Kritische Anmerkungen zum Historisch-topographischen Handbuch der Wehranlagen und Herrensitze OÖ

699 5 OG Geiersberg K/5/1 Geiersberg I (Obergeiersberg) K/5/1 Geiersberg: Der Turm zu Geiersberg ist mit seiner Lagestelle bekannt; knapp neben der Bundesstraße nach Ried ist eine kreisrunde Mulde mit Randaufwurf in der Wiese mit Obstbäumen des oberen Wirtes, O. und KG. Geiersberg, erkennbar. 1533 III.14. verkauft Bartlme, Wirt auf dem Geirsperg, seine Taferne zu Geiersperg mitsammt dem „Turn Geirsperg“ daselbs, freies Steffanisch Aigen dem Hanns Fuchshuber zu Meinharczperg; Quelle: Handel-Mazzetti, Reg. a. d. Schloßarchiv Aurolzmünster, 58. Jb. des Mus. Francisco-Carolinum, S. 33. Lit.: Berger, Der Bez. Ried, Rieder Heimatkunde, H. 22, S. 43. Lage: 11,0 v.o., 0,4 v.r.o. (47). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Der Sitz (Turm) zu Geiersberg befand sich bei der Hoftaferne zu Obergeiersberg (Wirtstafern) in Geiersberg 19. In der Überlieferung der Wirtsleute war das Objekt als „alter Römerturm“ bekannt. Die Erdsubstruktion ist heute nicht mehr vorhanden. B. SCHIFFMANN 1935a, 341 DEHIO 2020, 352ff C. D. 46113 KG Geiersberg, (nahe) Geiersberg 19 E. X 18483, Y 340236 F. Nicht mehr erhaltener Adelssitz / Burgstelle / Wehranlage K/5/2 Geiersberg II K/5/2 Schanzen: Von den im Jahre 1703 aufgeworfenen Schanzen blieb keine erhalten, KG. Geiersberg, da diese ein Hindernis für die Landwirtschaft darstellten, sind alle eingeebnet worden (nur im Leidinger-Holz sind die Schanzgräben erhalten). Lit.: Berger, Der Bez. Ried, Rieder Heimatkunde, H. 22, S. 46. Lage: 10,2-11,5 v.o., 0,5 v.r.o. (47). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Von der Kurbayerischen Sternschanze, die sich bei der Ortschaft Geiersberg befunden haben muss, ist nichts mehr vorhanden. (Anmerkung: Die künstlichen Terrainformationen südwestlich des Ortes sind offensichtlich beim Kiesabbau entstanden). B. ROBL 2016 DEHIO 2020, 352ff C. EDANGLER 1705 D. 46113 KG Geiersberg E. X 18423, Y 340336 Geiersberg F. Nicht mehr erhaltenes Schanzwerk (evtl. untertägige Befunde) K/5/3 Schernham K/5/3 Schernhaim: Der Sitz des rittermäßigen Geschlechtes der Schernhaimer war ein Edelhof in der O. Schernham, KG. Geiersberg. Ca. 1411 Steffan Schernhaimer hat ze Lehen ain drittail aus dem hof zu Schernhaim. Quelle: oöLA, Kop.Arc., Hs 3, fol. 42. (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Der urk. 1411 erwähnte hof zu Schernhaim dürfte in einem der Gutshöfe im Weiler Schernham aufgegangen sein. Da die Urkunde von einem hof spricht, dürfte es sich nicht um einen wehrhaften Herrensitz, sondern nur um einen Edelhof gehandelt haben.

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