Steyr Bildführer 1969

Innenausstattung waren viele bedeutende Künstler jener Epoche beteiligt . Der 20 Meter hohe, prachtvolle H o c h a l t a r ist von Carlo Antonio Carlone, einem Sohne des Meisters, zu- sammen mit dem Laienbruder Marian Rittinger geschaffen worden, von dem die überlebensgroßen Figuren gefertigt worden sind; die getriebene Tür des T a b e r n a k e ls ist Nürnberger Arbeit, die kostbaren Bild t e p p ich e an den Chorwänden mit Szenen aus dem Leben Alexanders des Großen sind niederländischer Herkunft, und mit dem Schmuck der Altäre waren Franz de Neve (Ho c h a l t a r - b i l d) , Carl von Reslfeld ( W a n d b e h ä n g e i m Langhaus ) , Martin Johann Schmidt (Schutz b e - hänge im Langhaus), Joachim Sandrart und andere hervorragende Künstler betraut. Die F r es k e n stammen von Michael Christoph Grabenberger und seinen beiden Brüdern. Der Garstner Stiftstischler Jakob Pokorny schuf die herrliche Kanzel, die Seitenaltäre und den Taber- nakel, Hans Spindler eine holzgeschnitzte Kreuz i - g u n g s g r u p p e über dem Westtor und eine Pieta. Fast alle diese Arbeiten ents tanden im Verlaufen des 17. Jahr- hunderts . In einer Seitennische des Langhauses ist das Ho c h g r a b des ersten Abtes von Garsten (1110 bis 1142), des hl. Bert- hold, als Vollplastik zu sehen, ferner jene des Stifters von Garsten, Otakar II., mit seiner Gemahlin Elisabeth, den man 1374 in dieser Kirche bestattete (2. Beisetzung). In der seitlich des Chores angeordneten „L o s e n s t e i n e r Kap e l l e" befinden sich die Grabstätten dieses Geschlech- tes bis zurück in das 13. Jahrhundert. Für die Gestaltung dieses Raumes ze ichnen Carlo Antonio Carlone und sein Bruder Giovanni Battista, Antonie Galliardi (Fresken) und Carl von Reslfeld (Altarbild). 78

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