Steyr Bildführer 1969

erhobenen Schlößchen, dem schon im 13. Jahrhundert er- wähnten und im 16. Jahrhundert zum schönsten Renais- . sancebau Steyrs ausgebauten „Engel h o f", ferner zu einem 1\)59 . fertiggestellten modernen Stadt bade, schließlich zu der schon erwähnten Großsiedlung M ü - n i c h h o l z , die zur Unterbringung von Arbeitnehmern der Steyr-Werke 1938 entstand, und zu der 1940 errichteten weitangelegten Kugellagerfabrik dieses Großunter- nehmens. Gegenüber dem „Engelhof" führt eine neue, imposante Bogenbrücke über die hier schon breite Enns in sanfter Kurve gegen den ebenfalls modern ausgebauten „Blümelhuberberg" zur Vorstadt Tabor hinan. Von dieser Brücke aus bietet sich ein entzückender Blick auf die Türme von St. Michael, die Ufersiedlung Ort und das Schloß. Wir wenden nun unsere Schritte zurück und gelangen wieder zur altersschwachen und so gar nicht zum Bilde der Stadt passenden Brücke über die Enns, die mit ihren beiden Schwestern, der Neutor- und der Steyr-Brücke, im Jahre 1892 erbaut und damals als modern empfunden wurde. Hoffent- lich weichen diese an die Grenze ihrer Lebensdauer gelang- ten häßlichen Eisenstränge bald stilvolleren Bogenbrücken! Vor uns haben wir nun das .vom Steilfelsen herabblickende Schloß, zur linken Hand die Altstadt entlang des darunter .sich hinziehenden Ufergeländes und zur rechten Hand rue einmündende Steyr mit dem sie begleitenden Steyrdorf und der lieblichen Vorstadt Ort, die sich ennsabwärts am Taborhang hinschmiegt. Es ist ein eindrucksvolles Bild, das sich hier den Augen bietet und von den Terrassenräumen und den Zimmerfenstern des Gasthofes an der Brücke (Hotel Minichmayr) in aller Muße betrachtet werden kann. Es war noch reizvoller vor den Bombenschäden des zweiten Weltkrieges, da am Flußufer noch alte gotische Häuser standen. 18

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