Urkundenbuch des Landes ob der Enns

527 selgerêt also beschaydenleich, wer apt des gotschaws ist daz der den vargenanten sol inn haben und sol dem convent jærleich davan raichen des næchsten suntags nach sand Kathrein tag ein halbs phunt pfenning wienner munzze an alle fûrczicht, so sol der convent uns und allen unsern varvadern und besunderleich meinen saligen wierten Heinreichen den Chündler und Chunraten den Perawsch den Got gnad einen ewigen jartag begen des nachsten suntages abent nach sand Kathrein tag mit einer gemainen gesungen vigili und des montags darnach mit einer gemainer gesunger selmess unverczogenleich. Geschëch des nicht so süllen siw in daz spital gen Steyr ein halb phunt wienner pfenning geben unverczogenlich. Taten siw des nicht so sol siw wer je statrichter ze Steyr ist darumh nôten und nicht mer. mit urchund des priefs versigeltz mit der erbern lewit Hanscins des Tungizzinger ze den zeiten statrichter ze Stey anhangunden insigel, darunder ich mich vargenantew Margret und all mein erben mit unsern treiwen verpinden allez daz stæt ze behalten daz oben an dem prief geschriben stet. und zu einer ganczen geczewgnuzz mit Heinreichs dez Velber anhangunden insigel in payden an schaden. Der prief gegeben ist do van Christi gepurd warn ergangen drewczehen hundert jar darnach in dem ainz und sibenczigisten jar an dem heyligen auffart tag unsers herrn. Orig., Perg., Siegel zerbröckelt — im bischöllichen Consistorium zu Linz auch in einem Copialbuch aus dem XV. Jahrhundert. — Die Gegenurkunde des Abbtes Heinrich von Gleink, worin er die genaue Abhaltung dieses Jahrtages verspricht, ist von selbem Tag. — Das Siegel des Abbtes gut erhalten; im Stadt¬ archiv zu Steyr. DXXXIII. 1371. 19. Mai. Schaunberg. — Stephan der jängere Pfalzgraf bei Rhein und Herzog in Bayern gibt dem Grafen Ulrich von Schaunberg einen Schuldbrie über dargeliehene hundert Pfund Wiener Pfenning. Wir Stephan der jünger pfalczgrafen bei Rein und herczog in Bayern tuen chunt offenlich mit dem brief, daz uns der ede wolgeborn unser lieber frewnt graf Ulrich von Schownberch berait gelihen hat hundert pfunt wienner pfenning, darumb wir zu sampt uns im und seinen erben ze selbscholen und ze porgen gesaczt haben Chunrat den Meilinger unsern camermaister also, wenne er seiner

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