Urkundenbuch des Landes ob der Enns

421 CDXXVI. 1369. 24. Juni. Wien. — Graf Ulrich von Schaunberg, Hauptmann ob der Ens empsichlt den Bürgern zu Linz einen Rath zu erwälilen, welchen er dann bestätigen wolle. Wir graf Ulrich von Schawnberg haubtman ob der Ens enbieten den erbergn und weisen gemainclich der stat ze Linez unsern grucz. wir enpfelhen ew von unsrer herren von Osterreich und von unsern wegen und wellen gar ernstlich, daz ir ain râtt zwischen ew erlindet und erwelt, und wenne uns Got hin auf gesendet daz wir dann den bestêten alz daz von alter herchomen ist. Geben ze Wienn an sand Johanns tag ze sunbenden anno lxme nono (millesimo trecentesimo sexagesimo nono). Original auf Papier. im Stadtarchiv zu Linz, mit rückwärts aufgedrücktem rothen Siegel. CDXXVII. 1369. 26. Juni. — Bitte (oder Betzettel) an den Abbt Ulrich von Lambach, eme Erklärung über empfangenen Erbtheil mit seinem Siegel zu fertigen. Dem erwirdigen und geistlichen herrn. herrn Ülrichen abbt zu Lambach unnserm gnädigen herrn. embewtten euch auf die vorver¬ schribenen erben so eure gnad ingeschrift hat ich Wolfgang des Hannsen von Hasstaw und ich Elsbet seinew gesswistret und ich Ulreich und ich Margreth des Jörgen Tretter zu Herengassstaig seligen kinder unnser undertenig willig diennst. wir fuegen ewren gnąden zw wissen, das wir uns mit sambt andern erben so ewre gnad auch ingeschrift hat in ainen brieff oder bedtzetl, das wir uns obgenante gegen den Wolfgang des Hannsen Lakmair von Marichschalich sun unnserm lieben vetter und allen seinen gesswisträten und allen iren erben lembtigen und künftigen auf ain ewiges ennde geaint und verzigen haben, unnser muetterliches erbtail und aller unnser gerechtigkait so wir bei in muetterlichen erben und geleichen tail gchabt haben auff dem gut in Weinholtz gelegen in Gaspells¬ hoffer phar das dann ettwas ewren gnaden gotshawss und ewre gnaden dienstper ist, darumben habent sew uns zu verttigung gében und aufgericht ain suma phening der wir bezalt und aussgericht sein

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