Kritische Anmerkungen zum Historisch-topographischen Handbuch der Wehranlagen und Herrensitze OÖ

518 5 SG Enns H/5/1 Spielberg (Spilberg) H/5/1 Spielberg: Ruine auf einer Donauinsel, zur O. Enghagen, KG. Enns, gehörig, aber durch das Hauptgerinne der Donau davon getrennt. 1159 VI. 23. nobilis Dietricus de Spileberch; ca. 1418 Jörg Rukhendorffer hat ze lehen die Vest ze Spilberg auf der Tunaw. Quelle: oöUB II/294; oöLA, Kop.Arch., Hs 4, fol. 154. Lit.: Rosner, Ruinen in Oö.; S. 18; Piper, österr. Burgen, Bd. IV, S. 220; Sekker, S. 259; Götting/Grüll, Burgen in OÖ., S. 247; Grüll, Mühlviertel, S. 110; Büttner, Burgen an der Donau, S. 64; Grabherr, Burgen, S. 34. Lage: 1,2 v.o., 16,6 v.r.o. (51). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Mit Bescheid vom 1. Jänner 1997 wurde die Burgruine Spielberg und das nördlich der Donau liegende Umland aus der SG Enns herausgelöst und der OG Langenstein zugeschlagen. B. C. D. E. F. → OG Langenstein H/5/2a Tabor (Taborteich, Taborhäusl) H/5/2 Tabor: Erdwerk eines Tabors in der O. Enghagen, KG. Enns, Flurname „Tabor“. 1457 III.24. Bernhart Krieg schreibt an den Rat zu Enns wegen des verfallenen „Täber bey der prugk“. Quelle: oöLA, St.A. Enns, Sch. 27, Fasz. XVI/1. Reitinger, Ur- und frühgesch. Funde i. OÖ., S. 92. Lage: 2,9 v.o., 14,7 v.r.o. (51). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Die Lagebeschreibung und die Blattschnittkoordinaten verweisen auf das Areal nordöstlich der Ortschaft Enghagen (KG Enns, GST-NR 565/1). Das postulierte „Erdwerk des Tabors“ ist hier allerdings nicht vorhanden, der Flurname völlig unbekannt. Der urk. 1457 genannte Tabor befand sich tatsächlich 2,3 km nordöstlich des Weilers Enghagen, und zwar beim sog. Taborhäusl (heutige Adresse: Enghagen am Tabor 3). Wie man in den Digitalen Geländemodellen deutlich erkennen kann, steht das Gebäude auf einem erhöhten Erdwerk. Auf den ehem. Tabor verweist auch der sog. Taborteich. Die Teichanlage dürfte aus einem römischen bzw. mittelalterlichen Steinbruch entstanden sein. Das Areal ist heute ein geschütztes Naturdenkmal, NdNr. 224. B. FÖ 1, 1920/33, 15 SCHIFFMANN 1935a, 171 FÖ 4, 1940/45, 82 REITINGER 1968, 92 DEHIO 2003, 431 KATZINGER 2014, 113 - 179 C. D. 45102 KG Enns, GST-NR .506, (nahe) Enghagen am Tabor 3 E. 87308,20 / 345348,91 F. Schanzwerk (spärliche Reste)

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