519 H/5/2b Alte Ennsmündung A. Eine weitere Befestigung dürfte sich westlich der älteren Einmündung des Flusses Enns in die Donau befunden haben. Die alte Mündungsstelle lag etwa 150 Meter westnordwestlich des obig angeführten Anwesens vulgo Taborhäusl. In einer Skizze des Clemens Beuttler aus dem Jahre 1680 ist hier eine große Viereckschanze (Redoute) zu erkennen, der sich in südlicher Richtung, offensichtlich entlang der alten Enns, eine Kurtine sowie eine weitere, kleine Viereckschanze anschließen. Positive Geländemerkmale der Schanze sind in den Digitalen Geländemodellen nicht erkennbar. B. FÖ 1, 1920/33, 15 SCHIFFMANN 1935a, 171 FÖ 4, 1940/45, 82 REITINGER 1968, 92 DEHIO 2003, 431 KATZINGER 2014, 113 - 179 C. Clemens Beuttler, 1680 D. 45102 KG Enns, GST-NR 447/1, 447/3, 447/4, usw. E. 87102,88 / 345430,27 F. Nicht mehr erhaltenes Schanzwerk (evtl. untertägige Befunde) H/5/3 Georgenberg (St. Georgenberg) H/5/3 Ennsburg: Auf einer hausbergartigen Erhebung im Schloßpark von Ennsegg, genannt der „Georgenberg“ (die Burgkapelle war dem hl. Georg geweiht), O. und KG. Enns, Ausstellungsort des 1. österreichischen Staatsvertrages im Jahre 1186. Erste Nennung: ca. 900 validissiam urbem in littore Anesi fluminis muro obpuserunt; 977 X.5. prädium Anesapurch nuncupatum in pago trungouue in ripa anesi fluminis in comitatu liutbaldi. Quellen: Fuldaer Annalen (Zibermayr, Noricum, S.305); oöUB II/67. Lit.: Sekker, S. 57; Grüll, Innviertel, S. 37. Lage: 7,1 v.o., 14,5 v.r.o. (51). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. In der landeskundlichen Literatur wurde der markante Hügel im Schlosspark, der sich etwa 0,3 km nordöstlich des Schlosses Ennsegg befindet, als zur Ennsburg gehöriger Burghügel (Hausberg) angesprochen. Bei den von Hansjörg Ubl durchgeführten Sondierungen konnten jedoch keine Hinweise auf die postulierte Burg des Frühmittelalters verifiziert werden. Nach Meinung des Ausgräbers ist das Erdwerk als „Aussichtshügel der Romantik“ zu interpretieren. Es verwundert jedoch, dass für eine Aussichtsplattform ein derartiger Aufwand (Erdbewegungen von mehreren Tausend Kubikmetern Erde) betrieben worden wäre. Die Auswertung der Digitalen Geländemodelle legt nahe, dass es sich bei dem Hügel um einen neuzeitlichen Tabor handeln dürfte. Keine Zweifel bestehen bezüglich der vorgelagerten Erdwerke, die als Rudimente von neuzeitlichen Artillerieschanzen zu deuten sind. B. CORI 1874, 2 SCHIFFMANN 1935b, 321 HETZER 1953, 54f. NEWEKLOWSKY 1965, Nr. 7, 13 REITINGER 1968, 90 u. 92 UBL 1986, 45ff. KNEIFEL 1986, 127ff. C. VISCHER 1674, 37 (am linken Bildrand) D. 45102 KG Enns, GST-NR 281/15 E. X 85594, Y 342696 F. Schanzwerk (Tabor)
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