styrex 1000

12. »STEYR/DATUM«, zweizeiliger Langstempel in Antiqua-Schrift. Stempelfarbe: Schwarz und grün. Verwendung : 1844 bis 1847 in beiden Farben als Abgangsstempel, als Ankunftsstempel nur in schwarz. Müller Nr. 1443f. Dieser Stempel wurde mit entferntem Datum 1854 bis 1860 zum Abstempeln von Postformularen wiederverwendet. 13. »STEYR/DATUM«, zweizeiliger Langstempel in Kursiv-Schrift. Ortsname in Hohlbuchstaben. Stempelfarbe: Schwarz und rot. Verwendung: 1848 bis 1850 in beiden Farben als Abgangs- und Ankunftsstempel. Laut Ing . E. Müller findet sich dieser Stempel auch auf der ersten Frei - markenausgabe wieder. Müller Nr. 1443g. Zusatzstempel 14. »RECOMANDIRT«, einzeiliger Langstempel in Antiqua-Schrift. Stempelfarbe: Rot. Verwendung: Ab 1840 als Zusatzstempel. Müller Nr. 1826a. 15. »FRANCO« - einzeiliger Langstempel in AntiquaSchrift. Stempelfarbe: Rot. Verwendung: Wie Nr. 14. - Müller Nr. 1811 a. II. Teil: Poststempel der Markenzeit vom 1. Juni 1850 bis Ende 1900 Wie bereits in der Vorphilazeit, so waren die Post - beamten der Stadt Steyr auch nach Einführung von Freimarken am 1. Juni 1850, sehr genau auf die Einhaltung der Postverordnung bedacht. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten der Monarchie gibt es von Steyr praktisch keine Stempelkuriositäten, auch nicht, was die Stempelfarben anbelangt. Lediglich zum Nachentwerten von Poststücken, deren Marken unentwertet in Steyr eintrafen, wurde auf der Freimarkenausgabe 1863 ein Ankunftsstempel in roter Farbe verwendet. Davon dürften aber nur sehr wenige Belege existieren. 36 In diesem zweiten Abschnitt wird , im Gegensatz zu den Vorphilastempeln, auf eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Stempel verzichtet. Die wichtigsten Informationen sind in den anschließenden Stempelbeschreibungen enthalten. Die Katalogangaben am Ende jeder Stempelbeschreibung beziehen sich auf das »Müller-Handbuch der Entwertungen von Österreich auf den Freimarkenausgaben 1850, 1858/59, 1860/61 , 1863 und 1863/64«, Ausgabe 1961 und auf das »Kleinhandbuch für die Entwertungen auf den Österreichischen Postwertzeichenausgaben 1867, 1883 und 1890«, erster und zweiter Band . Befindet sich keine Katalogangabe am Ende einer Stempelbeschreibung, so ist dieser Stempel lediglich eine Untertype eines voran beschriebenen Stempels, die in den Stempelhandbüchern als gleicher Stempel behandelt ist. Innerdienstliche Stempel für Postformulare haben keine Katalogangaben, da sich die Stempelwerke von Müller und Klein lediglich auf Poststempel beziehen, die zum Entwerten der Freimarken verwendet wurden . Auf die Übernahme von Punktebewertungen aus den beiden Stempelwerken wurde bewußt verzichtet , um eine falsche Einschätzung von Seltenhei t oder Häufigkeit der Stempelvorkommen zu verhindern. Generell kann man feststellen, daß folgende Stempelvorkommen aus Steyr sehr selten sind: Vorphilastempel vor 1820 (Nr. 1 bis Nr. 6), Abstempelungen auf Freimarken mit Stempel , die normalerweise nur als Zusatzstempel neben der Marke verwendet wurden (Nr. 41) und alle Schaffnerpoststempel (Nr. 38 bis Nr. 40) . Die Stempelabbildungen entsprechen den Originalen , soweit dies nicht extra mit dem Vermerk »rekonstruiert« angegeben ist. Leider war es nicht möglich , von drei Stempeln eine Abbildung zu bringen, da keine Unterlagen vorhanden waren . Es ist sicherl ich nicht ausgeschlossen, daß sich noch weitere Stempelfunde ergeben. Dies gilt natürlich für den Abschnitt der innerdienstlichen Stempel. Ich möchte alle interessierten Sammler bitten, aktiv mitzuhelfen, damit dieser Artikel, sollte er später vielleicht einmal neu verfaßt werden, verbessert und ergänzt werden kann.

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