528 6 MG Hörsching H/6/1 Schreierhof H/6/1 Schreier: Der Sitz des ritterbürtigen, den Schaunbergern dienstpflichtigen, Geschlechtes der Schreyer, j. Bh. Schreier in der O. Hörsching, KG. Neubau. 1250 Eberhardus dictus Schreier; 1392 I.28. „dacz gut ze Heresing genant daz Schreyerguet“, freys rittermäzziges aigen des Hanns Schreyer. Quellen: oöUB III/166 und Xl/73. Lit.: Strnadt, Peuerbach, S. 432. Lage: 5,0 v.o., 13,8 v.li.o. (50). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Die Blattschnittkoordinaten verweisen auf das bäuerliche Anwesen vulgo Hochmayrgut (Hagmayrgut mit der Wimb) in der Ofteringer Straße 5. Der postulierte „Bh. Schreier“, in dem der Sitz der Schreyer aufgegangen sein soll, ist hier nicht eruierbar. B. SCHIFFMANN 1935b, 386 C. D. E. 62598,27 / 343540,83 F. Nicht lokalisierter Adelssitz / Burgstelle / Wehranlage H/6/2 Sachsenburg (Neubau) H/6/2 Sachsenburg-Neubau: Von dem kaiserlichen Jagdschloß Sachsenburg in der O. und KG. Neubau, erübrigt nur ein geringer Rest, genannt das „Kellerstöckl“. Zwischen 1515 und 1518 durch Kaiser Maximilian I. erbaut, unter Verwendung des Abbruchmaterials der Burg Kürnberg (11/9)). Quelle: Grüll, Innviertel, S. 181. Lage: 6,5 v.o., 17,3 v.li.o. (50). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Der Bau des Jagdschlosses begann möglicherweise schon um 1510, nach anderer Auffassung erst um 1515. Mit der Errichtung war der Kaiserliche Baumeister Hanns Geyer von Geyersberg betraut worden. Um 1518 dürfte es noch immer nicht gänzlich vollendet gewesen sein, denn Maximilian fordert in einem Brief den Wilheringer Abt Leonhard Rosenberger auf, seine Untertanen mögen noch 300 Fuhren Stein von Kürnberg zur Sachsenburg in Neubau führen. Es ist umstritten, ob damals Burg Kürnberg als Steinbruch ausgebeutet wurde, oder ob die Steine von einem der Steinbrüche des Kürnberges (Bergham, Dörnbach) stammen. Nachdem das Schloss endlich vollendet war, ließ Maximilian eine Tafel aus Sandstein mit folgendem Text anbringen: Saxnburg bin ich genant vor tausnt Jarn am Kurnberg wol pekant Zur weiteren Geschichte des Schlosses sei gesagt, dass nach Maximilians Tod seine Bedeutung als Jagdsitz schwand und es fortan nur mehr Verwendung als „Landesfürstliches Forsthaus“ fand. Auf dem Kupferstich von Georg Matthias Vischer aus dem Jahre 1674 ist es bereits als solches erwähnt. 1752 wurde das Schlösschen an das Kloster Kremsmünster veräußert. 1862 wurde es als Abbruchobjekt an den Bauern Minimair verkauft, der es dann tatsächlich abreißen ließ. Nur ein Nebengebäude, das sog. Kellerstöckl, blieb erhalten, an dem der Bauer die Inschrifttafel des Kaisers anbringen ließ. Vor wenigen Jahren wurde auch das Kellerstöckl beseitigt, überlebt hat nur die Inschrifttafel, die jetzt an einem Einfamilienhaus am Sachsenburgweg angebracht ist. B. GRÜLL 1964, Nr. 79, 181 ASPERNIG 2019, bes. 143ff.
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