Steyr Bildführer 1969

ziehe r (Löwenköpfe), Sa k r i s t e i schränke, ein spätgotischer Taufstein, Stuckdecken, Gittertüren und im Garten Steinfiguren aus dem Jahre 1720. Vor dem Stift steht eine Ne p o m u k s t a tue aus dem 2. Drittel des 18. Jahrhunderts, an der Bundesstraße ein gotischer Bildstock mit Kreuzigungsrelief aus dem 16. Jahr- hundert. ST. FLORIAN - KREMSMÜNSTER - SEITENSTETTEN Jedes dieser Stifte bedürfte einer besonderen Behandlung und einer so ausführlichen Betrachtung, daß ein flüchtiger, auf wenige Stunden beschränkter Besuch einen allge- meinen überblick verschaffen kann. Zur überfülle der all- gemein zugänglichen Kunstschätze in den Stiftskirchen und -gebäuden kommen noch reichhaltige Sammlungen an Bildern und Büchern aus den ältesten Zeiten bis herauf in unsere Tage, und die vielen Zimmer und Säle bergen kost- bare Einrichtungen und Kunstgegenstände. Die wechselvolle Geschichte des Landes tritt uns lebendig entgegen, so daß der Besucher im stillen bedauert, sich mit wenigen großen Eindrücken zufriedengeben zu müssen. Aber selbst ein gründliches Studium an Hand so vieler Dokumente und überlieferter Kostbarkeiten müßte sich bei einer solchen Mannigfaltigkeit auf bestimmte Gebiete der Wissenschaften und der Künste beschränken. Und doch trägt auch der flüchtigste Augenschein dazu bei, das Bild von der Kultur- landschaft, in deren Mitte Steyr liegt und zu deren Werden diese Stadt so viel beigetragen hat, zu ergänzen und abzu- runden. Aber nicht nur die Zeugnisse aus vergangenen Epochen der Kunst, der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Technik sind es, die das Antlitz einer Stadt prägen, sondern auch die landschaftlichen Formen, in die eine Siedlung gefügt ist. 80

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