Urkundenbuch des Landes ob der Enns

432 nachsten tags nach sand Merten tag unvertzogenleich mit einer gesungen sel(mess) und mit einer gesungenn vigili den seln und allen gelaubigen seln ze hilff und ze trost, und darum schol den herren in di oblay gefallen ain plunt pfenning auz dem obgenanten gelt und dem guster schüllen gefallen di übrigen dreisk pfenning, der schol darum leihen zwelf chertzen di pey der vigili und pey der selmess prinnen, und dem oblayer schullen gefallen di zway huener und di gans fur sein mue. War awer daz, daz di fargenanten herren sawmig wæren und jarleich den jartag nicht begiengen alz oben geschriben stet, so schullen mein frewnt dem abbt datz Gersten wer di weil herr ist daz chund machen, und der schol sich denn dez guets daz ich um den gotzdienst gegeben han underwinden und daz intzichen in di abtay als lang untz daz der gotzdienst gantz und gar wider folpracht werd. Und daz di mainung also stêt und unverchert hinfur beleib, darüber geben wir ich Weynmar der Tewrwanger ich Chunigunt sein hausfraw und all unser erben den prief versigelten mit meinem Weynmars anhangunden insigel, und zu einer pezzern sicherhait und gedêchtnuzz versigelt mit dez erbern mann Jansen der Tungozzinger anhangunden insigel. Der prief ist geben do man zalt von Christi gepuerd drewtzehenhundert jar und darnach in dem newn und sechtzkisten jar dez samstags vor sand Giligen tag. Orig., Perg., im chemaligen Archiv von Garsten, Siegel verloren. . CDXXXVII. 1369. 27. August. — Hertel, Sohn Ruedels des Richters von Peuerbach, ver¬ schreibt sich seinem Herrn dem Grafen Ulrich von Schaunberg mit Leib und Gul als eigen. ICII Hertel Ruedel sun dez rihter von Pewerbach selig vergih und tuen kunt offenlich mit dem brief, daz ich dem edlem wol geporen meim liebem genèdigen herren graf Ulrich von Schawnberg und sein erben unenpfaren sol sein mit meim leib und guet also, daz ich nimmer von in chomen noch trachten sol mit leib noch mit guet haimlich noch offenlich werder mit worten noch mit werchen an geverd. Wèr aber daz ich daz yndert überfuere und niht stet hielte, so hat sich mein leib und mein guet verfallen in dez obgenanten meins herren gewalt und in seiner erben gewalt, und sol auch mich

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