. Geben ze Wienn an freytag vor sand Johans tag ze sonn¬ wenden anno Lxxmo primo (millesimo trecentesimo septuagesimo primo). Dominus duw. Orig., Papier, mit rückwärts aufgedrücktem Siegel; im Stadtarchiv zu Linz. DXXXVIII. 1371. 1. Juli. — Ulrich Chramer, Bürger von Gmunden übergibt dem Ulrich Müller in der Oed seine Mühle in der Oed zu Erbrecht gegen einen jährlichen Dienst. Ich Ulrich Chramer purger zu Gmunden und mein hausfrau Aqnes und all unser erben verjehen, das wir Ulreichen dem Mûlner

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