Urkundenbuch des Landes ob der Enns

388 leich dhain ansprach nimmer mer gehaben mugen noch sullen weder mit recht noch an recht noch mit dhainerlay sache an gever. Und ob wir in furbas dhainerlay chrieg oder irrung darinn tâten swie sich daz vergieng mit recht oder an recht gaistleichen oder werlt¬ leichen, daz sullen si all zeit behabt haben und wir verlorn. Swer auch den brief inn hat mit irm gûten willen, der hat alle di recht di an dem brief verschriben sind. Und dez ze urchünd geben wir in den brief mit meinem vorgenanten Hainrichs dez Granzz anhangunden insigel versigelt, darunder ich mich und all mein erben ver¬ pinden mit unsern trewn an aydez stat stât ze haben und gantzleich ze volfurn sważ an dem brief verschriben ist, der geben ist nach Christi gepürt drewtzehen hundert jar darnach in dem ächt und sechtzkisten jar dez suntags vor sunbenden. Orig., Perg., im Propsteiarchiv zu Mattighofen, das Siegel abgefallen. COCXCI. 1368. 28. Juni. — Gundloch Marschalk Spitaler am Pyhrn verleiht dem Ritter Christian von Ror einen Hof im Gerstenthal unter der Steinwand genannt. Ich Gundloch Marschalk spitaler am Piren bekenn offenlich myt disem briff allen den dy in sehen horen oder lesen, daz ich dem erbergen ritter hern Cristan dem Rorrer frawen Wendellen seiner elichen wirtein und allen iren erben durch nuczze und frumen meins goczhaus und um dy getrewen dinst und furderunge di si dem vor¬ genanten goczhaus getan haben und noch tun sullen in kunfftigen dingen, zu rechtem erbe verleihe und verlihen den hoffe under der Steinwant genant ym Gerstental gelegen myt allen sein zugehorn nuczzen gulten rechten wi di geheizzen oder genant sein oder wa si gelegen sein, als in sein bruder vor in gehabt hat an geverde also, daż si mich vorgenanten Gundloch und mein goczhaws versprechen verteydingen und verantworten sullen zum rechten von der lehen¬ schafft gein aller monyclich als wir (sic) ferrest mugen an geverde. Mit urkunde diczze briffz versigelt myt meim anhangenden insigel, der geben ist an der mittichen nach seint Johannes tage dez tauffers do man zalt in dem acht und sechczigsten jar. Orig., Perg., im k. k. geheimen Hausarchiv mit einem angehängten weissen Wachssiegel, in welchem ein achtmal quer abgetheilter Schild und darüber ein von der obern linken Seite schräg auslaufender Fluss.

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