Steyrer Tagebuch Nummer 21, Juni 1984

DER GEPARD in steyr geht herr A. mit fräulein B. über die ennsbrücke . an der leine hält er einen geparden . wenn der gepard anhält und verschreckt um sich schaut (hält er den damberg für den kilimandscharo) , erschrecken die passanten : a tiga , vorsieht ! wie ein gefüllter pelzmantel . wie großstädtisch steyr schon geworden ist . DIE ZEIT DER LEHRER nun beginnt sie wieder : die zeit der lehrer . während dle gequälten schüler für nach– -prüfungen UND FÜRS LEBEN lernen müssen, beginnt in bälde für die lehrer die zeit der längsten tage und des faulenzens . während arbeiter & angestellte ALLER arten weiterhin bei sommergeflirr am fließband . und hinter dem ladentisch stehen, im büro schwitzend fluchen usw . , genießen die privilegierten der privilegierten unverhüllt an kühlen stränden martini– -schlürfend ihren AUSNAHMEZUSTAND. mißverstehen sie nicht: wir (easy und ich) sind NICHTgegenlehrer, wir sind nicht gegen deren hyperurlaub. wir fordern nur gleiches, also den 3- monateurlaub und die 25-stundenwoche bei vollem lohnausgleich . BEGEHRE, WAS DEM LEHRER GEBÜHRT! 27

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